Masterarbeit, 2022
127 Seiten, Note: 1,2
1 Problematik
1.1 Aufbau der Thesis
2 Forschungsfragen
3 Literaturrecherche
3.1 Vorbereitung
3.2 Wahl der Rechercheorte
3.2.1 Bibliothekskataloge
3.2.2 Elektronische Datenbanken
3.2.3 Wissenschaftliche Suchmaschinen
3.2.4 Experten und Institutionen
3.3 Suchstrategie, Techniken und Methoden
3.4 Deutsches Zentralinstitut für Soziale Fragen
3.5 Ergebnisse der Literaturrecherche
3.5.1 Amthor 2008: Zur Zukunft von Forschung und Lehre
3.5.2 Böwer et al. 2018: Nach vier Wochen, vier und vierzig Jahren
3.5.3 DGSA 2016a: Methoden und Handlungsverfahren in der Sozialen Arbeit
3.5.4 Effinger 2021: Ungewissheitsbewältigung und akad. Professionalität
3.5.5 Hancken 2017: Frischer Wind in der Hochschullehre?!
3.5.6 Kalter 2011: 30 Jahre Projektstudium Soziale Arbeit Uni Duisburg-Essen
3.5.7 Kolleck & Mantey 2005: Wie gut bereitet das Studium auf den Beruf vor?
3.5.8 Kruse 2012: Studium und Praxis Sozialer Arbeit
3.5.9 Moch, Bense & Meyer 2014: Kompetenzen in der Sozialen Arbeit
3.6 Fazit der Literaturrecherche
4 Soziale Arbeit
4.1 Historischer Hintergrund
4.2 Berufsbild
4.3 Handlungsfelder
4.3.1 Kinder und Jugendhilfe
4.3.2 Erziehung und Bildung
4.3.3 Jugendgerichtshilfe und Unterstützung im Vollzug
4.3.4 Quartiersmanagement und Offene Sozialarbeit
4.3.5 Eingliederungs- oder Ausstiegshilfe
4.3.6 Sozialmanagement und Controlling
5 Historische Entwicklung eines Sozialen Studienganges
5.1 Akademisierung
5.2 Diplomstudiengang Soziale Arbeit
5.3 Bologna
6 Studiengang ‚Soziale Arbeit – Bachelor of Arts‘
6.1 Kerncurriculum der DGSA
6.1.1 Fachwissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit
6.1.2 Erweitertes Gegenstands- und Erklärungswissen der Sozialen Arbeit
6.1.3 Normative Grundlagen Sozialer Arbeit
6.1.4 Gesellschaftliche und institutionellen Rahmenbedingungen
6.1.5 Handlungstheorien/Methoden Sozialer Arbeit
6.1.6 Handlungsfelder und Zielgruppen Sozialer Arbeit
6.1.7 Forschung in der Sozialen Arbeit
6.2 Lehrende der Sozialen Arbeit
6.3 Dualer Studiengang
6.3.1 Theorie-Praxis-Verhältnis
6.3.2 Projekt-Kompetenz-Studium an der Steinbeis Hochschule
7 Kompetenzen der Sozialen Arbeit
7.1 Selbstkompetenz / Personalkompetenz
7.2 Sozialkompetenz
7.3 Sach- oder Fachkompetenz
7.4 Methodenkompetenz
8 Schlüsselkompetenzen der Sozialen Arbeit
8.1 Strategische Kompetenz
8.2 Methodenkompetenz
8.3 Sozialpädagogische Kompetenz
8.4 Sozialrechtliche Kompetenz
8.5 Sozialadministrative Kompetenz
8.6 Personale und kommunikative Kompetenz
8.7 Berufsethische Kompetenz
8.8 Sozialprofessionelle Beratung
8.9 Kompetenz zur Praxisforschung und Evaluation
9 Methoden, Konzepte und Haltung der Sozialen Arbeit
9.1 Case-Management / Fallmanagement
9.2 Erlebnispädagogik
9.3 Evaluation und Selbstevaluation in der Sozialen Arbeit
9.4 Empowerment
9.5 Familie im Mittelpunkt
9.6 Jugendhilfeplanung
9.7 Klientenzentrierte Gesprächsführung
9.8 Kollegiale Beratung
9.9 Konfliktmanagement
9.10 Konfrontative Pädagogik
9.11 Lebensweltorientierung
9.12 Mediation
9.13 Multiperspektivische Fallarbeit
9.14 Partizipation
9.15 Selbstfürsorge & Achtsamkeit
9.16 Soziale Netzwerkarbeit
9.17 Sozialpädagogische Beratung
9.18 Sozialpädagogische Diagnosen
9.19 Sozialraumorientierung
9.19.1 ISSAB Universität Duisburg-Essen
9.20 Streetwork
9.21 Supervision und Coaching
9.21.1 Systemische Fallsupervision
9.21.2 Supervision in der Praxisbegleitung
10 Quantitatives Forschungsdesign
10.1 Kinder- und Jugendhilfe FLOW gGmbH
10.2 Erhebungsmethode
10.3 Fragebogenkonstruktion
