Diplomarbeit, 2008
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Ziel der Arbeit
1.2. Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Begriff „Vermögende Privatkundschaft“
2.2. Entwicklung Aktienmärkte anhand von Indizes
2.2.1. DAX
2.2.2. Dow-Jones-Index
2.3. Entwicklung Zinsen anhand vom EURIBOR
2.4. Volatilität
2.5. Entwicklung Inflation
2.6. Portfoliotheorie von Markowitz
3. Garantiezertifikate
3.1. Definition Zertifikate
3.2. Unterschied Zertifikate und Schuldverschreibungen/ Anleihen
3.3. Konstruktion von Garantiezertifikaten
3.3.1. Derivate Bestandteile
3.3.2. Zerobonds
3.4. Unterteilung von Garantiezertifikaten nach Anlageklassen
3.4.1. Anlage in Aktien
3.4.2. Anlage in Zinsen
3.4.3. Anlage in Indizes
3.4.4. Anlage in Währungen und Rohstoffe
3.5. Kosten von Garantiezertifikaten
3.5.1. bei Erwerb über Zeichnung
3.5.2. bei Erwerb über Sekundärmarkt
3.6. Risiken von Garantiezertifikaten
3.6.1. Verkauf während der Laufzeit
3.6.2. Sonstige Risiken
4. Garantiefonds
4.1. Grundlagen Fonds
4.2. Arten von Fonds
4.3. Charakteristika von Garantiefonds
4.3.1. Definition, Kosten und Funktionsweise
4.3.2. Risiken
4.3.3. Beispiel Deka-WorldGarant 10/2011 (WKN: DK0A0R)
4.4. Unterschied Garantiezertifikate und Garantiefonds
5. Steuerliche Behandlung von Garantiezertifikaten und Garantiefonds
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von kapitalgarantierten Produkten als Anlagealternative für vermögende Privatkunden in einem volatilen Marktumfeld. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Garantiezertifikate und Garantiefonds konzipiert sind, um Anlegerbedürfnisse nach Rendite bei gleichzeitigem Kapitalschutz zu erfüllen, und welche spezifischen Chancen und Risiken mit diesen Finanzinstrumenten verbunden sind.
3.3.1.1. Kauf einer Kaufoption (Long Call)
Den Käufer einer Kaufoption nennt man in der Literatur „long im Call“. Dieser Anleger geht davon aus, dass der Kurs des Basiswertes stark bis sehr stark ansteigen wird, und zwar während der Laufzeit der Option (amerikanische Option während der Gesamtlaufzeit an einem beliebigen Ausführungsdatum, europäische Option nur am Ende der Optionslaufzeit). Der Käufer einer Call-Option hat natürlich die Fäden in der Hand. Er kann bestimmen, ob er die Option überhaupt zieht und wann (amerikanisch). Dadurch hat er auch die Chance, die Option ohne Handlung ablaufen zu lassen. Er hat dann dem Verkäufer der Option lediglich die Optionsprämie gezahlt. Diese Optionsprämie wird, da der weitere Verlauf unsicher ist, bei Vertragsabschluss bezahlt.
Der Käufer hofft also, dass der Kurs des Basiswertes so stark steigt, dass dieser über dem Basispreis liegt (ansonsten kann er den Basiswert jederzeit am freien Markt günstiger kaufen) und zudem die Optionsprämie auch im steigenden Kurs wiederzufinden ist. Konkret bedeutet das: der Käufer einer Kaufoption zahlt eine Optionsprämie (z.B. 10,-€). Damit hat er das Recht, eine Aktie xy (Basiswert) zu einem Preis von 100,-€ (Basispreis) jederzeit innerhalb der nächsten drei Monate (amerikanisch) zu kaufen (Call). Der Käufer wird diese Option nur dann in Anspruch nehmen, wenn der aktuelle Kurs der xy-Aktie über 110,-€ liegt, denn 10,-€ muss er in jedem Fall zu den 100,-€ zahlen.
