Diplomarbeit, 2008
89 Seiten, Note: 2,3
1 Überblick
2 Ziele
3 Allgemeiner Teil
3.1 Definition von „Value Added Printing“ und Alternativbegriffe
3.2 Marke
3.2.1 Definition „Marke“
3.2.2 Möglichkeiten der Markenkommunikation
3.2.3 Wie stark stützen Printmedien die Markenkommunikation?
3.3 Situation auf dem Druckmarkt
3.3.1 Globale Betrachtung
3.3.2 Nationale Betrachtung
3.4 Technologie Druckveredelung
3.4.1 Überblick über verschiedene Druckveredelungstechnologien
3.4.2 Der richtige Einsatz von Druckveredelungstechnologien
4 Spezieller Teil: Untersuchung von Aufwand und Nutzen von VAP
4.1 Wirkung verschiedener VAP-Elemente auf den Endverbraucher (drupa-Umfrage)
4.1.1 Umfragebogen 1: Korrelationsmatrix
4.1.2 Umfragebogen 2: halbstrukturiertes Interview
4.2 Einsatz und Nutzen von VAP (Online-Umfrage)
4.2.1 Inhalt und Auswertung der Online-Umfrage zu VAP
4.3 Quantifizierbarkeit des Nutzens für den Printbuyer
4.3.1 Ermittlung der Mehrkosten für veredelte Produkte
4.3.2 Errechnung des Werbewertes für veredelte Produkte (AVoF)
4.3.3 Gegenüberstellung der Mehrkosten für veredelte Produkte und dem Veredelungs-Mehrwert (AVoF)
4.4 Ergebnis und Schlussfolgerung der Untersuchung
4.4.1 Vor- und Nachteile der AVoF-Formel
5 Zusammenfassung und Ausblick
6 Fazit und Bewertung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, den Aufwand und den Nutzen von "Value Added Printing" (VAP) zu quantifizieren, um Printbuyern und Markeninhabern eine fundierte Entscheidungshilfe für den Einsatz von Druckveredelungen an die Hand zu geben. Die Forschungsarbeit analysiert die Wirksamkeit veredelter Produkte auf die Kundenwahrnehmung und entwickelt eine Formel zur Bestimmung des Werbewertes von Veredelungen.
3.4.2 Der richtige Einsatz von Druckveredelungstechnologien
Die verschiedenen Technologien bieten ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten, sich von Produkten der Wettbewerber abzuheben. Wichtig dabei ist allerdings der gezielte und gut überlegte Einsatz von kombinierten Veredelungstechnologien. Das bedeutet, sich als Druckbetrieb, den Marktanforderungen zu stellen und die Kunden über die Möglichkeiten zu informieren und sie aktiv zu beraten. Es gilt zu agieren anstatt zu reagieren. Dazu gehört auch die Aufklärung über die Vorteile einer höheren Investition in ein Druckprodukt, um sich differenzieren zu können, um länger in Erinnerung bleiben zu können und eine höhere Produktqualität beim Betrachter suggerieren zu können.
Diesen Vorteil für den Printbuyer beschreiben Gavin Ambrose und Paul Harris in „Druck & Veredelung“ (2007; S. 149) so:
„Die Kunden können davon direkt profitieren, weil sich ihre Produkte oder Druckwerke deutlich von denen der Konkurrenz abheben und auf den Betrachter attraktiver wirken.“
Würde bei der Konzeption eines Printmediums nur eine Werbeagentur oder ein Designer zu Rate gezogen, und würden die produktionstechnischen Details außer Acht gelassen, riskiert der Kunde übermäßig hohe Produktionskosten, die im Druck- oder Weiterverarbeitungsprozess aufgrund oft kleiner Produktspezifikationen entstehen. Bereits bei der Druckvorstufe kann es in so einem Fall zu sehr zeit- und kostenintensiven Umständen kommen.
