Masterarbeit, 2023
192 Seiten, Note: 1,0
1. Hinführung und Aufbau dieser Arbeit
2. Theoretischer Kontext: Innovieren als Aufgabe von Lehrkräften
2.1 Erste Theoretische Situierung: Zwischen gesellschaftlichem Wandel, Qualitätsanspruch, Schulentwicklung und Professionalisierung
2.2 Innovation und Innovieren - Eine erste Annäherung
2.3 Schulentwicklung
2.3.1 Schulentwicklungstheoretische Ansätze
2.3.2 Lehrkräfte in Schulentwicklungsprozessen
2.4 Verankerung des Innovierens in der Lehrkräfteprofessionalität
2.5 Kompetenzbereich Innovieren in der Lehrkräftebildung nach KMK
3. Theoretischer Kontext: Der Ansatz des Design Thinking
3.1 Ursprung des Design Thinking
3.2 Definitionsversuch, Ziel und zentrale Elemente
3.3 Design Thinking als Prozess
3.4 Design Thinking als Werkzeugkiste
3.5 Design Thinking als Mindset
3.6 Gelingensbedingungen
3.7 Anwendungsgebiete von Design Thinking
4. Methodische Vorgehensweise
4.1 Verortung des Erhebungsdesigns als qualitative Forschungsmethodik
4.2 Das halbstandardisierte, problemzentrierte Leitfadeninterview
4.3 Datenerhebung
4.3.1 Konstruktion und Vorstellung des Leitfadens
4.3.2 Beschreibung des Sampling und die Erhebung der Probanden
4.3.3 Erhebungssituation
4.4 Datenauswertung
4.4.1 Qualitative Inhaltsanalyse
4.4.2 Ablaufmodell der Inhaltsanalyse nach Kuckartz
4.5 Grenzen der Studie
5. Ergebnisse
6. Theoretische Kontextualisierung und Diskussion der Ergebnisse
6.1 Zum Verständnis von Design Thinking
6.2 Zur Aufgabe des Innovierens
6.3 Zu Potenzialen und Herausforderungen
6.4 Zur Etablierung von Design Thinking
7. Fazit und Ausblick
11. Anhang
11.1 Datenschutzerklärung, Information zur wissenschaftlichen Untersuchung
11.2 Teilstandardisiertes Leitfadeninterview
11.3 Transkriptionsregeln
11.4 Transkribierte Interviews
11.5 Kategoriendefinitionen
11.6 Fallzusammenfassungen
11.7 Graphic Recording der Interviews
11.8 Nutzung von Design Thinking in der universitären Lehrkräftebildung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, welche Rolle der Ansatz des Design Thinking aus der Perspektive von Lehrkräften bei der Bewältigung ihrer beruflichen Aufgabe des Innovierens einnimmt und wie diese subjektiven Theorien ihr pädagogisches Handeln im System Schule beeinflussen.
Design Thinking als Prozess
Design Thinking kann als Prozess angesehen werden, der schrittweise und zeitlich strukturiert vorgeht. Im Design Thinking Prozess werden dabei nacheinander mehrere Phasen durchlaufen, die grundsätzlich iterativ aufeinander rückbezogen werden. Dies bedeutet, dass die im weiteren Verlauf beschriebenen Phasen bei neuem Wissenszuwachs immer wieder wiederholt werden können, um Idee, Lösungsansatz oder die Herangehensweise zu überarbeiten. Jede Iteration führt dabei zu neuen Einsichten und Erfahrungen (Brown, 2019, S. 22).
Hieraus lässt sich ableiten, dass der Design Thinking Prozess eher aus einer Überschneidung von Räumen als aus einer konkreten Abfolge geordneter Schritte zu verstehen ist. Der Prozess ist dynamisch, interaktiv und ganzheitlich, jedoch nicht linear, was ihn von dem klassischen Kreativitätsprozess nach Graham Wallas (1926) zurückgreifend auf Henri Poincaré unterscheidet, welches als Vorläufer des Design Thinking gesehen werden kann (Wallas, 1926).
