Diplomarbeit, 2009
56 Seiten, Note: 1,0
1 Das Haschen nach dem Winde
1.1 Anliegen
1.2 Methode
2 Zum allgemeinen Begriff der Ironie
2.1 Etymologie
2.2 Die Ironie als Existenzform
3 Zum Verständnis der Ironie bei Sören Kierkegaard
3.1 Werkbestimmender Entstehungshintergrund
3.2 Die Position
3.2.1 Die Ironie als Erscheinung einer konstituierten Freiheit des Menschen
3.2.2 Die Abgrenzung zur Heuchelei und zum Zweifel
3.2.3 Zum Wesen des Ironikers
4 Der Begriff der Ästhetik bei Sören Kierkegaard
4.1 Der Charakter des Werkes Entweder-Oder hinsichtlich des Begriffs der Ästhetik
4.2 Die Position
4.2.1 Zur Begriffsbestimmung der Ästhetik in Abgrenzung zu den Stadien des Ethischen und des Religiösen
4.2.2 Das Argument des Augenblicks
4.2.3 Das Argument der Wahl
4.2.4 Die Ironie im Verhältnis zur Wirklichkeit
4.2.5 Ein bewusstes In der Diskrepanz leben. Der Dichter.
4.2.6 Die Schwermut
4.2.7 Zum Wesen des Ästhetikers
4.2.8 Die Ästhetik als Kunst - Antizipation ewigen Lebens
5 Die Untersuchung der Ironie im Buch Kohelet
5.1 Zur Erkennbarkeit der Ironie
5.2 Eine kommentierte Untersuchung
5.2.1 Der Tenor der Schrift
5.2.2 Das Unvermögen
5.2.3 Die Wiederkehr
5.2.4 Dasselbe Geschick
5.2.5 Der Widerspruch
5.2.6 Die Aufforderung zur Freude
5.2.7 Fürchte Gott!
5.3 Zum Wesen der Figur Kohelet
6 Ironischer Ästhet - Ästhetischer Ironiker
7 Die Verbale Ironie
7.1 Alltagssprachliche Kommunikation
7.2 Das Theater als provozierte Ironie
8 Heilsein
8.1 Die Freude über den lebendigen Widerspruch
8.2 Überlegen sein
Die Diplomarbeit untersucht das Wesen der Ironie als Lebenshaltung und ästhetische Form, indem sie die philosophischen Ansätze Sören Kierkegaards mit den existentiellen Fragestellungen des biblischen Buches Kohelet in Beziehung setzt.
Die Ironie als Existenzform
„Ironie ist ein Versuch zur Versprachlichung der Welt in Form einer gleichzeitigen Gegenrede.“
Die Ironie verweist auf die wirkliche Welt und durch die gleichzeitige Gegenrede auf mögliche anderer Welten. Der ironische Mensch setzt sich mit der Wirklichkeit auseinander und distanziert sich von der Wirklichkeitssicht eines anderen. Auf die Frage, warum Ironie gebraucht, kann es verschiedenen Antworten geben. Nach Uwe Japp brauchte Sokrates die Ironie,
„um erstens das Scheinwissen zu entlarven, um zweitens das richtige Wissen, und um drittens das richtige Wissen vor Missbrauch zu schützen.“
Ein Mensch kann jedoch nicht ein absoluter Ironiker sein, denn Ironie kann nicht absolut sein, da sie sich auf die für unsere ernstgenommene Wirklichkeit bezieht. Die Ironie kann einem nicht wesentlich sein, weil Ironie nie Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck sei. Dies gilt es jedoch, zu prüfen.
1 Das Haschen nach dem Winde: Einleitung in die Thematik und Darstellung des persönlichen Interesses an der Verbindung zwischen biblischem Text und moderner Ästhetik.
2 Zum allgemeinen Begriff der Ironie: Erörterung der etymologischen Wurzeln und der philosophischen Verortung der Ironie als Existenzform.
3 Zum Verständnis der Ironie bei Sören Kierkegaard: Analyse des Entstehungshintergrunds von Kierkegaards Ironie-Begriff und dessen philosophischer Einordnung.
4 Der Begriff der Ästhetik bei Sören Kierkegaard: Detaillierte Untersuchung der ästhetischen Sphäre bei Kierkegaard und ihrer Abgrenzung zu ethischen und religiösen Stadien.
5 Die Untersuchung der Ironie im Buch Kohelet: Anwendung der erarbeiteten Ironie-Kategorien auf die verschiedenen Abschnitte und Motive des biblischen Buches Kohelet.
6 Ironischer Ästhet - Ästhetischer Ironiker: Synthese der zuvor gewonnenen Erkenntnisse zur Verschränkung von ästhetischer Haltung und ironischer Distanz.
7 Die Verbale Ironie: Untersuchung der sprachlichen Funktionsweise ironischer Kommunikation im Alltag sowie im Kontext des Theaters.
8 Heilsein: Reflexion über die Möglichkeiten eines bewussten Umgangs mit Widersprüchen und die Suche nach einer überlegenen, reflektierten Lebensform.
Ironie, Sören Kierkegaard, Buch Kohelet, Ästhetik, Existenzform, Wirklichkeit, Lebenshaltung, Widerspruch, Subjektivität, Ethisches Stadium, Religiöses Stadium, Verbale Ironie, Sinnsuche, Freiheit, Entweder-Oder
Die Arbeit analysiert das Phänomen der Ironie als existenzielle Haltung und ästhetische Kategorie, primär auf Basis der Philosophie Sören Kierkegaards und unter Einbeziehung des biblischen Buches Kohelet.
Zu den Schwerpunkten zählen der Begriff der Ironie, die ästhetischen Lebensstadien bei Kierkegaard, die ironische Lesart biblischer Texte sowie die sprachphilosophische Betrachtung von Ironie.
Das Ziel ist es, den ironischen Geist als Brückenschlag zwischen biblischer Sinnsuche und moderner ästhetischer Lebensgestaltung zu untersuchen und dabei das Verhältnis des Subjekts zur Wirklichkeit zu ergründen.
Die Autorin nutzt eine philosophische und theologische Interpretationsmethodik, die sich primär auf die Dissertation von Kierkegaard sowie auf verschiedene exegetische Kommentare zum Buch Kohelet stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Kierkegaard’schen Ironie- und Ästhetikbegriffs sowie eine anschließende exegetische Untersuchung der ironischen Wendungen im Buch Kohelet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ironie, Sören Kierkegaard, Kohelet, Ästhetik, Existenzform, Subjektivität und Widerspruch beschreiben.
Die Arbeit grenzt die Ironie als ein Mittel zur Wahrheitsfindung und zum Schutz des Geistes gegen die Absolutheit der Wirklichkeit von der Heuchelei ab, die moralische Täuschung beabsichtigt.
Kohelet wird als eine Figur interpretiert, die durch die Ironie versucht, mit der inhärenten Sinnlosigkeit der Welt und dem unausweichlichen Tod umzugehen, ohne in reine Resignation zu verfallen.
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