Diplomarbeit, 2000
60 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Das Sozialprodukt als Bestimmungsgröße für Wohlfahrt
1.2 Alternative Bestimmungsgrößen für Wohlfahrt
1.3 Wohlfahrtsminderung durch negative externe Effekte
1.4 Nachhaltiges Wachstum
2 Gasförmige Emissionen und die Notwendigkeit nachhaltigen Wachstums
2.1 Natürliche und technische Emissionsquellen
2.1.1 Kraftwerke und Heizwerke
2.1.2 Abfallverbrennungsanlagen
2.1.3 Industrieanlagen
2.1.4 Landwirtschaft
2.1.5 Haushaltungen
2.1.6 Verkehr
2.2 Das Ausmaß der Luftverunreinigung und seine Wirkung
2.2.1 Die Beschreibung der einzelnen verschiedenen chemischen Elemente und ihre Wirkung
2.2.2 Unmittelbare Wirkungen der Luftverunreinigung auf die Natur
2.2.3 Unmittelbare Wirkungen der Luftverunreinigung auf den Menschen
2.2.4 Mittelbare Wirkungen der Luftverunreinigung auf die Natur
2.2.5 Mittelbare Wirkungen der Luftverunreinigung auf den Menschen
3 Die volkswirtschaftlichen Kosten der Luftverunreinigung
3.1 Die Kosten der Luftverschmutzung in der Schweiz am Beispiel der zwei Basler Kantone
3.1.1 Monetarisierung der verkehrsbedingten externen Kosten für die gesamte Schweiz
3.2 Umweltschutzaufwendungen der Industrie in Österreich von 1992 – 2000
3.3 Umweltdaten Deutschland 1998
4 Die Entwicklung der gasförmigen Emissionen in Deutschland bei unverändertem Wachstum
4.1 Die Entwicklung der energiebedingten Emissionen
4.2 Die Entwicklung der Emissionen aus Abfallverbrennungsanlagen
4.3 Die Entwicklung der Emissionen aus Industrieanlagen
4.4 Die Entwicklung der landwirtschaftlichbedingten Emissionen
4.5 Die Entwicklung der Emissionen aus Haushaltungen
4.6 Die Entwicklung der verkehrsbedingten Emissionen
5 Ausblick
5.1 Eine vollständige Kosten-Nutzen-Analyse für die Verwendung von Biodiesel
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik gasförmiger Emissionen im Kontext traditioneller Wachstumspolitik und erörtert die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklungsstrategie. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse negativer externer Effekte der Luftverschmutzung, deren volkswirtschaftlichen Kosten sowie den ökologischen Auswirkungen auf Mensch und Natur, um daraus einen Handlungsbedarf für nachhaltige Wachstumsansätze abzuleiten.
2.1.4 Landwirtschaft
„Böden sind ein wichtiger Teil des globalen Kohlenstoffkreislaufs und ein großes C-Reservoir. Von den ca. 41.000 Pg "aktiven" Kohlenstoffs liegen 1.500 Pg im Boden vor. Es ist dies derjenige Teil des globalen Kohlenstoffs, der zwischen den C-Reservoirs (Ozeane, Atmosphäre und terrestrisches System) austauschbar ist. Von den ca. 41.000 Pg "aktiven" Kohlenstoffs liegen etwa 93 % in den Ozeanen vor, 0,2 % in der Atmosphäre und 5 % im terrestrischen System. Innerhalb des terrestrischen Systems wiederum liegen ca. 72 % des "aktiven" Kohlenstoffs im Boden und 26 % in der Vegetation vor. Durch Bodenatmung und Abbau organischer Substanz werden davon jährlich etwa 50 bis 60 Pg in die Atmosphäre freigesetzt.
