Masterarbeit, 2022
197 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Lernvideos
2.1 Kriterien für (gute) Lernvideos
2.2 Lernvideos im Mathematikunterricht
2.3 Grenzen von Lernvideos
2.4 Lernvideos in der heutigen Bildungswelt
3. Grundlagen zur Unterrichtsgestaltung
3.1 Theorien zum Lernen im Mathematikunterricht
3.1.1 Lerntheorien
3.1.2 Selbstbestimmungstheorie
3.1.3 Einstellungen von Lehrkräften
3.2 Relevante Prinzipien der Mathematikdidaktik
3.2.1 Das Genetische Prinzip
3.2.2 Das Spiralprinzip
3.2.3 Das operative Prinzip
3.2.4 Das EIS-Prinzip
3.3 Erklären im Mathematikunterricht
4. Entwicklung der Forschungsfrage
5. Methodische Vorgehensweise
5.1 Qualitative Forschung und Verortung der Studie
Erhebungsverfahren
5.1.1 Fragebogen vor Interview
5.1.2 Interviewleitfaden
5.1.3 YouTube Video im Interview
5.1.4 Ablauf der Interviews
5.2 Auswertungsverfahren – die qualitative Inhaltsanalyse
5.3 Stichprobe
6. Ergebnisse
6.1 Lernüberzeugung im Allgemeinen – mithilfe von Fragebogen
6.2 Lernvideobewertung von Lehrkräften
6.3 Eigene Erfahrungen zur Nutzung mit Lernvideos
6.4 Kriterien für Lernvideos
6.5 Vor- und Nachteile von Lernvideos
6.6 Induktive Kodierungen
6.6.1 interaktive Videos
6.6.2 Themen im Mathematikunterricht
6.6.3 Differenzierung durch Lernvideos
7. Diskussion der Ergebnisse
7.1 Einfluss der Pandemiesituation auf den Einsatz von Lernvideos
7.2 Einsatz von Lernvideos im Mathematikunterricht
7.3 Kriterien für Lernvideos im Mathematikunterricht
7.4 Vor- und Nachteile
7.5 Auswirkungen von Einstellungen auf Lernvideonutzung
7.6 Reflexion der Methode
8. Fazit
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht, wie Lernvideos im Mathematik-Präsenzunterricht eingesetzt werden und nach welchen Kriterien Lehrkräfte diese auswählen. Ein zentrales Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den didaktischen Einstellungen der Mathematiklehrkräfte und ihrer spezifischen Verwendung von Lernvideos im Unterricht zu identifizieren und zu analysieren.
2. Lernvideos
Lernvideos werden ganz generell verstanden als Videos, die zum Lernen dienen. Der Begriff wird oft ohne ausdrückliche Definition verwendet, da klar ist was Videos sind und der vorgeschaltete Begriff des Lernens ebenfalls klar erscheint (vgl. Altieri et al., 2018; Schön & Ebner, 2013; Werner et al., 2018). Dabei bleibt häufig unklar welche Merkmale charakterisierend für solche Videos sind (vgl. Bednorz & Bruhn, 2021, S. 10). Videos im Allgemeinen können durch ihr Ansprechen zweier Sinneskanäle charakterisiert werden – visuell und auditiv – was im Vergleich zu anderen Lernmaterialien (z. B. Bildern oder Arbeitsblättern) einen starken Bezug zur Realität der Zuschauer:innen bewirken kann (vgl. Tesar et al., 2011, S. 4).
Es existieren viele verschiedene Arten von Videos und Filmen, die im Unterricht genutzt werden können, was eine genaue Definition des Begriffs „Lernvideo“ ebenfalls erschwert. Wolf (2015) grenzt in seinem Aufsatz Erklärvideos von Videotutorials, Performanzvideos und Lehrfilmen ab. Tutorials sind dabei eine Unterkategorie von Erklärvideos, in welchen eine konkrete Handlung demonstriert wird und die Zuschauer:innen zur Nachahmung anregen beziehungsweise anleiten soll. Performanzvideos stellen Videos dar, „in denen Fertigkeiten im Sinne einer Dokumentation oder einer Selbstdarstellung ohne weitere didaktische Aufarbeitung gezeigt werden“ (Wolf, 2015, S. 31). Lehrfilme beschreiben Videos, die in einem professionellen Kontext produziert werden (vgl. ebd., S. 31). Bei all diesen Videoarten können Inhalte gezeigt werden, die präsent schwer umsetzbar oder in Worte zu fassen wären (vgl. Schön & Ebner, 2013, S. 6).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz digitaler Medien und speziell Lernvideos im Mathematikunterricht ein und formuliert das Ziel der Forschungsarbeit.
