Bachelorarbeit, 2020
61 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ausgewählte Aspekte der Entwicklung der niederdeutschen Sprache
2.1 Grundlegende Informationen zum Niederdeutschen
2.2 Geografische Verbreitung des Niederdeutschen. Wer spricht Niederdeutsch.
2.3 Aktueller Status des Niederdeutschen
3. Didaktisch-Methodisch Aspekte der Vermittlung des Niederdeutschen im Unterricht
3.1 Aktueller Stand an den Schulen
3.2 Begegnung mit der niederdeutschen Sprache
3.3 Erwerb niederdeutscher Sprache
3.4 Aktuelle Bildungsstandards
4. Unterrichtskonzept
5. Ausblick auf die Zukunft des Niederdeutschen
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der niederdeutschen Sprache, insbesondere im Hinblick auf deren Bedeutung und Vermittlung im schulischen Kontext der Altmark sowie die Entwicklung eines praxisnahen Unterrichtskonzepts zur Förderung der Regionalsprache.
3.2 Begegnung mit der niederdeutschen Sprache
Der Rückgang der niederdeutschen Sprache und der Verlust der mit dem Niederdeutschen verbundenen Kultur in Literatur, Geschichte, Brauchtum und Umgangsformen betrifft viele Menschen in den niederdeutschen Regionen. Einzelne Bundesländer gehen bereits verstärkt gegen diesen Rückgang vor und probieren Konzepte für die Rettung niederdeutscher Sprache zu entwerfen und umzusetzen.
Aus dieser Situation erwächst der Schule eine erhöhte Verantwortung für dieses Kulturgut. Verbindliche Aufgabe der Schule ist es daher, in den dafür geeigneten Fächern Kenntnisse über niederdeutsche Literatur und Sprache zu vermitteln und die durch das Niederdeutsch geprägten Lebensbereiche in den Unterricht einzubeziehen. Daneben soll die Schule die Fähigkeit, Niederdeutsch zu sprechen, fördern und zum Gebrauch der niederdeutschen Sprache ermuntern.
Was außerdem für eine Begegnung mit dem Niederdeutschen im Unterricht spricht: Kenntnisse in der niederdeutschen Sprache erweitern das Sprachvermögen. Gerade im Vergleich zum Hochdeutschen kann sich die Fähigkeit entwickeln, einfache, überschaubare Sätze zu bilden und anschauliche und gegenständliche Wörter zu wählen. Kenntnisse des Niederdeutschen erleichtern den Zugang zu anderen Sprachen, wie z.B. dem Englischen. Sie vertiefen das Verständnis für die heimatliche Geschichte und Kultur.
Für die Begegnung mit dem Niederdeutschen bieten sich in der Schule bereits jetzt vielfältige Möglichkeiten. Besonders im Fach Deutsch soll das Niederdeutsche in den Unterricht einbezogen werden. Je nach Schulform und Altersstufe sind klassische und moderne niederdeutsche Texte zu lesen, und die Eigenart dieser Literatur ist zu erarbeiten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Rückgangs der niederdeutschen Sprache ein und begründet die Notwendigkeit ihrer schulischen Förderung angesichts der Bedeutung für die Regionallandschaft.
2. Ausgewählte Aspekte der Entwicklung der niederdeutschen Sprache: Dieses Kapitel erläutert die sprachwissenschaftlichen Grundlagen, die geografische Ausbreitung und den aktuellen Status der niederdeutschen Varietäten.
3. Didaktisch-Methodisch Aspekte der Vermittlung des Niederdeutschen im Unterricht: Hier werden der aktuelle Stand der schulischen Einbindung, Konzepte zur Sprachbegegnung sowie der Spracherwerb und relevante Bildungsstandards analysiert.
4. Unterrichtskonzept: Dieses Kapitel stellt ein konkretes, für die 5./6. Klasse konzipiertes Unterrichtsprogramm vor, das darauf abzielt, praktischen Erstkontakt mit der Sprache unter Einbeziehung lokaler Angebote zu ermöglichen.
5. Ausblick auf die Zukunft des Niederdeutschen: Ein Fazit zur aktuellen Dynamik der Sprache, das die Notwendigkeit institutioneller Unterstützung für den Erhalt und die Weitergabe des kulturellen Erbes hervorhebt.
6. Fazit: Der Autor resümiert die Projektergebnisse und unterstreicht, dass die Integration Niederdeutschs in den Schulunterricht einen wichtigen Beitrag zum Erhalt regionaler Identität leistet.
Niederdeutsch, Plattdeutsch, Regionalsprache, Sprachvermittlung, Sprachbegegnung, Spracherwerb, Schulunterricht, PISA-Studie, Europäische Charta, Altmark, Sprachkultur, Didaktik, Bildungsstandards, Sprachkompetenz, Regionale Identität
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der niederdeutschen Sprache im deutschen Schulsystem, insbesondere mit der Frage, wie diese Regionalsprache effektiv unterrichtet werden kann.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Sprache, ihrer aktuellen soziolinguistischen Lage, den didaktischen Möglichkeiten für den Unterricht sowie der praktischen Konzeptplanung für Sekundarschulen.
Das Hauptziel besteht darin, zu evaluieren, inwieweit es sinnvoll ist, Schüler in der Altmark mit Niederdeutsch vertraut zu machen, und ein umsetzbares Unterrichtskonzept hierfür zu erstellen.
Der Autor nutzt Literaturanalysen von Rahmenlehrplänen und Bildungsberichten, wertet bestehende Erhebungen zur Sprachkompetenz aus und entwickelt darauf basierend eine methodisch strukturierte Unterrichtseinheit.
Der Hauptteil analysiert die historischen Sprachaspekte, den Status quo in verschiedenen Bundesländern sowie didaktische Empfehlungen zur Einbindung von Niederdeutsch in den regulären Schulunterricht.
Die Arbeit fokussiert sich vor allem auf die Begriffe Niederdeutsch, Regionalsprache, Sprachbegegnung, Bildungspolitik und unterrichtspraktische Konzepte.
Die Altmark dient als spezifischer regionaler Ankerpunkt des Autors, da dort die niederdeutsche Sprache in den Lehrplänen bislang nicht verankert ist, was den Bedarf für das entwickelte Konzept begründet.
Während einige Bundesländer wie Hamburg oder Schleswig-Holstein Niederdeutsch bereits als (Wahl-)Pflichtfach oder in Modellprojekten führen, ist es in anderen Regionen, wie etwa Sachsen-Anhalt, eher auf den Deutschunterricht oder Arbeitsgemeinschaften beschränkt.
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