10.4 Einsatz der Erhebungsmethode
10.5 Auswertungsmethode
10.6 Rücklauf der Fragebögen
11 Datenanalyse
11.1 Beruflicher Alltag
11.1.1 Analyse sozialer Problemlagen
11.1.2 Intervention bei sozialen Problemlagen
11.1.3 Evaluation der Interventionen
11.1.4 Hilfegespräche mit Klient*innen
11.1.5 Moderation und Präsentation
11.1.6 Konflikte mit Klient*innen oder zwischen Klient*innen
11.1.7 Kooperation in Netzwerken
11.1.8 Zusammenarbeit in Teams mit anderen Sozialarbeiter*innen
11.1.9 Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams
11.1.10 Verfassen von Schriftsätzen wie Hilfepläne, Stellungnahmen usw.
11.1.11 Koordination und Organisation von Arbeitsabläufen und Prozessen
11.1.12 Durchführung von Projekten
11.1.13 Offene Frage: Weitere Arbeitsbereiche
11.2 Kompetenzen
11.2.1 Rechtliche Kompetenzen
11.2.2 Theoretische Kenntnisse
11.2.3 Forschungsmethodische Kompetenzen
11.2.4 Handlungsmethodische Kompetenzen
11.2.5 Kompetenzen der Gesprächsführung
11.2.6 Kompetenzen spezifischer Kommunikationstools
11.2.7 Kompetenzen im Bereich der Zusammenarbeit und Kooperation
11.2.8 Kompetenzen hinsichtlich des Verfassens von Schriftsätzen
11.2.9 Kenntnisse der Rahmenbedingungen sozialer Einrichtungen
11.2.10 Kompetenzen in der Projektarbeit
11.2.11 Offene Frage: Weitere Kompetenzen
11.3 Alumnibefragung der FH Würzburg-Schweinfurt
12 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Diskrepanz zwischen den im Studium vermittelten Kompetenzen und den tatsächlichen Anforderungen im Berufsalltag von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern zu beleuchten, um daraus fundierte Ansätze für die Optimierung des berufsintegrierten Bachelorstudiengangs "Soziale Arbeit" an der Steinbeis Hochschule NRW abzuleiten.
1 Problematik
Zwischenmenschliche Fertigkeiten – genauer: Soziale Kompetenzen – erlernt jeder Mensch bereits in seiner frühkindlichen Entwicklung (vgl. Petermann, Wiedebusch 2016, S. 35ff). Der Feinschliff erfolgt im weiteren Leben, demnach gilt u. a. hohe Lebenserfahrung als Voraussetzung für hochentwickelte soziale Kompetenz, denn durch diese erlernen Menschen miteinander zu interagieren, zu kooperieren und friedlich zu koexistieren (vgl. Stenzel, de Veer 2021, S. 4f.). Sozialarbeiter*innen sind im beruflichen Alltag mit zu betreuenden Menschen auf ausgeprägte Sozialkompetenzen angewiesen (vgl. Hafen 2015, S. 7.). Ausgeprägte Sozialkompetenzen lassen sich jedoch nicht durch reinen Wissenserwerb aneignen oder fördern (vgl. Kolleck, Mantey 2005, S. 66). Experten zufolge lässt sich sogar eine der wichtigsten sozialen Kompetenzen, das Einfühlungsvermögen (Empathie) nicht im Studium, sondern erst in der späteren Praxis erlernen bzw. trainieren (vgl. Biallas 2020). Dies scheint auch ein Grund zu sein, warum sich viele Absolvent*innen des Studienganges Soziale Arbeit nicht ausreichend auf ihre spätere Arbeit als Sozialarbeiter*in vorbereitet fühlen bzw. nach Jahren der Berufstätigkeit feststellen, dass sie viele ihrer Kenntnisse und Kompetenzen erst im weiteren Berufsalltag erlernten oder nachträglich durch die Teilnahme an Fort- und/oder Weiterbildungen aneigneten (vgl. Schoneville, Sauerwein, Watson 2010, S. 42f.). So gaben laut einer Befragung von Absolvent*innen des Studienganges Soziale Arbeit der Alice Salomon Hochschule Berlin lediglich 34 % an, in ihrer Arbeit einen Bezug zu ihrem Studium zu finden bzw. auf erlernte Kompetenzen und Kenntnisse aus ihrem Studium zurückzugreifen (vgl. Kolleck, Mantey 2005, S. 64).