Liegt der Aktienkurs nun über 110,-€, so kauft er über die Option die Aktie zu einem Preis von 100,-€ und hat als Gesamtaufwand 110,-€ bezahlt (10,-€ Optionsprämie und 100,-€ Basispreis). Er kann diese effektiv gelieferte xy-Aktie nun an der Börse sofort zu einem höheren Preis (abzgl. evtl. Courtagen und Gebühren) verkaufen. Der Gewinn ist dann die Differenz. Bei aktuellen Kursen, unter oder gleich 110,-€ für die xy-Aktie, macht der Erwerb über eine Call-Option keinen Sinn, da jeder Anleger diese Aktie zu einem günstigeren Kurs an der Börse bekommen kann als der Preis über die Option wäre. Der maximale Verlust für den Käufer einer Call-Option beschränkt sich somit auf den Verlust der Optionsprämie, der maximale Gewinn ist dagegen (theoretisch) unendlich.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Beweggründe für die Entwicklung garantierter Finanzprodukte infolge der Börsenturbulenzen der letzten Jahre.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert wichtige Begriffe wie die vermögende Privatkundschaft, erläutert die Bedeutung von Marktindizes, Zinsverläufen, Volatilität, Inflation und der Portfoliotheorie nach Markowitz.
3. Garantiezertifikate: Hier wird der Aufbau, die Konstruktion mit Derivaten und Zerobonds, die Risiken sowie die Kosten von Garantiezertifikaten detailliert beschrieben.
4. Garantiefonds: Dieses Kapitel widmet sich dem Prinzip von Investmentfonds, den verschiedenen Arten, den Strategien wie CPPI und OBPI sowie den spezifischen Charakteristika von Garantiefonds.
5. Steuerliche Behandlung von Garantiezertifikaten und Garantiefonds: Der Abschnitt erläutert die steuerlichen Aspekte unter Einbeziehung der Abgeltungssteuer ab 2009.
6. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Entwicklung der Anlagekategorie zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Trends wie Zertifikate-Ratings.
Garantiezertifikate, Garantiefonds, Investmentfonds, Kapitalschutz, Volatilität, Anlagesicherheit, Derivate, Zerobonds, Abgeltungssteuer, Portfoliotheorie, Markowitz, Rendite, Risikomanagement, CPPI-Strategie, OBPI-Strategie.
Die Arbeit behandelt den Aufbau, die Funktion und die Bewertung von kapitalgarantierten Finanzprodukten wie Garantiezertifikaten und Garantiefonds, die für vermögende Anleger als Alternative zu klassischen Anlagen dienen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Finanzmärkte, die Konstruktion strukturierter Produkte, die Risiko- und Kostenstrukturen sowie die steuerliche Behandlung dieser Instrumente.
Das Ziel ist es, dem Anleger ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise und die tatsächlichen Chancen sowie Risiken kapitalgarantierter Produkte zu vermitteln.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Untersuchung real existierender Beispiele (z.B. Oktoberfestanleihe, Deka-WorldGarant), um die theoretischen Konzepte in die Praxis zu übersetzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse von Garantiezertifikaten und Garantiefonds, deren Bestandteile, Anlagestrategien (z.B. CPPI/OBPI) und einen Vergleich der beiden Produktkategorien.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Garantiezertifikate, Garantiefonds, Volatilität, Anlegerschutz, Rendite-Risiko-Verhältnis und Abgeltungssteuer geprägt.
Garantiefonds werden als Sondervermögen geführt und sind somit vor einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt, während Zertifikate Gläubigerpapiere sind, bei denen das Emittentenrisiko voll getragen wird.
Es verdeutlicht den inhärenten Konflikt zwischen Sicherheit, Rendite und Liquidität, bei dem kapitalgarantierte Produkte versuchen, durch Derivatestrategien einen Kompromiss zugunsten der Sicherheit zu schließen.
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