Bachelorarbeit, 2019
135 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problematik
1.2 Motivation
1.3 Zielsetzung
1.4 Aufbau der Bachelor Thesis
2 Kinder- und Jugendhilfe FLOW gGmbH
2.1 Leitbild
2.2 Ziele
2.3 Struktur
3 Ambulante Jugendhilfe
3.1 Sozialpädagogische Familienhilfe
3.2 Hilfeplanverfahren
3.3 Kindeswohlgefährdung
3.4 Tandem
4 Selbstfürsorge
4.1 Ziele der Selbstfürsorge für Menschen in helfenden Berufen
4.1.1 Verhinderung von Fehlbelastung
4.1.2 Vorbeugung arbeitsbedingter Erkrankungen
4.1.3 Verbesserung des Umgangs mit Belastungen
4.1.4 Vermeidung negativer Rückwirkung auf die Klienten
4.1.5 Vermeidung negativer Rückwirkung auf das soziale Umfeld
4.1.6 Erhaltung von Neugierde, Interesse und Freude
5 Gesundheit
5.1 Definition
6 Stress
6.1 Stressoren
6.1.1 Psychische Stressoren
6.1.2 Aufgabenbezogene Stressoren
6.1.3 Arbeitsbezogene Stressoren
6.1.4 Soziale Stressoren
6.1.5 Veränderungsbezogene Stressoren
6.2 Stressreaktionen
6.3 Stressverstärker
6.4 Positiver Stress
7 Trauma
7.1 Sekundäre Traumatisierung
8 Krise
9 Depression
9.1 Depressive Verstimmungen
9.2 Depressive Antriebsstörungen
9.3 Depressive Denkstörungen
9.4 Körperliche Symptome
10 Burnout
10.1 Definition
10.2 Entstehung
10.3 Indikatoren
10.4 Phasen
10.5 Burnout-Therapie
11 Resilienz
11.1 Soziale Kontakte
11.2 Keine Panik!
11.3 Veränderungen akzeptieren
11.4 Ziele erreichen
11.5 Entschlossenheit
11.6 Selbstfindung
11.7 Selbstvertrauen
11.8 Perspektiven
11.9 Optimismus
11.10 Achtsamkeit
12 Qualitative Forschung
12.1 Definition
12.2 Grundlagen
13 Gütekriterien qualitativer Sozialforschung
13.1 Verfahrensdokumentation
13.2 Argumentative Interpretationsabsicherung
13.3 Regelgeleitetheit
13.4 Nähe zum Gegenstand
13.5 Kommunikative Validierung
13.6 Triangulation
14 Ethische Grundsätze
14.1 Respekt vor der Autonomie des Patienten
14.2 Nicht-Schaden
14.3 Fürsorge, Hilfeleistung
14.4 Gleichheit und Gerechtigkeit
15 Grounded Theory
16 Datenerhebung mittels narrativer Interviews
16.1 Ablauf narrativer Interviews
16.2 Transkription narrativer Interviews
17 Forschungsplan
17.1 Auswahl der Informanten
17.2 Anzahl der Interviews
17.3 Dauer der Interviews
17.4 Vorgespräch
17.5 Erzählstimulus
17.6 Erklärung zur Durchführung eines narrativen Interviews
18 Auswertung der durchgeführten Interviews
18.1 Beschreibung der Situation
18.2 Psychische Belastungen
18.3 Innere Konflikte
18.4 Körperliche und psychische Folgen/Auswirkungen
18.5 Lösungsansätze
18.6 Forderung nach Unterstützung
18.7 Sonstiges
19 Von der Forschung zur praktischen Anwendung
20 Supervision
20.1 Definition
20.2 Supervisor
20.3 Supervisanden
20.4 Systemische Fallsupervision
21 Kollegiale Beratung
21.1 Primärziel der Kollegialen Beratung
21.2 Lösungen für konkrete Praxisprobleme
21.3 Reflexion der beruflichen Tätigkeit
21.4 Ausbau von Schlüsselkompetenzen
21.5 Methoden der Kollegialen Beratung
22 Reframing
23 Expressives Schreiben
23.1 Psychohygienische Blitzlichter
24 Psychohygiene im Team
25 Auszeit, Rückzug, Tagtraum
26 Bewegung und Sport als Ausgleich
27 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, wirksame Methoden zur Erhaltung der seelischen Gesundheit für ambulante Familienhelfer der Kinder- und Jugendhilfe FLOW gGmbH zu identifizieren und auszuarbeiten. Da im Berufsalltag der Einrichtung regelmäßige Supervisionen oft nicht umsetzbar sind, befasst sich die Forschungsfrage damit, welche autonomen Konzepte zur proaktiven Selbstfürsorge und zum Stressabbau von den Mitarbeitern in der Praxis realisiert werden können, um psychischen Belastungen sowie Burnout-Symptomatiken entgegenzuwirken.
