Diplomarbeit, 2007
164 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Der Event – ein Element für die Regionalentwicklung
2.1 Der Regionsbegriff
2.2 Überblick zur Regionalentwicklung in Deutschland
2.2.1 Strukturkrisen und Wettbewerb der Regionen
2.2.2 Besondere Problematik der Bergbaufolgelandschaften
2.3 Reaktionen auf den zunehmenden Regionenwettbewerb
2.3.1 Bedeutungsgewinn weicher Standortfaktoren
2.3.2 Image als Standortfaktor
2.3.3 Moderne Instrumente der Regionalentwicklung
2.4 Der Event als Element der Regionalentwicklung
2.4.1 Begriffliche Grundlagen
2.4.2 Merkmale von Events
2.4.3 Events im Regionalmarketing
2.4.4 Organisation von Events
2.4.5 Zusammenfassung der Möglichkeiten durch Events
2.4.6 Events und Politik
3 Radsportevents
3.1 Radsportevents im historischen Kontext
3.1.1 Die Organisation des Radsports
3.1.2 Radsportevents in Deutschland
3.1.3 Radsportboom und Entwicklung der Jedermannrennen
3.2 Bedeutung von Sportevents
3.2.1 Kontextbedingungen für Entstehung und Erfolg
3.2.2 Finanzierung unter dem besonderen Aspekt des Sponsoring
3.2.3 Mögliche Effekte von Radsportevents
4 Empirische Untersuchungen
4.1 Untersuchungen zur Bedeutung von Events für die Regionalentwicklung
4.1.1 Ökonomische Auswirkungen von Sportgroßanlässen – Literaturstudie
4.1.2 Auswirkungen und Chancen eines Sportevents für Destinationen – untersucht am Beispiel der Deutschland Tour
4.1.3 Der Event – ein neuer Ansatz des Regionalmarketings?
4.2 Vorgehensweise bei der Untersuchung der Bedeutung der „Neuseenclassics – rund um die Braunkohle“ für die Regionalentwicklung
4.2.1 Zentrale Fragen
4.2.2 Auswahl und Abgrenzung der Untersuchungsgebiete
4.2.3 Datenerhebungsmethoden
4.2.4 Methodenkritik
5 Das Leipziger Neuseenland
5.1 Lage und Erreichbarkeit
5.2 Historischer Abriss
5.2.1 Intensiver Braunkohletagebau bis 1990
5.2.2 Entwicklung einer neuen Landschaft
5.3 Wirtschaftsentwicklung seit 1990
5.4 Bevölkerungsentwicklung seit 1990
5.5 Regionalspezifische Besonderheiten
5.5.1 Mitgestaltung des Wandels der Region
5.5.2 Gewässerverbund Region Leipzig
5.6 Sportevents im Neuseenland
5.7 Touristische Vermarktung
6 Der Radsportevent „Neuseenclassics – rund um die Braunkohle“
6.1 Der Weg zur Neuauflage des Radsportevents nach 1990
6.1.1 Das Rennen vor 1990
6.1.2 Konzeption für die Neuseenclassics ab 2004
6.1.3 Organisation
6.1.4 Finanzierung
6.1.5 Entwicklung des Rennens seit 2004
6.2 Die 4. Neuseenclassics am 28.05.2007
6.3 Ergebnisse der Sportler- und Zuschauerbefragung
6.3.1 Touristisches Potential durch den Event
6.3.2 Ausgabeverhalten
6.3.3 Bewertung und Bekanntheit des Events
6.3.4 Bewertung und Bekanntheit der Region
6.4 Die Bewertung des Radsportevents durch die regionalen Akteure
6.5 Die Neuseenclassics im Kontext der Festivalisierungsdiskussion
7 Beantwortung der Forschungsfragen
8 Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Bedeutung des Radsportevents „Neuseenclassics – rund um die Braunkohle“ für die Regionalentwicklung des Leipziger Neuseenlandes. Dabei wird analysiert, inwieweit das Rennen als Element des Regionalmarketings und der Imagebildung dienen kann, um den Strukturwandel von einer altindustriellen Bergbauregion zu einer dynamischen Seenlandschaft zu unterstützen.
Die Bedeutung von Sportevents
Zu den wichtigsten Begründungen für die Initiierung von Events gehören Verweise auf deren positive Effekte für die Stadt- und Regionalentwicklung. War die Durchführung einer Radsportveranstaltung in der Vergangenheit eher Selbstzweck, erkennen immer mehr Kommunen, Regionen und Marketinginitiativen das Potential für die regionale Entwicklung. Dieser Diskussion muss ein Beziehungsgeflecht verschiedener Akteure zugrunde gelegt werden. Verantwortliche aus der Politik, des Tourismus und der Wirtschaft erhoffen sich Vorteile oder eben Effekte für die Entwicklung der Region durch den Event. So führt ALBERS (2004) auf, dass das Destinationsmanagement immer häufiger bereits stattfindende Events in das Marketing für eine Region einbindet oder zu diesem Zweck einen Event initiiert.
