Diplomarbeit, 2009
97 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Ausgangsituation und Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Herangehensweise
2 Wissenschaftliche Einordnung
2.1 Unternehmensbewertung
2.1.1 Grundsätzliche Erwägungen
2.1.2 Zweck und Funktion der Unternehmensbewertung
2.1.3 Anlässe von Unternehmensbewertungen
2.1.4 Anforderungen an die Unternehmensbewertung
2.2 Value-Driver-Konzpete
2.2.1 Shareholder Value als Quelle
2.2.2 Zum Begriff der Value Driver
2.2.3 Einordnung in die Unternehmensbewertung
2.2.4 Informatorische Basis
3 Value-Driver-Modell nach Rappaport
3.1 Grundsätzliche Erwägungen
3.2 Berechnung des Unternehmenswertes
3.2.1 Berechnung des Cashflows
3.2.2 Residualwert
3.2.3 Marktwert handelsfähiger Wertpapiere
3.3 Value Driver des Konzeptes
3.3.1 Überblick über die Werttreiber
3.3.2 Wachstumsrate des Umsatzes
3.3.3 Gewinnmarge/Umsatzrentabilität
3.3.4 Gewogene Kapitalkosten
3.3.5 Zusatzinvestitionen Umlaufvermögen
3.3.6 Zusatzinvestitionen Anlagevermögen
3.3.7 Gewinnsteuersatz
3.3.8 Dauer der Wertsteigerung
3.4 Berechnungsbeispiel
3.5 Kritische Würdigung des Modells
4 Value-Driver-Modell nach Copeland et al.
4.1 Grundsätzliche Erwägungen
4.2 Konzept des Modells
4.3 Berechnung des Unternehmenswertes
4.4 Value Driver des Konzeptes
4.4.1 Heranführung / Grundgedanke des Konzeptes
4.4.2 Rendite des investierten Kapitals
4.4.3 Wachstumsrate der Umsätze, Gewinne und Kapitalbasis
4.5 Berechnungsbeispiel
4.6 Kritische Würdigung des Modells
5 Value-Driver-Modell nach Stewart
5.1 Grundsätzliche Erwägungen
5.2 Berechnung des Unternehmenswertes
5.3 Value Driver des Konzeptes
5.3.1 NOPAT
5.3.2 Steuerersparnis durch Verschuldung
5.3.3 Nettoinvestitionen Anlagevermögen und Working Capital
5.3.4 Rendite der Nettoinvestitionen
5.3.5 Renditeforderung der Eigenkapitalgeber
5.3.6 Dauer der Wertsteigerung
5.4 Berechnungsbeispiel
5.5 Kritische Würdigung des Modells
6 Anwendung der Konzepte auf ausgewählte Konzernbilanzen
6.1 Grundsätzliche Erwägungen
6.2 Continental AG
6.2.1 Value-Driver-Konzept nach Rappaport
6.2.2 Value-Driver-Konzept nach Copeland
6.2.3 Value-Driver-Konzept nach Stewart
6.3 Hamburger Hafen und Logistik AG
6.3.1 Value-Driver-Konzept nach Rappaport
6.3.2 Value-Driver-Konzept nach Copeland
6.3.3 Value-Driver-Konzept nach Stewart
6.4 Gegenüberstellung der Berechnungsergebnisse
7 Fazit
Diese Arbeit führt eine kritische Analyse der Value-Driver-Modelle von Alfred Rappaport, Copeland/Koller/Murrin sowie Bennett G. Stewart durch. Das primäre Ziel ist es, die Eignung dieser Konzepte zur Unternehmensbewertung zu prüfen und festzustellen, inwieweit sie den Anforderungen an eine praktikable und externe Unternehmensbewertung gerecht werden.
1.1 Ausgangsituation und Problemstellung
Die im deutschsprachigen Raum bekannte Unternehmensbewertung erfuhr in den letzten beiden Jahrzehnten durch die Erschaffung neuer Bewertungskonzepte im US-amerikanischen Raum eine Veränderung. Während im deutschsprachigen Raum Unternehmen mithilfe von investitionstheoretischen Unternehmensbewertungskonzepten monetär bewertet wurden, schwappten aus Übersee neue finanztheoretische Bewertungskonzepte in die deutschsprachige Theorie der Unternehmensbewertung über. Über die bis dahin bekannten und gängigen Verfahren der Unternehmensbewertung, wie dem Ertragswertverfahren und dem Substanzwertverfahren, herrschte ein weitgehender Konsens. Die Einführung neuer Bewertungskonzepte mit wohlklingenden Namen, wie das Discounted-Cash-Flow-Verfahren, entfachten in der hiesigen Literatur neue breit gestreute Diskussionen und führten in der Folgezeit aufgrund der Vielfältigkeit zu einem neuen betriebswirtschaftlichen Forschungsbedarf im deutschsprachigen Raum.