18.1 Beschreibung der Situation
Diese Kategorie bezieht sich in erster Linie auf die vom Informanten subjektiv erlebten Situationen und Erlebnisse. Hierzu zählen unter anderem Erlebnisse und Beobachtungen in der direkten Arbeit bzw. im Umgang mit den Klienten, aber auch im Kontakt und Austausch mit den Auftraggebern (z. B. mit dem zuständigen Jugendamt) oder Kollegen und Vorgesetzten. Darüber hinaus werden auch Beobachtungen an den eigenen Verhaltensweisen in diese Kategorie eingeordnet.
I. 1 – Ratlosigkeit und Schwierigkeiten beim Bewerten der Situation
I. 2 – Von Behörden missverstanden fühlen
I. 3 – Verschlimmerung der Situation
I. 18 – Nach Supervision erscheinen Probleme heftiger
I. 22 – Belastung wird spät wahrgenommen
II. 1 – Geschockt von Zuständen in Familie
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik psychischer Belastungen in helfenden Berufen ein und definiert das Forschungsziel der Arbeit: die Entwicklung von Selbstfürsorgemethoden für ambulante Mitarbeiter der KJH FLOW gGmbH.
2 Kinder- und Jugendhilfe FLOW gGmbH: Das Kapitel stellt das Unternehmen, sein Leitbild und seine Struktur dar sowie die Philosophie, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
3 Ambulante Jugendhilfe: Hier werden die Aufgaben der Jugendhilfe, das Hilfeplanverfahren und die ambulante sozialpädagogische Familienhilfe sowie das Tandem-Prinzip detailliert beschrieben.
4 Selbstfürsorge: Dieser Teil beleuchtet die Definition und die Ziele von Selbstfürsorge speziell für Menschen in helfenden Berufen inklusive der Prävention von Fehlbeanspruchungen.
5 Gesundheit: Das Kapitel definiert Gesundheit aus Sicht der WHO und diskutiert das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum als Modell für eine differenzierte Selbstwahrnehmung.
6 Stress: Der Fokus liegt auf der Definition von Stress, der Unterscheidung zwischen Stressoren, Stressreaktionen und Stressverstärkern sowie der Differenzierung von positivem Stress.
7 Trauma: Hier werden die Hintergründe von Traumata in der Sozialen Arbeit sowie das Konzept der sekundären Traumatisierung für Helfer erörtert.
8 Krise: Dieses Kapitel beschreibt Krisen als herausfordernde Lebensumstände und deren Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung sowie deren Auftreten im Arbeitskontext.
9 Depression: Es erfolgt eine medizinisch-psychologische Einordnung depressiver Erkrankungen, unterteilt in Verstimmungen, Antriebsstörungen, Denkstörungen und körperliche Symptome.
10 Burnout: Der Abschnitt erläutert die Entstehung, Indikatoren und Phasen des Burnout-Syndroms und diskutiert therapeutische Ansätze zur Stabilisierung betroffener Helfer.
11 Resilienz: Das Kapitel beschreibt Resilienz als Fähigkeit, stressreiche Situationen ohne Folgeschäden zu bewältigen, und konkretisiert Schutzfaktoren.
12 Qualitative Forschung: Vermittlung theoretischer Grundlagen der qualitativen Sozialforschung, die den wissenschaftlichen Rahmen für die Untersuchung bilden.
13 Gütekriterien qualitativer Sozialforschung: Darstellung der für die Arbeit relevanten Gütekriterien, um die Nachvollziehbarkeit und Qualität der Forschung zu sichern.
14 Ethische Grundsätze: Erörterung der ethischen Prinzipien nach Beauchamp und Childress im Kontext der Forschung mit Mitarbeitern.