In den letzten 200 Jahren lag – bedingt durch die vorherrschenden landwirtschaftlichen Praktiken – die Freisetzungsrate höher als die Fixierungsrate. Allein zwischen 1850 und 1980 wurden netto etwa 90 bis 120 Pg Kohlenstoff freigesetzt. Derzeit werden netto etwa 2 Pg Kohlenstoff pro Jahr freigesetzt. Der größte Anteil der Emissionen stammt aus tropischen Böden, v. a. durch Beeinträchtigung der Kohlenstoffspeicherung bei der Entwaldung. In den gemäßigten Breiten wurde bzw. wird Kohlenstoff v. a. bei der Konversion von Grünland in Ackerland freigesetzt. Der Kohlenstoffverlust ist dabei in den ersten 20 - 30 Jahren am größten und beträgt etwa 30 bis 50 % des ursprünglich im Oberboden vorhandenen. Moore (engl. „bogs“) enthalten große Mengen Kohlenstoff, die bei globaler Erwärmung freigesetzt werden können. Dies ist eine große Gefahr für eine positive Rückkopplung – also eine massive Verstärkung – des Treibhauseffekts. Die größten Moorgebiete gibt es in Kanada, Nordeuropa und Rußland. Die Emissionen erfolgen zum Großteil als Methan, das bekanntlich ein viel stärkeres Treibhausgas als CO2 ist.“
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Wohlfahrtsbegriff im ökonomischen Kontext und begründet, warum herkömmliches Wirtschaftswachstum negative externe Effekte ausblendet.
2 Gasförmige Emissionen und die Notwendigkeit nachhaltigen Wachstums: Hier werden die Quellen technischer Luftverunreinigung kategorisiert und deren direkte sowie indirekte gesundheitliche und ökologische Folgen detailliert analysiert.
3 Die volkswirtschaftlichen Kosten der Luftverunreinigung: Das Kapitel liefert eine ökonomische Bewertung von Umweltschäden in der Schweiz und stellt die Investitionen der österreichischen Industrie in Umweltschutzmaßnahmen dar.
4 Die Entwicklung der gasförmigen Emissionen in Deutschland bei unverändertem Wachstum: Basierend auf dem Status-quo-Szenario zeigt dieses Kapitel die zukünftigen Emissionsprognosen in Sektoren wie Energie, Abfall, Industrie, Landwirtschaft und Verkehr auf.
5 Ausblick: Der abschließende Teil plädiert für einen nachhaltigen Wachstumspfad und belegt am Beispiel von Biodiesel die Effektivität einer umfassenden Kosten-Nutzen-Analyse.
Luftverunreinigung, Nachhaltiges Wachstum, Externe Effekte, Treibhauseffekt, Emissionen, Treibhausgase, Wohlfahrt, Biodiesel, Kosten-Nutzen-Analyse, Umweltökonomie, Schadstoffemissionen, Ressourcenverbrauch, Landwirtschaft, Verkehr, Klimaschutz.
Die Diplomarbeit analysiert die ökologischen Folgen gasförmiger Emissionen und zeigt die volkswirtschaftliche Notwendigkeit auf, das traditionelle Wirtschaftswachstum durch eine nachhaltige Wachstumspolitik zu ersetzen.
Im Zentrum stehen die Kategorisierung technischer Emissionsquellen, die Wirkung von Luftschadstoffen auf den Menschen und die Umwelt sowie die ökonomische Bewertung dieser Schäden.
Ziel ist es, den dringenden Handlungsbedarf für eine nachhaltige Wachstumspolitik zu belegen, indem die negativen Folgen unkontrollierter Emissionen sowohl ökologisch als auch ökonomisch quantifiziert werden.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf Fachliteratur, Umweltstatistiken und der Anwendung von Kosten-Nutzen-Analysen basiert, um den Status quo zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Emissionsursachen, die Wirkungsanalyse von Schadstoffen, die volkswirtschaftliche Kostenbetrachtung und eine Prognose der zukünftigen Emissionsentwicklung in Deutschland.
Wichtige Begriffe sind Luftverunreinigung, externe Effekte, Treibhauseffekt, nachhaltiges Wachstum, Emissionsquellen und Kosten-Nutzen-Analyse.
Biodiesel wird als praxisbewährte Alternative eingestuft, die durch einen geschlossenen CO2-Kreislauf und geringere Schadstoffbelastung einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet.
Der Verkehrssektor wird als einer der Hauptemittenten identifiziert, dessen CO2-Ausstoß bei unverändertem Wachstum weiterhin signifikant ansteigen wird, was den Handlungsbedarf unterstreicht.
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