Examensarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das Genre Kurzfilm
2.1 Definition und Geschichte des Kurzfilms
2.2 Kurzfilmgattungen
2.3 Der Film als Erzählung
2.4 Die Bedeutung der Kürze für die Erzählung
3 Der Kurzfilm als Gegenstand der Literaturwissenschaft und des fremdsprachigen Literaturunterrichts
3.1 Film als Medium für den Fremdsprachenunterricht
3.2 Film literacy im Fremdsprachenunterricht
3.3 Notwendigkeit und Zielsetzungen der Filmanalyse
4 Filmanalyse
4.1 Theoretische Grundlagen
4.1.1 Analyse des Narrativen
4.1.1.1 Gestaltete Abfolge: Anfang, Hauptteil, Ende
4.1.1.2 Erzählzeit und erzählte Zeit
4.1.1.3 Figuren und Figurenkonstellation
4.1.1.4 Symbolik
4.1.2 Analyse der filmästhetischen Mittel
4.1.2.1 Kamera
4.1.2.2 Montage
4.1.2.3 Licht
4.1.2.4 Musik
4.2 Der Film Quiero ser
4.2.1 Inhaltsangabe
4.2.2 Handlungsverlauf in Sequenzen
4.2.3 Analyse des Narrativen
4.2.3.1 Gestaltete Abfolge: Anfang, Hauptteil, Ende
4.2.3.2 Erzählzeit und erzählte Zeit
4.2.3.3 Figuren und Figurenkonstellation
4.2.3.4 Symbolik
4.2.4 Analyse der filmästhetischen Elemente
4.2.4.1 Kamera
4.2.4.2 Montage
4.2.4.3 Licht
4.2.4.4 Musik
5 Handlungs- und prozessorientierter Unterricht
5.1 Das Prinzip der Handlungsorientierung im Fremdsprachenunterricht
5.2 Handlungsorientierter Umgang mit Filmen
5.3 Das Prinzip der Prozessorientierung im Fremdsprachenunterricht
5.4 Prozessorientierter Umgang mit Filmen
6 Vorschläge für einen handlungs- und prozessorientierten Umgang mit dem Kurzfilm Quiero ser
6.1 Eignung des Kurzfilms Quiero ser für den fremdsprachigen Literaturunterricht
6.2 Lernziele
6.3 Handlungs- und prozessorientierte Aufgabenvorschläge
6.3.1 Aufgaben zur Vorbereitung des Films (pre-viewing-activities)
6.3.2 Aufgaben während der Filmrezeption (while-viewing-activities)
6.3.3 Aufgaben nach der Filmrezeption (post-viewing-activities)
6.4 Auswertung der Aufgabenvorschläge
7 Resümee
Die Arbeit untersucht das Potenzial des Kurzfilms als Gegenstand des fremdsprachigen Literaturunterrichts. Ziel ist es, Möglichkeiten eines handlungs- und prozessorientierten Umgangs mit dem Kurzspielfilm "Quiero ser" von Florian Gallenberger aufzuzeigen, um Lernende zur kritischen Filmkompetenz und zu vertieftem Textverstehen anzuregen.
4.1.2.1 Kamera
Die Kamera übernimmt im Film eine sehr wichtige Funktion, schließlich ist sie das „Auge“, durch das der Zuschauer auf das Geschehen blickt. Sie ist damit die Erzählinstanz, die die fiktive Welt der Figuren vermittelt und dabei wie der Erzähler eines narrativen Textes bestimmt, was die Rezipienten wahrnehmen. Hierbei verfügt sie über verschiedene Verfahren, durch die sie dem Zuschauer Informationen vermitteln kann. Sie kann die in einem narrativen Text üblichen beschreibenden Passagen zum Beispiel in Dialog und Handlung umsetzen oder diese über das so genannte Voice-over-Verfahren realisieren. Bei dieser Technik werden dem Zuschauer Informationen explizit über eine Stimme vermittelt, die nicht im Bild lokalisiert werden kann. (Nünning/Surkamp 2006, S. 256).