15 Grounded Theory: Einführung in die methodische Vorgehensweise der Grounded Theory zur Theoriebildung aus erhobenen Daten.
16 Datenerhebung mittels narrativer Interviews: Beschreibung des narrativen Interviewverfahrens sowie der Anforderungen an den Ablauf und die Transkription.
17 Forschungsplan: Erläuterung der methodischen Planung, einschließlich der Auswahl der Informanten, Zeitrahmen und Fragestellungen.
18 Auswertung der durchgeführten Interviews: Analyse der erhobenen Kodierungen und Kategorien aus den Interviews zu Belastungen, Lösungsansätzen und Unterstützungsforderungen.
19 Von der Forschung zur praktischen Anwendung: Transfer der Forschungsergebnisse in die praktische Anwendbarkeit der psychohygienischen Methoden.
20 Supervision: Analyse des Konzepts der Supervision als Mittel für die Fallreflexion und ihre Relevanz für die KJH FLOW gGmbH.
21 Kollegiale Beratung: Darstellung der kollegialen Beratung als kostengünstige, strukturierte Methode zur Fallreflexion im Team.
22 Reframing: Erläuterung der systemischen Technik des Reframings zur Umdeutung schwieriger Situationen.
23 Expressives Schreiben: Untersuchung der Wirksamkeit des expressiven Schreibens als Instrument zur psychischen Entlastung.
24 Psychohygiene im Team: Diskussion über Möglichkeiten zur Förderung einer unterstützenden Teamkultur trotz limitierter Ressourcen.
25 Auszeit, Rückzug, Tagtraum: Reflexion über die Bedeutung von privaten Rückzugsmöglichkeiten als Schutzstrategie im Arbeitsalltag.
26 Bewegung und Sport als Ausgleich: Analyse körperlicher Aktivitäten als Kanal zur Stressbewältigung für ambulante Helfer.
27 Fazit: Zusammenfassung der Bachelor Thesis und Bewertung der Umsetzbarkeit der recherchierten Methoden in der KJH FLOW gGmbH.
Selbstfürsorge, Jugendhilfe, Psychohygiene, Burnout, Stressbewältigung, Supervision, Kollegiale Beratung, Resilienz, Soziale Arbeit, Familienhilfe, Qualitatives Interview, Expressives Schreiben, Reframing, psychische Gesundheit, Arbeitsbelastung
Die Arbeit untersucht das Thema Selbstfürsorge für Menschen in helfenden Berufen, spezifisch für die ambulante Familienhilfe der Kinder- und Jugendhilfe FLOW gGmbH, um Wege zur Erhaltung deren psychischer Gesundheit zu finden.
Zentrale Themen umfassen die psychischen Belastungen durch berufliche Stressoren, Burnout-Prävention, Resilienzförderung sowie Instrumente und Methoden zur psychohygienischen Entlastung in der sozialen Arbeit.
Das primäre Ziel ist die Suche und Ausarbeitung praxisnaher Methoden zur Erhaltung der psychischen Gesundheit für ambulante Familienhelfer, die auch unter Berücksichtigung der begrenzten finanziellen und zeitlichen Ressourcen des Arbeitgebers implementiert werden können.
Der Autor orientierte sich an der qualitativen Sozialforschung und führte narrative Interviews mit Mitarbeitern durch, um deren subjektive Belastungserfahrungen und Bewältigungsstrategien zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Literaturrecherche zu Stress, Trauma und Burnout sowie einen Forschungsteil, der die Auswertung von Interviews und die Ableitung konkreter, teamorientierter oder individueller Methoden wie kollegiale Beratung oder expressives Schreiben beinhaltet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Selbstfürsorge, Jugendhilfe, Psychohygiene, Stressbewältigung und Supervision beschreiben.
Laut Geschäftsführung ist eine regelmäßige, externe Supervision aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht möglich, weshalb nach internen, realistischen Alternativen wie der kollegialen Beratung gesucht wurde.
Mitarbeiter können die sonst rein funktionalen Wochenberichte nutzen, um eigene Gedanken, Emotionen und Belastungen authentisch niederzuschreiben, was als Ventil ("Frust von der Seele schreiben") und zur Reflexion dient.
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