Diplomarbeit, 2007
101 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemlage, Fragestellung und Aufbau der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Methode
2 Zur Bedeutung der Kommunikation
2.1 Begriffsklärung und Theorien der Kommunikation
2.2 Zur Bedeutung der Kommunikation für den Menschen
3 Menschen mit erworbener geistiger Behinderung in der Neurologischen Rehabilitation
3.1 Neurologische Rehabilitation
3.2 Erworbene geistige Behinderung
3.3 Erworbene geistige Behinderung in Abgrenzung zur angeborenen geistigen Behinderung
3.4 Besondere Problemstellungen dieser Personengruppe
3.4.1 Kognitive Defizite
3.4.1.1 Gedächtnisstörungen
3.4.1.2 Störungen der Aufmerksamkeit
3.4.1.3 Wahrnehmungsstörungen
3.4.1.4 Störungen der Exekutivfunktionen
3.4.1.5 Weitere Störungen kognitiver Funktionen
3.4.1.6 Denken
3.4.2 Sprach- und Sprechstörungen
3.4.2.1 Aphasien
3.4.2.2 Dysarthrie/Dysarthrophonie
3.4.2.3 Sprechapraxie
3.4.3 Körperliche Beeinträchtigungen
3.4.4 Psychische Beeinträchtigungen
3.5 Zusammenfassende Betrachtung
4 Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation
4.1 Augmentative and Alternative Communication (AAC)
4.1.1 Ziel und Zielgruppe
4.1.2 Multimodales Kommunikationssystem
4.1.3 Besonderheiten der Gesprächssituation
4.2 Methoden der AAC
4.2.1 Zeichen und Symbolsysteme
4.2.2 Kommunikationsformen
4.2.2.1 Körpereigene Kommunikationsformen
4.2.2.2 Externe Kommunikationshilfen
4.2.3 Techniken
4.2.4 Kommunikationsstrategien
4.3 Derzeitige Rolle der AAC in der neurologischen Rehabilitation
5 AAC bei Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen
5.1 Allgemeine Aspekte des AAC-Einsatzes bei Menschen mit erworbenen Beeinträchtigungen in der neurologischen Rehabilitation
5.1.1 Umgang mit dem Betroffenen
5.1.2 Hilfsmittel
5.1.3 Weiteres Umfeld
5.2 Schlussfolgerungen zum AAC-Einsatz bei Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen
5.2.1 AAC bei Gedächtnisstörungen
5.2.2 AAC bei Störungen der Aufmerksamkeit
5.2.3 AAC bei Wahrnehmungsstörungen
5.2.4 AAC bei Störungen der Exekutivfunktionen
5.2.5 AAC bei weitere kognitive Störungsbildern
5.3 Zusammenfassende Betrachtung
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob heilpädagogische Methoden der Unterstützten Kommunikation (AAC) erfolgreich auf Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen in der neurologischen Rehabilitation angewendet werden können, um deren soziale Teilhabe trotz kognitiver Einschränkungen zu verbessern.
Besondere Problemstellungen dieser Personengruppe
Das Gehirn ist ein äußerst komplexes Organ, das eine Vielzahl von Funktionen - oft gleichzeitig - erfüllen muss. Kommt es zu Funktionsausfällen, tauchen fast immer mehrere Störungen nebeneinander auf (vgl. MASUR 2004, 32).
Die körperlichen, kognitiven bzw. psychischen Fähigkeiten eines Menschen können in unterschiedlichem Ausmaß betroffen sein, wodurch es oft gleichzeitig zu Einschränkungen der Mobilität, der Sensibilität, der Vitalfunktionen, der Koordination der Sprache oder zu Störungen des Bewusstseins kommen kann - nur um einige zu nennen. MASUR (2004) bemerkt dazu:
„Anders als in anderen Fächern ist beim neurologischen Patienten häufig also nicht nur eine Funktion - z.B. die Mobilität - beeinträchtigt, sondern es sind häufig mehrere Funktionen in verschiedenen Dimensionen betroffen, mithin also der ganze Mensch“ (32).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Kommunikation als Lebensgrundlage und identifiziert die Forschungslücke bezüglich AAC bei erworbenen Hirnschädigungen.
2 Zur Bedeutung der Kommunikation: Dieses Kapitel definiert Kommunikation als komplexes System und grenzt den Begriff zur Begründung pädagogischer Förderansätze ein.
3 Menschen mit erworbener geistiger Behinderung in der Neurologischen Rehabilitation: Es werden die medizinischen Grundlagen, verschiedene Störungsbilder (kognitiv, sprachlich, psychisch) und deren Auswirkungen auf die Lebenswelt der Betroffenen detailliert analysiert.
4 Heilpädagogische Unterstützung der Kommunikation: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Einblick in das Fachgebiet der AAC, ihre Methoden, Techniken und Strategien.
5 AAC bei Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen: Hier werden auf Basis der vorangegangenen Analysen Thesen und konkrete Schlussfolgerungen für den Einsatz von AAC in der Praxis abgeleitet.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Relevanz der heilpädagogischen Perspektive und betont die Bedeutung individueller, prozessorientierter Ansätze.
Heilpädagogik, Unterstützte Kommunikation, AAC, Neurologische Rehabilitation, Erworbene geistige Behinderung, Kommunikation, Kognitive Beeinträchtigung, Aphasie, Gedächtnisstörungen, Inklusion, Partizipation, Rehabilitationspädagogik, Multimodales Kommunikationssystem, Sprachtherapie, Lebensqualität
Die Arbeit untersucht die Anwendung heilpädagogischer Methoden, insbesondere der Unterstützten Kommunikation (AAC), bei Menschen, die nach einer Hirnschädigung eine erworbene geistige Behinderung aufweisen.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse der Neurologie mit der Heilpädagogik, wobei insbesondere kognitive Defizite, Sprachstörungen und Kommunikationsförderung in der Rehabilitation im Vordergrund stehen.
Das Hauptziel ist es zu prüfen, ob es sinnvoll und möglich ist, Strategien der Unterstützten Kommunikation aus der Heilpädagogik auf Menschen mit erworbenen geistigen Behinderungen in der neurologischen Rehabilitation zu übertragen.
Die Arbeit basiert auf einer hermeneutischen Methode, die durch die Sichtung fachspezifischer Literatur und die Reflexion von Ansätzen aus der Praxis gestützt wird.
Der Hauptteil analysiert die Bedeutung von Kommunikation, arbeitet die spezifischen Problemstellungen von Menschen mit Hirnschädigungen heraus und stellt Methoden der AAC vor, um daraus Thesen für den therapeutischen Einsatz zu entwickeln.
Zentrale Begriffe sind Heilpädagogik, Unterstützte Kommunikation (AAC), Neurologische Rehabilitation, erworbene geistige Behinderung und die Bedeutung des interdisziplinären Umfelds.
Dem Gesprächspartner kommt eine entscheidende Rolle zu, da er bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen oft die Verantwortung für die Gesprächsführung übernehmen und durch Geduld und gezielte Strategien eine Kommunikation überhaupt erst ermöglichen muss.
Da Menschen mit einer erworbenen Behinderung auf ein "Altwissen" und Vorerfahrungen aus ihrem Leben vor der Hirnschädigung zurückgreifen können, unterscheiden sich die therapeutischen Ansätze signifikant von denen für Menschen mit angeborenen Behinderungen.
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