Masterarbeit, 2009
117 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Masterarbeit
1.2 Ziel der Masterarbeit
1.3 Aufbau der Masterarbeit
2 Einführung in die Thematik Work-Life-Balance
2.1 Definition Work-Life-Balance
2.2 Perspektiven von Work-Life Balance
2.2.1 Gesellschaftliche Betrachtungsweise
2.2.1.1 Demographische Entwicklung
2.2.1.2 Wertewandel
2.2.1.3 Strukturwandel der Arbeit
2.2.1.4 Entwicklung der Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen
2.2.2 Organisatorische Betrachtungsweise
2.2.3 Individuelle Betrachtungsweise
2.3 Führungskräfte als Work-Life-Balance-Manager und Zielgruppe
3 Stress
3.1 Traditionelle Konzepte und deren Entwicklung
3.2 Stressoren
3.2.1 Generelle Stressoren
3.2.2 Stressoren am Arbeitsplatz
3.2.3 Persönlichkeitsfaktoren
3.3 Auswirkungen von Stress
4 Betriebliche Work-Life-Balance Maßnahmen und unterstützende Maßnahmen für die Realisierung
4.1 Flexible Arbeitszeitmodelle
4.1.1 Gleitzeit
4.1.2 Arbeitszeitkonten
4.1.3 Sabbatical
4.1.4 Teilzeitarbeit
4.1.5 Job-Sharing
4.1.6 Telearbeit
4.1.7 Vertrauensarbeitszeit
4.2 Betreuungseinrichtungen für Kinder
4.2.1 Betriebliche Kinderbetreuung
4.2.2 Kinderbetreuung in Kooperation mit mehreren Unternehmen
4.2.3 Belegplätze in öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen
4.2.4 Kinderbetreuungseinrichtungen in besonderen Situationen
4.2.4.1 Betreuung von Kindern in Ferien
4.2.4.2 Eltern-Kinder-Arbeitszimmer
4.2.4.3 Fahrdienst
4.2.4.4 Hausaufgabenbetreuung
4.3 Flankierende Maßnahmen
4.3.1 Haushaltsnahe Dienstleistungen
4.3.2 Beratungsangebote
4.3.3 Relocation Service
4.4 Gesundheitsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung
4.5 Audit Beruf & Familie®
5 Kosten-Nutzen Messung von Work-Life-Balance Maßnahmen
5.1 Schwierigkeiten der Messung
5.2 Motive und Hemmnisse der Einführung von Work-Life-Balance Maßnahmen
5.3 Modellrechnung der „Familien GmbH“
6 Empirische Untersuchung
6.1 Darstellung der Untersuchungsmethode
6.2 Durchführung der empirischen Untersuchung
6.3 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
6.3.1 Stellenwert zwischen Familie/Partnerschaft und Beruf
6.3.2 Belastungen von weiblichen Führungskräften und Auswirkungen auf das gesundheitliche Wohlbefinden
6.3.3 Interesse an der Thematik Work-Life-Balance und Kenntnisse über Maßnahmen
6.3.4 Wahrnehmung beruflicher Work-Life-Balance Maßnahmen und Familienfreundlichkeit der Unternehmen
7 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen Implementierung betrieblicher Work-Life-Balance Maßnahmen, wobei der Fokus insbesondere auf deren Auswirkungen auf Führungskräfte sowie weibliche Führungskräfte liegt. Ziel der Arbeit ist es, die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu analysieren und mittels einer empirischen Untersuchung aufzuzeigen, wie diese Zielgruppe die bestehenden Rahmenbedingungen und Maßnahmen in ihren Unternehmen wahrnimmt.
2.1 Definition Work-Life-Balance
Eine allgemeine Begriffsbestimmung von Work-Life-Balance ist in der Literatur nicht eindeutig definiert. Wortwörtlich übersetzt bedeutet Work-Life-Balance Arbeit-Leben-Gleichgewicht. Diese drei Wörter werden zu Beginn einzeln betrachtet, um sie danach in der Gesamtheit des Wortes Work-Life-Balance zusammen zu führen und eine allgemeingültige Definition für die Masterarbeit zu Grunde zu legen.
