Examensarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 2,0
I Einleitung
II Die Vorbereitungen zur entscheidenden Schlacht
2.1 Die politische Ausgangslage und der Propagandakampf
2.2 Die Vorbereitungen zum Krieg
III Der Ablauf der Schlacht von Actium
3.1 Die Lager und die geographische Lage von Actium
3.2 Die ersten Auseinandersetzungen
3.3 Die Aufstellung der Flotten zum Kampf
3.4 Der Schlachtverlauf
3.5 Nach der Seeschlacht
3.6 Der Charakter der Schlacht von Actium
3.7 Die Schlacht von Actium oder der Actische Krieg?
IV Die Ergebnisse und Auswirkungen der Schlacht
V Fazit
Die wissenschaftliche Arbeit untersucht die Schlacht von Actium im Jahr 31 v. Chr. als entscheidende militärische Auseinandersetzung zwischen Octavian und Marcus Antonius. Ziel ist eine quellengestützte Analyse, die insbesondere den militärischen Charakter und die Hintergründe der Schlacht unter Berücksichtigung moderner Forschungsergebnisse, vornehmlich von Johannes Kromayer, kritisch beleuchtet.
Die politische Ausgangslage und der Propagandakampf
Wie in der Einleitung bereits angekündigt, wird diese Arbeit einen hauptsächlich militärischen Charakter haben. Jedoch sollen hier zu Beginn erst einmal die politische Ausgangslage sowie der Propagandakampf zwischen Octavian und M. Antonius beschrieben werden, welche schließlich in die militärische Auseinandersetzung geführt haben. Getreu dem Motto: Kein Krieg ohne Vorgeschichte, wird in diesem Überblick geschildert, wie sich die politische Lage in den Jahren vor der Schlacht von Actium darstellte und welche Entscheidungen und Aktionen die Situation soweit zuspitzten, dass zwei Feldherren Roms offen gegeneinander zu Felde zogen und somit nicht nur einen Wendepunkt in der Geschichte Roms, sondern auch eine Entscheidung über die Entwicklung der Geschichte herbeiführten, deren Folgen uns bis heute in vielen kleinen Details tangieren. Vergessen werden darf dabei auch nicht, dass während dieser Zeit die Bürgerkriege tobten und dass das römische Volk nichts weniger gebrauchen konnte, als zwei rivalisierende Triumvirn, die auch auf römischem Staatsgebiet um die alleinige Macht rangen.
Aus politischer Sicht war die Zeit noch immer geprägt vom Mord an Julius Caesar in den Iden des März 44 v. Chr., dem Adoptivvater und Großonkel Octavians, dessen Erbe und Namen Octavian nach dessen Tod antrat. Er nannte sich fortan ebenfalls Gaius Julius Caesar, den Beinamen Octavian bzw. Octavianus verwendete er selbst, auch wenn Cassius Dio das behauptet, nie. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird er jedoch trotzdem Octavian genannt, da dies die gängige und etablierte Bezeichnung für ihn in der Forschung ist.
I Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Schlacht von Actium ein, erläutert die quellenkritische Herangehensweise und stellt den militärischen Schwerpunkt sowie die Forschungsgeschichte dar.
II Die Vorbereitungen zur entscheidenden Schlacht: Dieses Kapitel analysiert die politische Situation, den langjährigen Propagandakampf und die militärischen Aufrüstungen, die den Weg in den Konflikt ebneten.
III Der Ablauf der Schlacht von Actium: Dieser zentrale Abschnitt beleuchtet die geographische Lage, die strategische Aufstellung der Flotten, den Verlauf des Gefechts sowie den Charakter als Durchbruchsschlacht.
IV Die Ergebnisse und Auswirkungen der Schlacht: Hier werden die militärischen Verluste, die politische Bedeutung der Niederlage von Marcus Antonius und die Folgen für die römische Geschichte diskutiert.
V Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Actium als Epochendatum, das den Übergang von der römischen Republik zum Prinzipat unter Octavian markiert.
Actium, Octavian, Marcus Antonius, Kleopatra, Bürgerkrieg, Triumvirat, Durchbruchsschlacht, Johannes Kromayer, römische Geschichte, Seekrieg, Propaganda, Prinzipat, Agrippa, antike Quellen, politische Herrschaft.
Die Arbeit untersucht die Hintergründe, den Ablauf und die Konsequenzen der Schlacht von Actium (31 v. Chr.) als entscheidende Auseinandersetzung zwischen Octavian und Marcus Antonius.
Im Mittelpunkt stehen die politische Vorgeschichte, die militärische Aufrüstung, der Propagandakrieg zwischen den Rivalen sowie eine quellenkritische Neubewertung des Charakters der Schlacht.
Das Ziel ist eine detaillierte, quellengestützte Darstellung, die den modernen Forschungsstand (insbesondere nach Johannes Kromayer) widerspiegelt und gängige Vorurteile in der antiken Überlieferung hinterfragt.
Der Autor nutzt eine historisch-kritische Analyse antiker Quellen (wie Cassius Dio, Plutarch, Velleius Paterculus) in Verbindung mit moderner Forschungsliteratur, um Ereignisse zu rekonstruieren und zu hinterfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die militärischen Vorbereitungen, die geographische Lage bei Actium, den detaillierten Ablauf der Seeschlacht sowie deren Auswirkungen auf die römische Machtstruktur.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Actium, Durchbruchsschlacht, Machtkampf, Octavian, Marcus Antonius, Propaganda und Prinzipat definieren.
Die moderne Forschung stützt sich auf die Erkenntnisse von Johannes Kromayer, der belegt, dass Antonius' Manöver eher als Durchbruchsversuch aus einer aussichtslosen Blockadesituation heraus geplant war.
Das Wetter, insbesondere saisonale Stürme, zwang Antonius dazu, den geplanten Ausbruch hinauszuzögern, was seinen strategischen Spielraum massiv einschränkte und den Blockadedruck erhöhte.
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