Ähnlich wie in der Literatur kann eine Geschichte auch beim Film von einem auktorialen oder einem Ich-Erzähler berichtet werden. Man spricht dann von einer objektiven oder einer subjektiven Kamera. (Hickethier 2007, S.126)
Die objektive Kamera verfügt als allwissende Erzählinstanz über die Möglichkeit, eine Außen- sowie Innenperspektive einzunehmen. Die Außenperspektive zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Handlung überschaut, deren Ende kennt und danach die zu zeigenden Ereignisse selbst wählt und strukturiert. Die Innenperspektive ermöglicht, ihr Auskunft über die Gefühle der Figuren, deren Motive, Absichten und Reflexionen zu geben. Allerdings ist die Kamera bei der Darstellung des Innenlebens der Figuren eingeschränkter als der literarische Erzähler. (Hickethier 2007, S.126) So können Emotionen oder Gedanken im Film entweder durch einen Off-Sprecher (voice-over) oder die Schauspieler (sprachlich oder durch Mimik und Gestik) ausgedrückt werden oder durch den Einschub von Träumen und Visionen in das Filmgeschehen wiedergegeben werden.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz von Filmen im Unterricht und Vorstellung des Kurzfilms "Quiero ser" als Analysebeispiel.
2 Das Genre Kurzfilm: Definition und geschichtliche Entwicklung des Kurzfilms sowie Erläuterung der spezifischen Gattungsmerkmale.
3 Der Kurzfilm als Gegenstand der Literaturwissenschaft und des fremdsprachigen Literaturunterrichts: Begründung des Einsatzes von Filmen zur Förderung von film literacy und interkulturellem Lernen.
4 Filmanalyse: Theoretische Grundlagen narrativer und filmästhetischer Mittel und deren Anwendung auf den Film "Quiero ser".
5 Handlungs- und prozessorientierter Unterricht: Theoretische Herleitung handlungsorientierter Prinzipien für den Fremdsprachenunterricht.
6 Vorschläge für einen handlungs- und prozessorientierten Umgang mit dem Kurzfilm Quiero ser: Praktische Konkretisierung der Unterrichtsmethode anhand von konkreten Aufgabenvorschlägen für die drei Rezeptionsphasen.
7 Resümee: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über den Mehrwert der Filmarbeit im Literaturunterricht.
Kurzfilm, Quiero ser, Filmkompetenz, film literacy, Filmanalyse, Fremdsprachenunterricht, Handlungsorientierung, Prozessorientierung, Narrativik, Medienkompetenz, interkulturelles Lernen, ästhetische Erziehung, Florian Gallenberger, Filmdidaktik, Rezeptionsästhetik
Die Arbeit untersucht den Einsatz des Kurzspielfilms im fremdsprachigen Literaturunterricht, wobei der Fokus auf dem methodischen Umgang mit dem Medium liegt, um literarische Kompetenz zu fördern.
Zentral sind die Gattungsmerkmale des Kurzfilms, filmästhetische Analyseverfahren, die Anforderungen der Filmkompetenz sowie didaktische Konzepte der Handlungs- und Prozessorientierung.
Ziel ist es, das didaktische Potenzial des Kurzfilms aufzuzeigen und praxistaugliche Unterrichtsvorschläge zu entwickeln, die über bloße Unterhaltung hinausgehen und eine fundierte ästhetische sowie sprachliche Auseinandersetzung ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Filmanalyse, die sowohl theoretische Konzepte der Filmdidaktik reflektiert als auch eine systematische Sequenzanalyse des Films "Quiero ser" durchführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Filmanalyse (Narrativik und Ästhetik), eine detaillierte Inhalts- und Sequenzanalyse des Beispiel-Kurzfilms und die Erarbeitung von konkreten Unterrichtsschritten (pre-, while- und post-viewing).
Besonders prägend sind Begriffe wie "Film literacy", "Handlungsorientierung", "Prozessorientierung", "Narrativik" und "filmästhetische Mittel".
Durch seine Kürze und hohe Verdichtung ermöglicht der Kurzfilm eine intensive, wiederholte Auseinandersetzung mit filmischen Mitteln, ohne den zeitlichen Rahmen des Unterrichts zu sprengen, und bietet zugleich starkes Diskussionsmaterial.
Er dient als exemplarisches Kunstwerk, an dem die Verknüpfung von formaler Analyse und inhaltlicher Interpretation praktisch erprobt wird, insbesondere im Hinblick auf seine Ambiguität und Symbolik.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