Es ist also elementar wichtig, dass nicht nur eine Kommunikation zwischen Designer bzw. Werbeagentur und Kunden stattfindet, sondern auch die jeweilige Druckerei von Anfang an – bereits zur Beratung – hinzugezogen wird.
Dies gilt natürlich auch im umgekehrten Fall: Ein erfahrener Designer ist unerlässlich, um zu einem wirkungsvollen, sich von Wettbewerbern differenzierenden Produkt zu gelangen. Der Drucker kann eine Vielzahl an Veredelungskombinationen für ein Produkt anbieten und der erfahrene Gestalter erkennt die für den Kommunikationsprozess vorteilhafteste Variante.
1 Überblick: Diese Arbeit beschreibt die methodische Vorgehensweise, beginnend bei der Definition der Grundlagen bis hin zur Entwicklung einer Formel zur Kosten-Nutzen-Analyse von Veredelungen.
2 Ziele: Ziel ist es, den Erfolg von Value Added Printing statistisch zu untermauern, Argumente gegen Preisdumping zu liefern und den Werbewert veredelter Produkte messbar zu machen.
3 Allgemeiner Teil: Dieser Abschnitt definiert "Value Added Printing" (VAP), beleuchtet die Markenführung sowie die aktuelle Situation auf dem Druckmarkt und führt in verschiedene Veredelungstechnologien ein.
4 Spezieller Teil: Untersuchung von Aufwand und Nutzen von VAP: Hier werden die Ergebnisse aus Umfragen (drupa-Umfrage und Online-Befragung) präsentiert und die eigens entwickelte AVoF-Formel zur Werbewertbestimmung angewendet und validiert.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit der Differenzierung für Druckereien und betont die Bedeutung produktspezifischer Veredelung für den Markenerfolg.
6 Fazit und Bewertung: Abschließend wird festgehalten, dass VAP Zukunft hat, sofern der Einsatz individuell auf das Produkt abgestimmt wird, um eine hochwertige Differenzierung vom Wettbewerb zu erreichen.
Value Added Printing, Druckveredelung, Finishing, Werbewert, Markenkommunikation, Aufwand-Nutzen-Analyse, AVoF-Formel, Printbuyer, Markeninhaber, Qualität, Multisensorik, Produktloyalität, Offsetdruck, Differenzierung, Rentabilität
Die Arbeit untersucht den Aufwand und den Nutzen der Veredelung von Printprodukten und entwickelt ein Werkzeug zur Bewertung des wirtschaftlichen Mehrwerts solcher Maßnahmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Markenkommunikation, der Wirkung von Finishing-Technologien auf den Endverbraucher und der quantitativen Kosten-Nutzen-Analyse für Printbuyer.
Das Ziel ist die Erstellung einer statistischen Grundlage und einer Kennzahl (AVoF), um den Werbewert veredelter Produkte objektiv zu begründen und als Argumentationshilfe gegen Preisdumping zu dienen.
Es wurden primär empirische Methoden genutzt, namentlich eine Befragung von 107 Personen auf der drupa 2008 sowie eine umfassende Online-Umfrage unter 406 Branchenexperten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen zu VAP und Marke sowie einen speziellen Teil, der die Umfrageergebnisse auswertet und die Berechnungsmethode für den AVoF-Wert (Advertising Value of Finishing) detailliert darlegt.
Kernbegriffe sind Value Added Printing, Druckveredelung, Werbewert, AVoF-Formel, Markenkommunikation und Rentabilität.
Die AVoF-Formel (Advertising Value of Finishing) berechnet den Veredelungs-Werbewert basierend auf Faktoren wie Preis- und Qualitäts-Impression, Verpackungseffekt und Produktloyalität, um die Rentabilität von Veredelungen messbar zu machen.
Der Autor warnt davor, dass "weniger oft mehr" ist; eine Veredelung muss zwingend zum Produkt, zur Zielgruppe und zum Inhalt passen, da ansonsten eine unerwünschte Wirkung erzielt werden kann.
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