Masterarbeit, 2023
162 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
Teil I: Theoretischer Rahmen
2 Einführung in das betriebliche Gesundheitsmanagement
2.1 Gesundheit und betriebliches Gesundheitsmanagement
2.2 Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements
2.3 Aufbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements
2.4 Zusammenfassung
3 Stress in der heutigen Arbeitswelt
4 Achtsamkeit
4.1 Ursprünge der Achtsamkeit
4.2 Gegenwärtige Entwicklung
4.3 Definitionen und Konzepte von Achtsamkeit
4.3.1 Meditative Achtsamkeit
4.3.2 Sozial-kognitive Achtsamkeit
4.3.3 Achtsamkeit im therapeutischen Bereich
4.4 Achtsamkeit im Arbeitsalltag
4.5 Zusammenfassung
5 Die Implementierung von Achtsamkeit im Unternehmen
5.1 Allgemeine Rahmenbedingungen
5.2 Trainingssetting
5.3 Trainer:in
5.4 Unternehmen
5.5 Teilnehmende
5.6 Zusammenfassung
6 Stand der Forschung
Teil II: Methodische Aspekte des Forschungsvorhabens
7 Forschungsfrage
8 Stichprobe
9 Auswahl und Beschreibung der Forschungsmethode
9.1 Das Leitfadeninterview
9.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
9.3 Deduktive Kategorienanwendung/Strukturierende Inhaltsanalyse
Teil III: Darstellung der Ergebnisse und Diskussion
10 Ergebnisdarstellung und Diskussion
10.1 Fallbezogene Ergebnisdarstellung
10.1.1 Fallbezogene Analyse von B1
10.1.2 Fallbezogene Analyse von B2
10.1.3 Fallbezogene Analyse von B3
10.1.4 Fallbezogene Analyse von B4
10.2 Fallübergreifende Analyse der Ergebnisse und Diskussion
10.2.1 Kategorie 1: Rahmenbedingungen des Unternehmens
10.2.2 Kategorie 2: Voraussetzungen von potenziell Teilnehmenden
10.2.3 Kategorie 3: Unternehmen
10.2.4 Kategorie 4: Wünsche und Bedürfnisse
10.2.5 Kategorie 5: Individuelles Stresserleben
10.2.6 Kategorie 6: Gründe für Nichtnutzung
11 Schlussbetrachtung
12 Literatur
Ziel dieser Arbeit ist es, die Gründe zu explorieren, warum Mitarbeitende in Unternehmen Achtsamkeitsangebote nicht nutzen, obwohl diese von ihrem Arbeitgeber bereitgestellt werden. Die Arbeit untersucht die individuellen und organisationalen Barrieren, die der Partizipation an solchen Programmen entgegenstehen.
Die heutige Achtsamkeitsgesellschaft
Das Thema „Stress“ ist in der heutigen Zeit allgegenwärtig. 2021 litt laut einer Studie der Techniker Krankenkasse jede vierte Person in Deutschland häufig unter Stress. 64 Prozent der Menschen klagten zumindest manchmal darüber, sodass seit der letzten Studie im Jahr 2016 eine weitere Zunahme zu verzeichnen ist (TK-Stressstudie, 2021, S. 8). Die Ursachen für das Stresserleben von Menschen sind dabei vielfältig. Als Hauptfaktoren lassen sich die Schule, das Studium und der Beruf sowie an die eigene Person gestellte Ansprüche nennen (TK-Stressstudie, 2021, S. 16). Stress ist in verschiedenen Teilen des alltäglichen Lebens präsent und entwickelt sich zunehmend zu einem gesellschaftspolitischen und gesundheitlichen Problem (Chang-Gusko, 2019, S. 3). Gängige Werte und Normen müssen durch Globalisierung, Instabilität, Konkurrenzdenken und neue Informations- und Kommunikationstechnologien neu bewertet werden und lösen dadurch keine körperliche, sondern eine zunehmende psychische Forderung aus, die nicht nur am Arbeitsplatz stattfindet (Hiendl, 2016, S. 12). Dieser Wandel hat gleichzeitig positive Seiten, wie beispielsweise die Erleichterung von Reisen in ferne Länder, den unkomplizierten Zugang zu Informationen oder vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten mit Menschen weltweit. Dennoch können Einzelpersonen durch die ständigen Veränderungen, die mit Unsicherheiten, Druck und der Überschneidung von privatem und beruflichem Leben gepaart sind, leicht ihre persönlichen Grenzen erreichen (Chang-Gusko, 2019, S. 3).