2. Lernvideos: Das Kapitel definiert den Begriff "Lernvideo", beschreibt verschiedene Videoarten und diskutiert Kriterienkataloge sowie Einsatzmöglichkeiten im pädagogischen Kontext.
3. Grundlagen zur Unterrichtsgestaltung: Hier werden lerntheoretische Grundlagen, didaktische Prinzipien der Mathematik und Anforderungen an das Erklären im Mathematikunterricht theoretisch erarbeitet.
4. Entwicklung der Forschungsfrage: Auf Basis des Theorieteils werden hier das Forschungsinteresse konkretisiert und die zentralen Forschungsfragen sowie Hypothesen entwickelt.
5. Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign der qualitativen Studie, einschließlich der Stichprobenwahl, der Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse.
6. Ergebnisse: Die erhobenen Daten aus Fragebögen und Interviews werden in diesem Kapitel deskriptiv und induktiv aufbereitet und analysiert.
7. Diskussion der Ergebnisse: Die zentralen Befunde werden in einen größeren Kontext eingeordnet, mit den Hypothesen abgeglichen und methodisch kritisch reflektiert.
8. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichsten Erkenntnisse zusammen und liefert einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe im Bereich digitaler Medien im Unterricht.
Lernvideos, Mathematikunterricht, Erklärvideos, Lehrerüberzeugungen, Digitale Bildung, Unterrichtsgestaltung, Flipped Classroom, Qualitative Inhaltsanalyse, Medienkompetenz, Mathematische Didaktik, Lernprozesse, Zusatzmaterial, Lehr-Lern-Formate, YouTube, Differenzierung.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Einsatz von Lernvideos in der alltäglichen Praxis von Mathematiklehrkräften und beleuchtet, nach welchen Kriterien diese Videos ausgewählt und in den Präsenzunterricht integriert werden.
Zentrale Themen sind die Rolle von Lernvideos im Mathematikunterricht, die didaktische Einbettung in moderne Unterrichtskonzepte wie Flipped Classroom, die subjektiven Qualitätskriterien von Lehrkräften sowie die Einstellung der Lehrpersonen zu digitalen Lernmedien.
Die primäre Forschungsfrage lautet: Wie werden Lernvideos von Lehrkräften innerhalb ihres Mathematikunterrichts derzeit eingesetzt und nach welchen Kriterien wählen Lehrkräfte die genutzten Videos aus?
Es handelt sich um eine qualitative Studie. Dabei wurden sieben Mathematiklehrkräfte mittels offener Leitfadeninterviews befragt, ergänzt durch einen standardisierten Fragebogen, und die Daten wurden anschließend durch eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung (Lerntheorien, Didaktik, Kriterienkataloge) und den empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Interviews präsentiert und im anschließenden Diskussionsteil ausgewertet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lernvideos, Flipped Classroom, Mathematikinhalte, Lehrerperspektive, Lehr-Lern-Formate und didaktische Qualität beschreiben.
Obwohl eine allgemeine konstruktivistische Grundtendenz bei den befragten Lehrkräften erkennbar ist, zeigen sich individuelle Unterschiede in der Anwendungshäufigkeit, wobei insbesondere das Unterrichtskonzept der Lehrkraft (z. B. Integration im Lehrplan vs. punktueller Einsatz) die Nutzung maßgeblich beeinflusst.
Ja, die Pandemie hat bei allen befragten Lehrkräften initial zu ersten Erfahrungen mit der Produktion und dem Einsatz von Lernvideos geführt, wobei diese Erfahrungen für einige als Impuls für dauerhafte Konzepte dienten, während andere nach der Rückkehr zum Präsenzunterricht eher zu gewohnten Routinen zurückkehrten.
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