Examensarbeit, 2002
124 Seiten, Note: 1
1. Vorwort
1.1 Begründung zur Themenwahl
1.2 Methodisches Vorgehen
2. Einführung
2.1 Entwicklungen des sonderpädagogischen Computereinsatzes
2.2 Kritiken zum Computereinsatz
2.2.1 Befürworter des Computereinsatzes
2.2.2 Argumentationen gegen einen Computereinsatz
2.4 Veränderte Lehrerrolle
3. Dimensionen des Computereinsatz in der Sonderschule
3.1 Computer als Gegenstand des Unterrichts
3.2 Computer als didaktisches Medium
3.2.1 Arbeiten mit dem Computer
3.2.1.1.1 Textverarbeitungsprogramme
3.2.1.1.2 Datenbanken
3.2.1.1.3 Tabellenkalkulation
3.2.1.1.4 Konstruktionsprogramme
3.2.1.1.5 Malprogramme
3.2.1.1.6 Musikprogramme
3.2.1.1.7 Steuer- und Regelprogramme
3.2.2 Lernen am Computer
3.2.2.1.1 Drill & Practice Programme
3.2.2.1.2 Tutorials
3.2.2.1.3 Simulationen
3.2.3 Lehren mit dem Computer
3.2.3.1.1 Simulationen
3.2.3.1.2 Präsentationen
3.2.3.1.3 Steuerung anderer Medien
3.2.3.1.4 Gestaltung von Arbeitsmaterialien für den Unterricht
3.2.4 Spiel und Freizeit mit und an dem Computer
3.2.4.1.1 Positive Aspekte von Computerspielen
3.2.4.1.2 Negative Aspekte von Computerspielen
3.2.4.1.3 Computerspielarten
3.2.4.1.4 Edutainment
3.2.4.1.5 Entertainment
3.2.5 Internet und Informations- sowie Kommunikationsdienste
3.2.5.1.1 Aufbau des Internet
3.2.5.1.2 Internetdienste
3.2.5.1.3 Kommunikationsdienste E-Mail, Newsgroups, IRC
3.2.5.1.4 Informationsdienste WWW
3.3 Spezielle Einsatzgebiete in der Heil- und Sonderpädagogik
3.3.1 Computer als prothetisches Hilfsmittel
3.3.1.1 Kommunikationshilfen
3.3.1.2 Spezielle Eingabemedien als Hilfsmittel zur Computersteuerung
3.3.1.3 Umfeldkontrollen
3.3.1.4. Hörhilfen
3.3.1.5 Unterstützungen bei Sehschwäche und Blindheit
4. Grundlegende Computerunterstützte Förderbereiche für geistig behinderte Schüler
4.1 Computerunterstützte Förderdiagnostiken
4.2 Basale Funtionstrainings
4.3 Schreib- und Leseförderung
4.3.1 Schreibförderung
4.3.2 Leseförderung
4.4 Sprachförderung
4.5 Mathematische Förderung
4.5.1 Vorstufe mathematischer Fähigkeiten
4.5.2 Mengen, Zahlen und Rechenoperationen
5. Softwarebeurteilung
5.1 Kommerzielle Bewertungssysteme: Die SODIS-Datenbank
5.2 Private Bewertungssysteme: Kriterienanalyse
5.2.1 Kriterienkatalog
5.2.2 Beobachtungsbogen
6. Schlussbetrachtung
7. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die konkreten Einsatzmöglichkeiten von Computern an Schulen für geistig behinderte Kinder. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen verschiedener Softwareanwendungen, Hardwarekonzepte und prothetischer Hilfsmittel für diese differenzierte Schülerschaft wissenschaftlich zu erörtern und aufzuzeigen, wie neue Technologien zur individuellen Förderung sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe beitragen können.
3.2.1 Arbeiten mit dem Computer
Der Computer wird bei jener Verwendungskategorie als Werkzeug benutzt, wobei das eigentliche Werkzeug spezielle Programme sind, die dem Benutzer als Hilfsmittel zur Verfügung stehen, um bestimmte Tätigkeiten erleichtert durchführen zu können. „Werkzeuge können (...) als verlängerte Organe des Menschen betrachtet werden, mit denen er den Wirkungskreis seiner Arbeit erweitert“ (Resch/Volpert, 1999, 93) „Mit solchen Programmen kann flexibel konstruiert, entworfen, dokumentiert werden. Solche Werkzeuge lassen unterschiedliche Wege zu, sie erlauben das Rückgängigmachen (reversieren) und bieten die Möglichkeit, Produkte herzustellen“ (MESCHENMOSER, 1997, 109).