Zur damaligen Zeit bahnbrechende Werke wie „Creating Shareholder Value“ aus dem Jahr 1986 von Alfred Rappaport, „Valuation“ aus dem Jahr 1990 von Tom Copeland, Jack Murrin und Tom Koller oder auch „The Quest for Value“ aus dem Jahr 1991 von Bennett G. Stewart waren Ausgangspunkt der Diskussionen. Vor allem diese Verfasser entwickelten neue Ansätze zur Berechnung von Unternehmenswerten. Gemeinsam waren den Konzepten die Ausgangspunkte der Betrachtung: So basieren die Konzepte auf dem Cash-Flow-Gedanken und leiten aus den künftig zu erzielenden Werten einen Unternehmenswert ab.
Bekannt geworden sind die besagten Konzepte unter dem Begriff der „Value Driver Modelle“.
Aufgabe dieser Arbeit wird die kritische Analyse der Value Driver Modelle Rappaports, Copeland/Koller/Murrins und Stewarts sein. Untersucht wird die Frage, inwieweit diese Konzepte geeignet sind Unternehmen zu bewerten und inwieweit die Konzepte den Anforderungen an eine (praktikable) Unternehmensbewertung gerecht werden.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, des Ziels der Arbeit sowie der methodischen Herangehensweise.
2 Wissenschaftliche Einordnung: Theoretische Fundierung der Unternehmensbewertung, ihrer Zwecke und der Einführung des Value-Driver-Konzepts.
3 Value-Driver-Modell nach Rappaport: Analyse des Shareholder-Value-Modells, der Modellvariablen und der kritischen Würdigung des Modells.
4 Value-Driver-Modell nach Copeland et al.: Untersuchung des DCF-Gesamtwertmodells, der spezifischen Value Driver und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Ansatz.
5 Value-Driver-Modell nach Stewart: Darstellung des EVA-basierten Ansatzes, seiner drei Komponenten und der Analyse der Werttreiber.
6 Anwendung der Konzepte auf ausgewählte Konzernbilanzen: Praktische Anwendung der untersuchten Modelle auf die Bilanzen der Continental AG und HHLA AG.
7 Fazit: Zusammenfassende kritische Bewertung der Eignung der Value-Driver-Modelle für eine externe Unternehmensbewertung.
Unternehmensbewertung, Value Driver, Shareholder Value, Discounted Cash Flow, Rappaport, Copeland, Stewart, NOPAT, Kapitalkosten, Cashflow, Unternehmenswert, Investitionsrate, Werttreiber, Rendite, Finanzmanagement
Die Arbeit analysiert kritisch die sogenannten Value-Driver-Modelle von Alfred Rappaport, Copeland/Koller/Murrin und Bennett G. Stewart hinsichtlich ihrer Eignung für die Unternehmensbewertung.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen der Shareholder-Value-Konzepte, die Berechnungsmethodik der verschiedenen Modelle sowie deren praktische Anwendbarkeit auf reale Unternehmensdaten.
Es soll untersucht werden, ob diese Modelle den qualitativen Anforderungen an eine repräsentative und praktikable Unternehmensbewertung gerecht werden, insbesondere im Hinblick auf externe Bewertungsanlässe.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, kombiniert mit einer Fallstudie (Anwendung auf Bilanzen der Continental AG und HHLA AG), um die Funktionsweise und Schwachstellen der Modelle aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und kritische Würdigung der drei gewählten Value-Driver-Modelle (Rappaport, Copeland, Stewart) sowie deren Anwendung auf reale Konzernbilanzen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Value Driver, Shareholder Value, Discounted Cash Flow und Kapitalkosten charakterisieren.
Der Autor bemängelt, dass die Modelle oft auf vereinfachten, idealisierten Annahmen (z.B. konstante Wachstumsraten) basieren und die notwendige, tiefgreifende Unternehmensanalyse für eine realistische Prognose fehlt.
Der Autor schlussfolgert, dass die untersuchten Konzepte zwar zur internen Managementsteuerung und für einfache Vergleiche nützlich sind, aber den strengen Anforderungen an eine externe Unternehmensbewertung nicht genügen und daher dafür nicht angewendet werden sollten.
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