Ein Ziel dieser Arbeit ist es diese Diskrepanz genauer zu beleuchten. Dazu wird beschrieben welche soziale Kompetenzen elementar im Berufsalltag von Sozialarbeiter*innen sind, ob sich diese tatsächlich nicht bereits während der Ausbildung oder während des Studiums vermitteln lassen und wie Absolvent*innen des Studienganges der Sozialen Arbeit besser auf die Realitäten im beruflichen Alltag vorbereitet werden können. Dafür wird mithilfe einer ausführlichen Literaturrecherche sowie einer Befragung von Sozialarbeiter*innen aus dem Berufsfeld der Kinder- und Jugendhilfe erörtert, wie sich die Inhalte des Studienganges Soziale Arbeit optimieren lassen. Das letztendliche Ziel ist die Optimierung des berufsintegrierten Studienganges Soziale Arbeit, der im Oktober 2021 an der Steinbeis Hochschule NRW startete.
1 Problematik: Die Arbeit identifiziert die Diskrepanz zwischen akademischer Ausbildung und den praktischen Anforderungen im Berufsalltag der Sozialen Arbeit.
2 Forschungsfragen: Es wird die zentrale Forschungsfrage entwickelt, welche Seminarinhalte für den Erwerb sozialer Kompetenzen basierend auf Expertenangaben optimiert werden können.
3 Literaturrecherche: Dieses Kapitel erläutert die systematische Sichtung und Analyse bestehender Fachliteratur zu Kompetenzen, Konzepten und Studiengestaltung in der Sozialen Arbeit.
4 Soziale Arbeit: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick und definiert das Berufsbild sowie die verschiedenen Handlungsfelder der Profession.
5 Historische Entwicklung eines Sozialen Studienganges: Die Entwicklung von den Anfängen der "Sozialen Frauenschulen" über die Akademisierung bis hin zum Bologna-Prozess wird analysiert.
6 Studiengang ‚Soziale Arbeit – Bachelor of Arts‘: Der Fokus liegt auf dem Kerncurriculum der DGSA, dualen Studienansätzen und dem spezifischen Modell der Steinbeis Hochschule.
7 Kompetenzen der Sozialen Arbeit: Hier werden theoretische Grundlagen zu Selbst-, Sozial-, Fach- und Methodenkompetenz erörtert.
8 Schlüsselkompetenzen der Sozialen Arbeit: Das Kapitel detailliert die vom DBSH formulierten Schlüsselkompetenzen, darunter strategische, sozialpädagogische und sozialrechtliche Fähigkeiten.
9 Methoden, Konzepte und Haltung der Sozialen Arbeit: Eine Zusammenstellung relevanter Ansätze wie Case-Management, Empowerment und Supervision, die für die Praxis essenziell sind.
10 Quantitatives Forschungsdesign: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Befragung von Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe FLOW gGmbH.
11 Datenanalyse: Die erhobenen Befragungsdaten werden deskriptiv ausgewertet und hinsichtlich ihres Bezugs zu den Studieninhalten analysiert.
12 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt konkrete Hinweise zur Optimierung der Studieninhalte und Lehrmethoden.
Soziale Arbeit, Kompetenzentwicklung, Studium Soziale Arbeit, Praxisbezug, Theorie-Praxis-Verzahnung, Projekt-Kompetenz-Studium, Schlüsselkompetenzen, Methodik, Evaluation, Kinder- und Jugendhilfe, Berufsfeldforschung, Studienoptimierung, Berufsalltag, Hochschule, Bildung.
Die Master Thesis untersucht die Anforderungen an Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in der Praxis und gleicht diese mit den Inhalten des Bachelorstudiengangs "Soziale Arbeit" ab, um Optimierungspotenziale für das Studium zu identifizieren.
Die Schwerpunkte liegen auf Kompetenzmodellen in der Sozialen Arbeit, der Entwicklung und den Inhalten des Studiengangs, sowie der Verzahnung von Theorie und Praxis durch duale Studienmodelle.
Das primäre Ziel ist es, durch eine Expertenbefragung und Literaturanalyse konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung des berufsintegrierten Studiengangs an der Steinbeis Hochschule NRW zu geben.
Der Autor nutzt eine Kombination aus systematischer Literaturrecherche und einer quantitativen Befragung (Online-Fragebogen) von Sozialpädagogen in der Kinder- und Jugendhilfe.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von Kompetenzbegriffen, eine Darstellung des historischen und methodischen Rahmens der Sozialen Arbeit sowie eine detaillierte Datenanalyse der durchgeführten Befragung.
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Kompetenzentwicklung, Theorie-Praxis-Transfer, Projekt-Kompetenz-Studium, Evaluation und Berufsfeldanforderungen.
Das "Projekt-Kompetenz-Studium" der Steinbeis Hochschule setzt stark auf den fortlaufenden Transfer von Studieninhalten in reale Projekte des beruflichen Alltags der Studierenden, anstatt nur theoretisches Wissen zu vermitteln.
Die Befragung und Literaturanalyse zeigen, dass Sozialarbeiter aufgrund der hohen psychischen Belastung in ihrem Berufsfeld präventive Methoden zur Burn-out-Prophylaxe und Selbstreflexion für ihre Arbeit als essentiell erachten.
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