In der Literatur lassen sich Prozesse zwischen drei und sieben Phasen finden, die sich dabei meist an den Schritten von IDEO, der d.school und Hasso-Plattner-Institut (HPI) orientieren (Lewrick, Link & Leifer, 2018, S. 39). Diese Arbeit orientiert sich an den sechs Phasen des Prozesses des Hasso-Plattner-Instituts, der am meisten verbreitet ist und folgende Phasen beinhaltet: Beobachten/ Verstehen, Einfühlen, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln und Testen. Dabei soll zunächst die Form des Prozesses als Diamantenform übergeordnet beschrieben werden, bevor auf die jeweiligen Phasen einzeln eingegangen wird.
1. Hinführung und Aufbau dieser Arbeit: Einführung in die Relevanz des Innovierens in Zeiten einer VUCA-Welt sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. Theoretischer Kontext: Innovieren als Aufgabe von Lehrkräften: Detaillierte Herleitung des Innovierens als Bestandteil moderner Lehrkräfteprofessionalität und deren Einbettung in Prozesse der Schulentwicklung.
3. Theoretischer Kontext: Der Ansatz des Design Thinking: Wissenschaftliche Fundierung von Design Thinking hinsichtlich Ursprung, Prozessphasen, Mindset und dessen Gelingensbedingungen.
4. Methodische Vorgehensweise: Erläuterung des qualitativen Forschungsdesigns, basierend auf problemzentrierten Leitfadeninterviews und qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz.
5. Ergebnisse: Darstellung der gewonnenen Interviewdaten und Kategorisierung der subjektiven Theorien von Lehrkräften über Design Thinking.
6. Theoretische Kontextualisierung und Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der erhobenen subjektiven Theorien im Abgleich mit aktuellen bildungstheoretischen und schulentwicklungstheoretischen Ansätzen.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Identifizierung zukünftiger Forschungsbedarfe bezüglich der Etablierung agiler Ansätze in Schule und Lehrerausbildung.
Design Thinking, Innovieren, Lehrkräfteprofessionalität, Schulentwicklung, Qualitative Inhaltsanalyse, Problemlösung, Unterrichtsentwicklung, Agile Lehrmethoden, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Subjektive Theorien, Nutzerzentrierung, Prototyping, VUCA-Welt, Lehrkräftebildung, Innovationskompetenz.
Die Arbeit untersucht, welche subjektiven Theorien Lehrkräfte über den Innovationsansatz Design Thinking besitzen und wie sie diesen in ihrer Aufgabe einsetzen, Schule proaktiv und kreativ weiterzuentwickeln.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Schulentwicklung, Lehrkräfteprofessionalität und den agilen Ansatz des Design Thinking als Werkzeug für Innovationsprozesse.
Das Ziel ist es, Einblicke in die innovative Lehrtätigkeit zu gewinnen und zu verstehen, wie Lehrkräfte den Ansatz Design Thinking interpretieren und im System Schule nutzen, um komplexe Herausforderungen zu bewältigen.
Die Verfasserin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, konkret das problemzentrierte Leitfadeninterview, und wertet die Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz aus.
Neben der theoretischen Herleitung von Innovieren als Lehreraufgabe und der methodischen Beschreibung des Design Thinking Ansatzes stehen die Ergebnisse der fünf durchgeführten Interviews sowie deren Diskussion im Zentrum der Arbeit.
Begriffe wie "Innovationskompetenz", "lernende Organisation", "subjektive Theorien", "nutzerzentrierte Denkweise" und "Schulentwicklung" prägen die theoretische und empirische Argumentation.
Die Lehrkräfte beschreiben, dass sie Design Thinking im Schulalltag eher punktuell und in Form von "Methodenbausteinen" (z.B. Brainstorming, Warm-ups) einsetzen, statt den gesamten Prozess für jedes Thema zu nutzen, um Zeitdruck zu vermeiden.
Der Raum wird als kritischer Erfolgsfaktor genannt; offene, flexible Raumkonzepte ermöglichen kollaboratives Arbeiten, wobei Lehrkräfte in der Praxis häufig Schwierigkeiten bei der räumlichen Umsetzung beklagen.
Der Zeitfaktor wird von fast allen Befragten als größte Herausforderung genannt, gefolgt von einer hohen Komplexität bei der Anwendung im großen Klassenverband und notwendigen Veränderungen in den traditionellen Bewertungs- und Prüfungsformaten.
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