Die Computerfachsprache bezeichnet Programme mit Werkzeugcharakter als „Anwendungsprogramme“. BONFRANCHI beschreibt diese Anwendungsprogramme als „(...) standardisierter – in der Hauptsache für die Industrie und Verwaltung hergestellter – Software (...)“ (1994, 31). Bei diesen Programmen, die auch in der Schule Verwendung finden, handelt es sich in der Regel um Textverarbeitungsprogramme, Datenbanken und Konstruktionsprogramme. Im kreativ gestalterischen Bereich gibt es Mal- und Musikprogramme.
Das Arbeiten mit Anwendungsprogrammen ist je nach Zielsetzung zum einen Bestandteil der informationstechnischen Grundbildung (ITG) und zum anderen bedeutsam als Unterrichtsmedium, um bestimmte Inhalte zu vermitteln. Anwendungsprogramme haben daher bei beiden Einsatzkategorien „Computer als Unterrichtsgegenstand“ und „Computer als Unterrichtsmedium“ Relevanz.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für das Thema und das methodische Vorgehen bei der Analyse des Computereinsatzes in der Sonderschule.
2. Einführung: Es wird die historische Entwicklung der Computernutzung im Sonderschulbereich dargestellt, kritische Perspektiven werden diskutiert und die Rolle der Lehrkraft beleuchtet.
3. Dimensionen des Computereinsatz in der Sonderschule: Dieses Kapitel klassifiziert den Computer als Unterrichtsgegenstand, als didaktisches Medium (Arbeiten, Lernen, Lehren) sowie als prothetisches Hilfsmittel.
4. Grundlegende Computerunterstützte Förderbereiche für geistig behinderte Schüler: Es werden konkrete Möglichkeiten zur Förderung in den Bereichen Diagnose, basales Funktionstraining, Schreiben, Lesen, Sprache und Mathematik aufgezeigt.
5. Softwarebeurteilung: Das Kapitel führt Bewertungskriterien für Unterrichtssoftware ein, inklusive der Vorstellung des SODIS-Systems und privater Kriterienkataloge.
6. Schlussbetrachtung: Ein Resümee über die Notwendigkeit einer didaktisch fundierten Reflexion bei der Integration moderner Technik in den Sonderschulunterricht.
Sonderpädagogik, geistige Behinderung, Computereinsatz, Unterrichtsmedium, Anwendungsprogramme, Förderdiagnostik, Lernsoftware, prothetische Hilfsmittel, Informationsgesellschaft, Medienverbund, didaktische Analyse, Kommunikation, Wahrnehmungstraining, Softwarebeurteilung.
Die Arbeit befasst sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Computern an Schulen für geistig behinderte Schüler und analysiert, inwieweit moderne Technologie als Medium zur Förderung und gesellschaftlichen Teilhabe dienen kann.
Die Arbeit behandelt die didaktische Einordnung des Computers, die Vorstellung spezifischer Förderprogramme (z.B. für Sprache oder Mathematik) sowie die Bewertung von Software und Hardware für Menschen mit Behinderungen.
Ziel ist es, ein wissenschaftliches Fundament für den pädagogisch sinnvollen Einsatz von Computern in der Sonderschule zu schaffen und Kriterien für die Auswahl geeigneter Programme zu definieren.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Erfahrungsberichten und bestehenden Konzepten der Sonderpädagogik, um den aktuellen Stand der Technik und deren Anwendungsmöglichkeiten zu evaluieren.
Im Hauptteil werden verschiedene Dimensionen des Computereinsatzes, wie die Arbeit mit Anwendungsprogrammen, das Lernen am Computer sowie der Einsatz als Hilfsmittel bei motorischen oder sensorischen Einschränkungen, detailliert beschrieben.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sonderpädagogik, Computerunterstützte Förderung, prothetische Hilfsmittel und didaktische Softwareanalyse geprägt.
Die Unterscheidung hilft Pädagogen, zwischen der Nutzung des PCs als Werkzeug für Alltagskompetenzen (Arbeiten) und der Nutzung als Lernmedium zur Wissensvermittlung (Lernen) zu differenzieren, um das richtige didaktische Setting zu wählen.
Das Internet fungiert als Plattform zur Kommunikation und Informationsbeschaffung; bei entsprechender didaktischer Anpassung bietet es neue Wege für die Teilhabe und den sozialen Austausch außerhalb des direkten Umfeldes.
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