Eine genaue Erfassung und Bewertung dieser Effekte ist jedoch mit großen Schwierigkeiten verbunden. Ein hohes Interesse erhält die Bilanzierung der Kosten von Ereignissen. Während die Benennung der direkten Erlöse für den Veranstalter und/oder die öffentliche Hand vergleichsweise einfach ist, wird die Benennung und insbesondere die Bewertung der volkswirtschaftlichen sowie qualitativen Auswirkungen selten vorgenommen (vgl. Abb. 3-5). Allerdings sind gerade die langfristigen Effekte wie die Steigerung des Bekanntheitsgrades, die Imagebildung oder die durch einen Event induzierten Investitionen von besonderem Interesse.
1 Einleitung: Erläutert die Problemstellung der altindustriellen Regionen, definiert die Forschungsfragen und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Der Event – ein Element für die Regionalentwicklung: Diskutiert den Regionsbegriff, die Regionalentwicklung im Wettbewerb der Regionen sowie die theoretischen Grundlagen von Events im Regionalmarketing.
3 Radsportevents: Analysiert die historische Entwicklung des Radsports, die Organisation in Verbänden und die Rahmenbedingungen, die den Erfolg von Radsportveranstaltungen bestimmen.
4 Empirische Untersuchungen: Stellt das Forschungsdesign vor, inklusive der Methoden zur Datenerhebung wie der Sportler- und Zuschauerbefragung sowie Expertengespräche.
5 Das Leipziger Neuseenland: Zeichnet den historischen Wandel vom Braunkohletagebau zur Seenlandschaft nach und beleuchtet die aktuelle wirtschaftliche und touristische Situation.
6 Der Radsportevent „Neuseenclassics – rund um die Braunkohle“: Präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung, unterteilt in Bekanntheitsgrad, Imageeffekte, touristisches Potential und ökonomische Impulse.
7 Beantwortung der Forschungsfragen: Synthetisiert die Ergebnisse der empirischen Analyse und beantwortet die in der Einleitung formulierten Fragen.
8 Fazit: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet die Eignung von Radsportevents als Strategie für die Regionalentwicklung.
Regionalentwicklung, Leipziger Neuseenland, Neuseenclassics, Sportevent, Regionalmarketing, Imagebildung, Strukturwandel, Braunkohletagebau, Tourismus, Jedermannrennen, Lausitzer Seenland, Standortwettbewerb, Destination, Eventmarketing, Radsport.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle von Radsportevents als Instrument der Regionalentwicklung in altindustriellen Räumen, insbesondere am Beispiel des „Leipziger Neuseenlandes“.
Die Arbeit behandelt den regionalen Strukturwandel, die Möglichkeiten des Regionalmarketings durch Events sowie die spezifischen Auswirkungen des Radrennens „Neuseenclassics“.
Das Hauptziel ist es zu analysieren, ob der Radsportevent „Neuseenclassics“ einen messbaren Beitrag zur Imagebildung und zum Bekanntheitsgrad der Region Leipziger Neuseenland leistet.
Der Autor verwendet einen Methodenmix aus Sekundärdatenanalyse, Expertengesprächen mit regionalen Akteuren sowie einer empirischen Sportler- und Zuschauerbefragung.
Der Hauptteil analysiert die historische und aktuelle Entwicklung der Region, die Organisation des Events sowie die empirisch ermittelten Auswirkungen auf Tourismus, Image und Wirtschaft.
Zu den prägenden Begriffen gehören Regionalentwicklung, Leipziger Neuseenland, Neuseenclassics, Sportevent, Regionalmarketing und Strukturwandel.
Der Tagebau wird als Ursprung der heutigen Problem- und Chancenlage der Region identifiziert; die Arbeit untersucht, wie ein Event dazu beitragen kann, den Imagewandel weg von der „Braunkohle-Vergangenheit“ zu unterstützen.
Das Lausitzer Seenland dient als Vergleichsregion in einem Exkurs, um die Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse über Sportevents auf andere Bergbaufolgelandschaften zu prüfen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es sich eher um ein Event „mittlerer Größe“ handelt und die extremen Anforderungen und Gefahren eines „Großereignisses“ bei diesem Format nicht zutreffen.
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