Bereits der Begriff Arbeit umfasst eine Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten und ist schwer zu definieren. Im weiten Sinne ist Arbeit eine zweckmäßige und zielgerichtete menschliche Tätigkeit, die zur Existenzsicherung und zur Befriedigung von Bedürfnissen des Individuums durchgeführt wird. Durch die technischen Innovationen und die Folge der Rationalisierung hat die körperliche Arbeit in unserer Gesellschaft ihren Stellenwert verloren. Heute bildet die geistige Arbeit den Schwerpunkt. Zu betrachten ist, dass die Arbeit ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens ist und über die Existenzsicherung hinaus geht. Unter dem zeitlichen Aspekt nimmt die Arbeitszeit einen Großteil unseres Tages ein. Der Begriff Leben ist das Gegenstück der Begrifflichkeit Arbeit und spiegelt das Privatleben wider. Dazu zählt die Freizeit, aber auch Arbeiten, die im privaten Bereich anfallen. Die Freizeit ist die zur Verfügung stehende Zeit des Menschen, die vor allem zur Regeneration dient. Ein Gleichgewicht dient dazu, Stabilität und Ausgewogenheit in Gegensätze zu bringen. In dieser Masterarbeit werden die beiden Gegenstücke Leben und Arbeit betrachtet und versucht in Balance zu bringen. Das Gleichgewicht verhindert in diesem Zusammenhang, dass ein Lebensbereich überwiegt und das Gleichgewicht außer Kraft setzt. Der Grundgedanke verfolgt, dass Arbeit Stress verursacht und das Privatleben zur Erholung und Entspannung den Gegenpol bildet. Aber Stress und Belastungen finden sich auch im privaten Bereich z.B. Hausarbeit, Kindererziehung, Arbeiten in sozialen und/oder sportlichen Organisationen, wieder. Aus diesem Grund sollte ein Ausgleich zwischen belastenden Tätigkeiten und entspannenden Aktivitäten statt finden. In der Realität findet sich schnell wieder, dass sich ein Gleichgewicht dieser beiden Lebensbereiche nicht in der Mitte trifft, sondern das zentrale Ziel ist eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Work-Life-Balance vor dem Hintergrund des Strukturwandels und sich verändernder Familienstrukturen dar und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Einführung in die Thematik Work-Life-Balance: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsbestimmungen vorgenommen und Work-Life-Balance aus gesellschaftlicher, organisatorischer und individueller Perspektive betrachtet.
3 Stress: Dieses Kapitel erläutert traditionelle Konzepte des Stressverständnisses, identifiziert spezifische Stressoren und untersucht deren kurz- und langfristige Auswirkungen auf den Menschen.
4 Betriebliche Work-Life-Balance Maßnahmen und unterstützende Maßnahmen für die Realisierung: Hier werden konkrete Maßnahmen wie Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuungsangebote, flankierende Services und Gesundheitsmanagement vorgestellt und deren Realisierungsmöglichkeiten diskutiert.
5 Kosten-Nutzen Messung von Work-Life-Balance Maßnahmen: Dieses Kapitel behandelt die Problematik der Messbarkeit von Nutzen durch familienfreundliche Maßnahmen und präsentiert eine Modellrechnung an der „Familien GmbH“.
6 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die Methode einer online-Befragung von 26 weiblichen Führungskräften und diskutiert deren Ergebnisse hinsichtlich Belastungen, Interessen und der Wahrnehmung unternehmerischer Maßnahmen.
7 Fazit und Ausblick: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Umsetzung der Thematik als Win-Win-Situation für alle beteiligten Akteure.
Work-Life-Balance, Führungskräfte, weibliche Führungskräfte, Vereinbarkeit, Arbeitszeitmodelle, Stressbewältigung, Gesundheitsmanagement, Familienfreundlichkeit, Kosten-Nutzen-Analyse, Personalmanagement, Demographischer Wandel, Mitarbeiterbindung, Wertewandel, berufliche Belastung, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht das Konzept der Work-Life-Balance im Hinblick auf seine betriebswirtschaftliche Relevanz und die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, insbesondere für weibliche Führungskräfte.
Die Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftlichen und organisatorischen Einordnung, den Ursachen und Wirkungen von Stress sowie der Darstellung konkreter betrieblicher Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeiter.
Das Ziel besteht darin, Work-Life-Balance grundlegend zu erläutern, Handlungsfelder für Unternehmen aufzuzeigen und durch eine Kosten-Nutzen-Rechnung sowie eine empirische Studie Aufschluss über die Situation weiblicher Führungskräfte zu geben.
Neben der theoretischen Herleitung mittels Fachliteratur wurde eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer online-gestützten Befragung von weiblichen Führungskräften durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe von Stress, stellt flexible Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuungseinrichtungen vor und analysiert die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen durch eine Kosten-Nutzen-Modellrechnung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Work-Life-Balance, Gesundheitsmanagement, Familienfreundlichkeit, Personalpolitik und Führungskräfte geprägt.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Familienfreundlichkeit stärker von der Unternehmenskultur als von der reinen Größe des Unternehmens abhängt.
Weibliche Führungskräfte sind häufig einer Doppelbelastung aus beruflicher Verantwortung und privaten Verpflichtungen ausgesetzt, was eine gezielte Unterstützung durch das Unternehmen zur Erhaltung ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit notwendig macht.
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