Magisterarbeit, 2009
96 Seiten, Note: 1,7
1. Vorwort
2. Inhaltliche und sprachliche Analyse des Romans „Fusang“ (“The Lost Daughter of Happiness”)
2.1. Biographie der Autorin Yan Geling
2.2. „Slave Girl in Holiday Attire“ – Die Entstehung des Romans
2.3. Das Leben einer chinesischen Prostituierten – Inhalt des Romans
2.4. Textanalyse des Romans
2.4.1. Die auktoriale Erzählperspektive
2.4.2. Die Ich-Du-Perspektive
3. Hintergründe der Romanhandlung: Chinesische Immigranten in den Vereinigten Staaten von Amerika
3.1. Von Kanton nach Kalifornien: Ursachen chinesischer Emigration
3.1.1. Naturkatastrophen, Epedemien und Aufstände: Ursachen in China
3.1.2. Auf der Suche nach Gold: Ursachen in den USA
3.2. Hoffnung auf Reichtum am Gold Mountain: Chinesische Arbeiter in San Francisco
3.3. Chinatown –Heimat in der Fremde
3.4. Unerwünschte Exoten
3.4.1.Erste antichinesische Bewegungen in Kalifornien
3.4.2. Gewalt gegen die unwillkommenen Gäste
3.4.3. Der Page Act und die Chinese Exclusion Laws
4. „Massenimportgut“ Chinesin – Darstellung von Frauenhandel und Prostitution in Fusang
4.1. Gründe für den Boom chinesischer Prostitution
4.1.1. Prostitution in China
4.1.2. Die Bachelor-Gesellschaft in Chinatown
4.2. Beschaffung und Verkauf chinesischer Frauen
4.2.1. Methoden der Menschenhändler
4.2.2. Das Schiff in die Gefangenschaft
4.2.3. Ankunft auf Angel Island
4.2.4. Verkauft an den Höchstbietenden
4.3. Das Leben der Prostituierten in Chinatown
4.3.1. Lebensumstände im Bordell
4.3.2. Fremde Exotinnen und „ausländische Teufel“
4.3.3. Christliche Missionen gegen chinesische Prostitution
4.4. Fusang – Eine typische chinesische Prostituierte?
4.5. Rückgang chinesischer Prostitution in San Francisco
4.6. Prostitution als Mit-Ursache des negativen Chinesenbilds
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Yan Gelings Roman "Fusang" im Hinblick auf die historische Darstellung des Lebens chinesischer Einwanderer in San Francisco im 19. Jahrhundert, insbesondere den Handel mit Frauen und deren Prostitution.
2.4.1. Die auktoriale Erzählperspektive
Die Geschichte Fusangs wird dem Leser von der auktorialen Erzählerin übermittelt. Sie ist mit der Erzählerin der Ich-Perspektive identisch: Eine chinesische Schriftstellerin, die ein Buch über Fusangs Leben schreibt. Als auktoriale Erzählerin ist sie jedoch nicht selbst Teil der Geschichte, sondern schildert diese allwissend von außen. Die Gefühle und Handlungen der Figuren beschreibt sie in der dritten Person.
Auf den Leser wirkt die auktoriale Erzählerin oft mit der Autorin identisch. Diese scheinbare Verschmelzung lässt sich dadurch erklären, dass die fiktive Schriftstellerin zu Beginn des Romans – in der Ich-Perspektive - ihr Projekt vorstellt: Die Schilderung von Fusangs Leben. Nach Monika Fludernik ist es typisch für die auktoriale Erzählsituation, dass „der Erzähler sich als Autor geriert“.28 Als auktoriale Erzählerin nimmt die Schriftstellerin zwar nicht an der Handlung teil, hat aber aufgrund der Ich-Erzählperspektive eine klar definierte Identität. Eine Identität, die viele Parallelen zur Autorin Yan Geling aufweist, worauf ich in Kapitel 2.4.2. eingehen werde.
Die auktoriale Erzählung nimmt den größeren Teil des Romans ein. Sie beginnt – nach der ersten Ich-Du-Erzählung – mit einer Szene in Fusangs Zimmer im Bordell. Die Prostituierte wartet seit über einem Monat auf einen Freier. Als der zwölfjährige Chris erscheint, ist Fusang zunächst überrascht, lässt es sich ihm gegenüber allerdings nicht anmerken.
1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der chinesischen Einwanderung und Vorstellung des Romans „Fusang“ im Kontext historischer Diskriminierung.
2. Inhaltliche und sprachliche Analyse des Romans „Fusang“ (“The Lost Daughter of Happiness”): Untersuchung der Entstehung, Biografie der Autorin und grundlegende erzähltheoretische Analyse des Romans.
3. Hintergründe der Romanhandlung: Chinesische Immigranten in den Vereinigten Staaten von Amerika: Detaillierte Darstellung der Emigrationsursachen und der sozioökonomischen Situation chinesischer Arbeiter in den USA.
4. „Massenimportgut“ Chinesin – Darstellung von Frauenhandel und Prostitution in Fusang: Kernanalyse des Frauenhandels, der Lebensumstände in Bordellen und der historischen Hintergründe der chinesischen Prostitution.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Korrelation zwischen Romanhandlung und historischen Gegebenheiten sowie Reflexion über die Situation chinesischer Amerikaner.
Fusang, Yan Geling, Chinatown, San Francisco, chinesische Immigration, Frauenhandel, Prostitution, chinesische Prostituierte, Diskriminierung, Rassismus, Chinese Exclusion Act, Auktoriale Erzählperspektive, Ich-Du-Erzählung, Goldrausch, Missionarinnen.
Die Arbeit analysiert Yan Gelings Roman „Fusang“ im Kontext der realen historischen Bedingungen chinesischer Einwanderer im San Francisco des 19. Jahrhunderts.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Erzählperspektiven des Romans, den sozioökonomischen Ursachen der Emigration aus Kanton sowie der Darstellung und Praxis von Frauenhandel und Prostitution.
Das Ziel ist ein Vergleich zwischen der literarischen Darstellung in „Fusang“ und den historischen Fakten, um aufzuzeigen, wie realitätsnah der Roman die schwierige Lage chinesischer Immigranten abbildet.
Es werden eine erzähltheoretische Textanalyse des Romans sowie eine historische Aufarbeitung der Immigration und Diskriminierung Chinesen in den USA vorgenommen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche und sprachliche Analyse des Romans sowie eine detaillierte Erörterung der Lebensbedingungen chinesischer Arbeiter und Prostituierter im historischen Kontext.
Zu den zentralen Begriffen zählen Migration, Prostitution, Frauenhandel, Rassismus, Chinatown, Chinese Exclusion Laws und literarische Erzählweise.
Der Frauenhandel war historisch ein massives soziales Problem in Chinatown, das zudem von zeitgenössischen antichinesischen Bewegungen als Argument gegen chinesische Einwanderer genutzt wurde.
Fusang zeigt eine bemerkenswerte Passivität und Gleichgültigkeit gegenüber ihrem Schicksal, was sie laut Analyse vor dem psychischen Zerbrechen schützt, an dem viele andere Prostituierte scheiterten.
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