Examensarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Vorbemerkungen
I Regionalgeschichte: theoretische Grundlagen
I.1 Literaturstand
I.2 Begriff „Regionalgeschichte“
I.3 Ziele und Möglichkeiten der Regionalgeschichte
I.4 Regionales Arbeiten im Geschichtsunterricht
II Didaktische und methodische Vorüberlegungen
II.1 Unterrichtsinhalte und regionalgeschichtliche Schwerpunktsetzung
II.2 Klassensituation
II.3 Einsatz von Materialien und Medien
II.4 Sozialformen und Methoden
III Durchführung der Unterrichtseinheit
III.1 Gesamtübersicht
III.2 Erste Stunde, 8.5.09: Versailles, der Hofalltag und ihr politischer Zweck
III.3 Zweite Stunde, 8.5.09: Das Herrschaftsverständnis Ludwigs XIV.
III.4 Dritte Stunde, 15.5.09: Frankreich im Absolutismus
III.5 Vierte Stunde, 15.5.09: Der Merkantilismus - Eine neue Wirtschaftspolitik zum Wohle Frankreichs?
III.6 Fünfte und Sechste Stunde, 12.6.09: Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden- Baden
III.7 Siebte Stunde, 19.6.09: Aufklärung
III.8 Achte Stunde, 19.6.09: Friedrich II. von Preußen - ein aufgeklärter Herrscher?
III.9 Neunte und Zehnte Stunde, 21.7.09: Exkursion zum Rastatter Schloss
IV Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Dokumentation einer Unterrichtseinheit zum Thema Absolutismus für die 7. Jahrgangsstufe, wobei durch die Einbindung von Regionalgeschichte ein vertieftes historisches Verständnis sowie ein gesteigertes Schülerinteresse erreicht werden soll.
III.9 Neunte und Zehnte Stunde, 21.7.09: Exkursion zum Rastatter Schloss
Das Rastatter Schloss und sein Erbauer Markgraf Ludwig wurden in den vergangenen Stunden immer wieder thematisiert. Im Anschluss an die „theoretischen“ Unterrichtsstunden bot sich deshalb ein Museumsbesuch an, um das bereits vorhandene Wissen abzurunden. Eine größtmögliche Affinität zum unterrichtlichen Thema stellte meines Erachtens die Führung „Von den Pflichten und dem Vergnügen – Das Zeremoniell des „lever“ im Rollenspiel“ dar. Diese beschäftigte sich mit Ludwig XIV. aber auch mit Markgraf Ludwig, gleichzeitig hatten die Schüler hier die Möglichkeit mit historischen Kostümen das morgendliche Aufstehen Ludwigs XIV. nachzuspielen. Im folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über den Verlauf und die Inhalte der Exkursion.
Unmittelbar vor dem Museumsbesuch zeigte ich der Klasse den Schlosspark. Nach einer gemeinsamen Wiederholung der im Unterricht behandelten regionalgeschichtlichen Themen, hatten die Schüler einige Minuten Zeit sich den Park genauer anzuschauen. Die Führung selbst begann im Innenhof des Rastatter Schlosses. Die Museumsführerin wies an dieser Stelle insbesondere auf die Symmetrieachse und den symmetrischen Aufbau von Schloss, Park und Stadt hin. Die Schüler wurden dabei nicht durch einen langatmigen Vortrag belehrt, sondern aufgefordert ihr vorhandenes Wissen einzubringen. Im Anschluss wurden wir in das Schloss hineingeführt, wobei wir zuerst den Eingangsbereich und einen barocken Treppenaufgang besichtigten. Hier wurde auf die Wichtigkeit mythologischer Darstellungen aus der Antike verwiesen. Insbesondere der nach Frankreich Blitze schleudernde Jupiter, der einst auf dem Dach des Schlosses stand und ein Deckengemälde, welches den Mythos von der Sonnenwagenfahrt des Phaethon darstellt, bekundeten die Feindschaft zwischen Markgraf Ludwig und Ludwig XIV.
Vorbemerkungen: Einleitende Darlegung der Struktur der Arbeit, die sich in theoretische Grundlagen, didaktische Planung und Dokumentation der Unterrichtseinheit unterteilt.
I Regionalgeschichte: theoretische Grundlagen: Untersuchung der wissenschaftlichen Definition, Ziele und methodischen Herausforderungen der Regionalgeschichte im schulischen Kontext.
II Didaktische und methodische Vorüberlegungen: Analyse der Rahmenbedingungen, Lernziele und der geplanten unterrichtlichen Schwerpunktsetzung inklusive der Integration regionaler Bezüge.
III Durchführung der Unterrichtseinheit: Detaillierte Dokumentation von zehn Unterrichtsstunden mit Lernzielen, Stundenentwürfen und anschließender Reflexion der jeweiligen Verläufe.
IV Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion über die Wirksamkeit der regionalgeschichtlichen Schwerpunktsetzung und deren Einfluss auf die Lernmotivation und Methodenvielfalt.
Absolutismus, Regionalgeschichte, Geschichte, Unterrichtseinheit, Ludwig XIV., Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, Rastatter Schloss, Aufklärung, Merkantilismus, Geschichtsdidaktik, Exkursion, Rollenspiel, Baden-Württemberg, Bildungsstandards, Friedrich II.
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit zum Thema Absolutismus für die 7. Klasse, die explizit regionale Aspekte zur Vertiefung des historischen Verständnisses nutzt.
Die Arbeit behandelt den Absolutismus in Frankreich (Ludwig XIV.), den Merkantilismus, die Aufklärung sowie die regionale Bedeutung des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden.
Ziel ist es, den Schülern durch die Verknüpfung von Makro- und Mikrogeschichte ein lebendiges Bild der Epoche zu vermitteln und ihre Lernbereitschaft durch persönliche Relevanz zu steigern.
Es werden fachdidaktische Konzepte der Regionalgeschichte angewandt und diese mittels verschiedener Sozialformen wie Internet-Recherche, Gruppenpuzzle und Exkursionen in die Praxis umgesetzt.
Der Hauptteil dokumentiert detailliert den Ablauf von zehn Unterrichtsstunden, einschließlich der jeweiligen Lernziele, Stundenentwürfe und der anschließenden Evaluation durch den Lehrenden.
Zentrale Begriffe sind Regionalgeschichte, Absolutismus, Vermittlung von Geschichte, Methodenvielfalt, Namensgebung des Gymnasiums und historische Identität.
Durch die Einbeziehung des Rastatter Schlosses als vergleichbares Bauwerk zu Versailles und die Person des "Türkenlouis" (Markgraf Ludwig Wilhelm) als Landesherrn und Namensgeber der Schule.
Die Exkursion diente der praktischen Anwendung des theoretischen Wissens vor Ort und ermöglichte durch das Rollenspiel des "lever" eine besonders intensive und motivierende Auseinandersetzung mit dem höfischen Zeremoniell.
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