Die heutige Gesellschaft hat folglich mit einer regelrechten „Epidemie“ (Chang-Gusko, 2019, S. 4) arbeitsbedingten Stresses umzugehen. Darunter leidet nicht nur die Gesundheit von Mitarbeitenden, sondern es entstehen zusätzlich betriebswirtschaftliche Nachteile, die sich durch den Verlust von Produktivität in Form von ansteigendem Präsentismus, Absentismus und erhöhter Mitarbeiterfluktuation auswirken (Mainka-Riedel, 2013, S. 23 f.). Parallel dazu entwickelt sich die Fähigkeit der Stressbewältigung zu einer bedeutenden Voraussetzung, um die Gesundheit und Produktivität von Mitarbeitenden zu erhalten. Der Bedarf zur Implementierung eines bedarfsgerechten Gesundheitsmanagements in Organisationen und Unternehmen, welches neben physischen vor allem psychische Belastungen bei der Arbeit berücksichtigt, wird in immer größerem Maß anerkannt (Ulich & Wülser, 2018, S. 23 f.).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des zunehmenden arbeitsbedingten Stresses ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Nichtnutzung betrieblicher Achtsamkeitsangebote.
2 Einführung in das betriebliche Gesundheitsmanagement: Hier werden die Grundlagen, Ziele und der Aufbau von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Unternehmen definiert und theoretisch eingeordnet.
3 Stress in der heutigen Arbeitswelt: Dieses Kapitel beleuchtet die Ursachen und Auswirkungen von arbeitsbedingtem Stress und dessen Bedeutung für die moderne Leistungsgesellschaft.
4 Achtsamkeit: Hier werden die Ursprünge, die historische Entwicklung sowie verschiedene Definitionen und Konzepte von Achtsamkeit detailliert erläutert.
5 Die Implementierung von Achtsamkeit im Unternehmen: Dieses Kapitel diskutiert praxisrelevante Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen, die für eine erfolgreiche Einführung von Achtsamkeitsprogrammen entscheidend sind.
6 Stand der Forschung: Hier werden relevante Meta-Analysen und Studien präsentiert, welche die Wirksamkeit von Achtsamkeitsmaßnahmen im Arbeitsumfeld nachweisen.
7 Forschungsfrage: Dieses Kapitel operationalisiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit auf Basis der theoretischen Vorüberlegungen.
8 Stichprobe: Hier werden der Aufbau der Stichprobe und die Auswahlkriterien der befragten Experten für die qualitative Untersuchung dargelegt.
9 Auswahl und Beschreibung der Forschungsmethode: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen mittels Leitfadeninterviews und qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring begründet.
10 Ergebnisdarstellung und Diskussion: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Interviews, unterteilt in fallbezogene Analysen und eine fallübergreifende Kategorienstruktur.
11 Schlussbetrachtung: Zum Abschluss werden die Ergebnisse synthetisiert, die Forschungsfrage beantwortet und Implikationen für die weitere Forschung aufgezeigt.
Achtsamkeit, betriebliches Gesundheitsmanagement, Stress, Arbeitswelt, Psychische Gesundheit, qualitative Inhaltsanalyse, Leitfadeninterview, Mitarbeitergesundheit, Stressbewältigung, Unternehmenskultur, Implementierung, Arbeitsplatz, Resilienz, Präsentismus, Organisationsentwicklung
Die Arbeit untersucht, warum Mitarbeitende in Unternehmen, in denen ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert ist, angebotene Achtsamkeitskurse nicht in Anspruch nehmen.
Die zentralen Felder umfassen das betriebliche Gesundheitsmanagement, die Auswirkungen von Stress in der modernen Arbeitswelt sowie die theoretische und praktische Anwendung von Achtsamkeit in Organisationen.
Das Ziel ist, Gründe für die Nichtnutzung von Achtsamkeitsangeboten zu identifizieren. Die Forschungsfrage lautet: „Wieso nutzen manche Personen Achtsamkeitsübungen nicht, obwohl sie ihnen von ihrem Arbeitgeber angeboten werden?“
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews (Leitfadeninterviews) basiert und deren Daten mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen (Konzepte, Stress, Implementierung), methodische Aspekte der Forschung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Achtsamkeit, Stressbewältigung, psychische Gesundheit, betriebliches Gesundheitsmanagement und organisationale Rahmenbedingungen.
Die Befragten gaben an, dass eine aktive Unterstützung oder zumindest das Vorleben der Achtsamkeitskultur durch Vorgesetzte eine wichtige Motivationsquelle für die Teilnahme darstellen könnte.
Die Ergebnisse zeigen, dass Flexibilität bei den Kurszeiten (z. B. Wunsch nach Abend- oder Morgenkursen statt Mittagspause) und die Verfügbarkeit von geschützten, neutralen Räumlichkeiten für die Akzeptanz der Angebote entscheidend sind.
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