Diplomarbeit, 2009
104 Seiten, Note: 2,0
1) Einleitung
2) Kompetenz als Ziel beruflicher Bildung
2.1) Der Kompetenzbegriff
2.2) Kompetenz in den Ordnungsmitteln
2.3) Die Bedeutung der Berufsschule für den Kompetenzerwerb
2.4) Kompetenzmodelle
3) Kompetenz und Leistungsdiagnostik
3.1) Grundlegende Probleme der Kompetenzmessung
3.1.1) Funktionen der Leistungsmessung
3.1.2) Testtheoretische Gütekriterien
3.1.3) Prüfungsformen und Prüfungsmethoden
3.1.4) Beurteilungsfehler
3.2) Anforderungen an Aufgaben zur Diagnostik beruflicher Handlungskompetenz von Berufsschülern
4) Formen der Kompetenzmessung an der Berufsschule
4.1) Aktueller Stand der Kompetenzmessung an Berufsschulen
4.2) Klassische Verfahren aus der Schul- und Prüfungspraxis
4.2.1) Schriftliche Prüfungen zur Erfassung von Handlungskompetenz
4.2.2) Mündliche und praktische Prüfungen zur Erfassung von Handlungskompetenz
4.3) Neuere Verfahren für die Schul und Prüfungspraxis
4.3.1) Situationsaufgaben
4.3.2) Evaluationssaufgaben
4.3.3) Erweiterte Verhaltensbeobachtungen
4.4) Verfahren aus der Personalauswahl und –Entwicklung
4.4.1) Das Bambeck Competence Instrumet (BCI
4.4.2) Das Leistungsmotivationsinventar (LMI
4.4.3) Das hamet2 Verfahren, Modul
5) Fazit
Diese Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Kompetenzmessung an Berufsschulen und in Abschlussprüfungen. Ziel ist es, zu analysieren, ob bestehende klassische Verfahren ausreichen oder ob neue, in der Personalauswahl erprobte Methoden, die Qualität der Kompetenzdiagnostik steigern können.
2.1) Der Kompetenzbegriff
Der Begriff Kompetenz ist zu einem Modebegriff geworden, welcher laut Meinung einiger Autoren derart unspezifisch und allumfassend verwendet wird, dass er damit eigentlich inhaltsleer geworden ist (vgl. z.B. Arnold 2002; Geißler/ Orthey 2002). Trotz der häufigen und oft unspezifischen Verwendung des Kompetenzbegriffs lassen sich einige wesentliche Merkmale herausstellen:
Kompetenz zeigt sich in der Bewältigung von Aufgaben (Performanz des Handelns), wird aber als Disposition interpretiert (vgl. Sloane/ Dilger 2005, S. 12f.). Somit ist Kompetenz auf der einen Seite kontextualisiert und spezifisch, auf der anderen Seite aber auf Transfer und Verallgemeinerung angelegt und bezieht sich dabei sowohl auf Handlungsvollzüge als auch auf die den Handlungsvollzügen zugrunde liegenden mentalen Prozessen wie Kognition, Motivation, Volition, Wissen und Können (vgl. Klieme/ Hartig 2007, S.13).
Die Herausforderung für die Kompetenzdiagnostik besteht zum großen Teil darin, von der extern gezeigten Performanz auf die intern vorhandenen Dispositionen zu schließen. Da menschliches Verhalten nicht nur situationsspezifisch ist, sondern auch relativ situationsüberdauernd beobachtet werden kann, ist es notwendig, beide Aspekte zu berücksichtigen (vgl. Holtz 2005, S. 23). Über eine einzelne Messung auf langfristig vorhandene Dispositionen zu schließen erscheint daher schwierig.
1) Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Wandel in der beruflichen Bildung hin zur Handlungskompetenz und die damit einhergehende Notwendigkeit, moderne Messverfahren an Berufsschulen zu etablieren.
2) Kompetenz als Ziel beruflicher Bildung: Dieses Kapitel definiert den Kompetenzbegriff, beleuchtet dessen Einbettung in Ordnungsmittel und analysiert die Rolle der Berufsschule sowie relevante Kompetenzmodelle.
3) Kompetenz und Leistungsdiagnostik: Es werden grundlegende Probleme der Kompetenzmessung, zentrale Funktionen der Leistungsmessung sowie testtheoretische Gütekriterien und Fehlerquellen bei der Bewertung analysiert.
4) Formen der Kompetenzmessung an der Berufsschule: Eine Bestandsaufnahme traditioneller sowie neuerer Verfahren (wie Situations- und Evaluationsaufgaben) erfolgt unter kritischer Prüfung ihrer Eignung für den Einsatz an Berufsschulen.
5) Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für einen Methodenmix, der durch eine stärkere prozessbegleitende Beobachtung und eine bessere Operationalisierung Kompetenzen ganzheitlich erfassbar macht.
Kompetenzmessung, Handlungskompetenz, Berufsschule, Leistungsdiagnostik, Testtheorie, Validität, Reliabilität, Situationsaufgaben, Evaluationsaufgaben, Personalauswahl, Bambeck Competence Instrument, Leistungsmotivationsinventar, berufliche Bildung, Prüfungspraxis, Feedbackkultur
Die Arbeit untersucht die Qualität der Kompetenzmessung an Berufsschulen und in Abschlussprüfungen und analysiert, wie diese durch moderne Diagnostikmethoden verbessert werden kann.
Zentrale Felder sind die Definition von Handlungskompetenz, die Analyse klassischer Prüfungsformen sowie die Bewertung neuerer Ansätze aus der betrieblichen Personalauswahl.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Prüfungspraxis, um dem Anspruch der beruflichen Handlungskompetenz gerecht zu werden.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturstudie zum Kompetenzbegriff, zu Testgütekriterien und zu bestehenden Messverfahren basiert.
Der Hauptteil widmet sich den Problemen der Leistungsdiagnostik, der kritischen Bestandsaufnahme bestehender Prüfungsformen und der Eignungsprüfung alternativer Verfahren.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Handlungskompetenz, Kompetenzdiagnostik, Validität, Berufsschule und Methodenmix.
Sie dienen als praktische Beispiele, um zu verdeutlichen, wie verschiedene Kompetenzbereiche (z. B. soziale Kompetenz, Leistungsmotivation) methodisch operationalisiert werden können.
Das BCI wird als besonders geeignet eingestuft, da es ökonomisch ist und auch affektive Kompetenzen erfasst, die in klassischen Prüfungen oft zu kurz kommen.
Da Kompetenzen Dispositionen sind, lassen sie sich nur valide über eine Summe von Beobachtungen in unterschiedlichen Situationen und über einen längeren Zeitraum erfassen.
Sie konzentrieren sich häufig zu stark auf träges Faktenwissen und werden den Anforderungen einer ganzheitlichen beruflichen Handlungskompetenz oft nicht gerecht.
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