Examensarbeit, 2009
91 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Fachliche Grundlagen: Axolotl (Ambystoma mexicanum)
2.1 Ursprüngliche Herkunft und Einführung nach Europa
2.2 Stammbaum
2.3 Natürlicher Lebensraum
2.4 Morphologie
2.4.1 Körperbau und Größenverhältnisse
2.4.2 Kopf
2.4.3 Rumpf
2.4.4 Extremitäten
2.4.5 Schwanz
2.5 Neotenie
2.6 Regeneration
2.7 Verhalten
2.7.1 Fortbewegung
2.7.2 Ruheverhalten
2.7.3 Atmung
2.7.4 Aufnahme der Nahrung
2.7.5 Sozialverhalten
2.7.6 Revierverhalten und Kannibalismus
2.8 Fortpflanzung
2.9 Haltung
2.9.1 Bodengrund
2.9.2 Pflanzen
2.9.3 Wasserwerte
2.9.3.1 pH-Wert (pondus Hydrogenii)
2.9.3.2 Sauerstoff (O2)
2.9.4 Temperatur
2.9.5 Fütterung und Futteraufnahme
2.9.6 Biologisches Gleichgewicht im Aquarium
2.9.7 Einrichten eines Axolotl-Aquariums
2.9.7.1 Einfüllen des Bodengrundes
2.9.7.2 Einfüllen des Wassers
2.9.7.3 Bepflanzen und Verschönern
2.9.7.4 Einfahrzeit
3. Didaktische Analyse
3.1 Lernen
3.2 Gedächtnis und Wissen
3.3 Motivation
3.4 Interesse
3.5 Fachgemäße Arbeitsweisen
3.6 Medien
3.7 Originale Begegnung
3.7.1 Tierhaltung in der Schule
3.7.2 Der Axolotl als Schultier
3.8 Hypothesen
4. Methoden
4.1 Beschreibung der Probanden
4.2 Ablauf der Testerhebung
4.3 Planung der Unterrichtseinheiten
4.3.1 Experimentalgruppe: Artikulation und Unterrichtsverlauf
4.3.1.1Artikulationsschema
4.3.1.2 Kommentare zum Unterrichtsverlauf
4.3.2 Kontrollgruppe: Artikulation und Unterrichtsverlauf
4.3.2.1 Artikulationsschema
4.3.2.2 Kommentare zum Unterrichtsverlauf
4.4 Interessenentwicklung
4.4.1 Erhebung
4.4.2 Auswertung
4. 5 Wissenszuwachs und Lernleistung
4.5.1 Erhebung mittels geschlossener Fragen
4.5.2 Auswertung
4.5.3 Erhebung durch Beurteilung der angefertigten Bilder
4.5.4 Auswertung der Bilder
5. Ergebnisse
5.1 Interessenentwicklung
5.2 Durchschnittlicher Wissenszuwachs
5.3 Kriterien der Bilder
6. Diskussion
6.1. Unterrichtseinheiten
6.2. Interesse
6.3 Lernleistung und Wissenszuwachs
Die Arbeit untersucht die Effektivität des Einsatzes von Axolotl im Biologieunterricht einer vierten Grundschulklasse, wobei ein direkter Vergleich zwischen originaler Begegnung mit lebenden Tieren und der Vermittlung durch Medienunterricht gezogen wird, um den Einfluss auf Wissenszuwachs, Behaltensleistung und Interessenentwicklung zu evaluieren.
2.4 Morphologie
Von Ambystoma mexicanum existieren keine weiteren Unterarten. Im Freiland gibt es soweit bekannt ausschließlich den Wildtyp, der eine schwarz-graue bis braune Grundfärbung aufweist, die dorsal am dunkelsten ist und ventral heller wird (Wistuba 2008, 62). Der Körper, einschließlich der Kiemen und Beine ist zum Schwanz hin zunehmend von unterschiedlich großen dunklen bis schwarzen Punkten bzw. Flecken bedeckt, die sich in ihrer Anzahl und Ausprägung bei den einzelnen Individuen unterscheiden. Oft laufen diese an den Seiten und besonders am Schwanz ineinander und erzeugen den Eindruck einer unregelmäßigen Marmorierung (Herrmann 1994, 111). Im Laufe der Zeit haben sich durch diverse Nachzuchten und Kreuzungen verschiedene Farbschläge herausgebildet (Wistuba 2008, 59).
Obwohl bereits die erste Fangexpedition weiße Tiere mitbrachte, ist es unwahrscheinlich, dass sich Albinos in freier Wildbahn vermehren, da andersartig oder besonders auffällig gefärbte Exemplare stets einem stärkeren Prädationsdruck ausgesetzt und deshalb selektiv benachteiligt sind. In Gefangenschaft stellt der genetisch bedingte Melaninmangel, der den Albinismus verursacht jedoch keinen Nachteil dar. Allerdings sind weiße Axolotl, die als Variante sehr beliebt sind, keine Vollalbinos, denn sie bilden teilweise eine Pigmentierung aus, was zu einer Färbung der Augen, der oberen Kopfseite, der Beine und der Kiemen führt (ebd., 62 ff.). Auf Farbvarianten, die mittels Hybridisierung, also Kreuzung mit anderen Arten entstanden sind, wird im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen, da es sich nicht mehr um Axolotl im engeren Sinne handelt.
Die fünf Exemplare, die im Rahmen dieser Arbeit beobachtet und im Unterricht eingesetzt wurden entsprechen dem Wildtyp.
1. Einleitung: Diese Arbeit begründet die pädagogische Relevanz der Einbeziehung lebender Tiere, speziell des Axolotls, in den Unterricht zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Naturbegegnung.
2. Fachliche Grundlagen: Axolotl (Ambystoma mexicanum): Dieses Kapitel bietet einen umfassenden biologischen Überblick über das Tier, von seiner Herkunft über seine Morphologie und das besondere Phänomen der Neotenie bis hin zu detaillierten Anforderungen an eine artgerechte Haltung im Aquarium.
3. Didaktische Analyse: Hier werden die theoretischen Rahmenbedingungen für schulisches Lernen, Motivation und Interesse sowie die spezifische Methodik des Beobachtens und der originalen Begegnung im Biologieunterricht erörtert.
4. Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Charakteristik der teilnehmenden vierten Klassen sowie die konkreten Erhebungsmethoden für Interessenentwicklung und Wissenszuwachs.
5. Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden präsentiert und zeigen, dass originale Begegnungen kognitive Lernleistungen und die Beobachtungskompetenz stärker fördern als reiner Medienunterricht.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei festgestellt wird, dass emotionale Faktoren und die Art der Tierbegegnung einen signifikanten, jedoch komplexen Einfluss auf den Lernerfolg und das Schülerinteresse haben.
7. Anhang: Enthält ergänzende Dokumente, das Literaturverzeichnis, Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse sowie die verwendeten Unterrichtsmaterialien.
Axolotl, Biologieunterricht, originale Begegnung, Neotenie, Haltung, Grundschule, Beobachtungskompetenz, Interessenentwicklung, Wissenszuwachs, Medienunterricht, Lernleistung, Fachdidaktik, Amphibien, Artenschutz, Didaktik.
Die Arbeit untersucht die pädagogische Wirksamkeit von Axolotl als lebende Anschauungsobjekte im Biologieunterricht der vierten Grundschulklasse, insbesondere im Vergleich zwischen originaler Begegnung und reinem Medienunterricht.
Neben biologischen Fakten über den Axolotl (Morphologie, Neotenie, Haltung) steht die fachdidaktische Untersuchung von Lernprozessen, Motivationsaspekten und Methoden zur Förderung der Beobachtungskompetenz im Vordergrund.
Es wird untersucht, ob originale Begegnungen mit dem Tier zu einer höheren Lernleistung, einem größeren Wissenszuwachs und einer stärkeren Interessenentwicklung bei Grundschülern führen als ein Unterricht, der lediglich auf Medien gestützt ist.
Die Autorin führt eine empirische Vergleichsstudie zwischen einer Experimentalgruppe (mit lebenden Tieren) und einer Kontrollgruppe (nur Medien) durch, unter Verwendung von Pre-, Post- und Follow-Up-Tests sowie Bildanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Fundierung zum Axolotl und eine didaktische Analyse, die Lerntheorien, Interessenforschung und konkrete Unterrichtsplanungen (Artikulationsschemata) umfasst.
Wichtige Begriffe sind: Axolotl, originale Begegnung, Neotenie, Beobachtungskompetenz, Biologiedidaktik, kognitive Lernleistung und Interessenentwicklung.
Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder, die die Tiere direkt beobachten konnten, signifikant detailreichere und akkuratere Zeichnungen anfertigten als die Kontrollgruppe, die nur Medien nutzte.
Nein, der erhoffte generelle Anstieg des Interesses durch die Arbeit mit dem lebenden Tier konnte empirisch nicht eindeutig bestätigt werden, was die Autorin auf methodische Limitationen der Erhebungsinstrumente zurückführt.
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