Examensarbeit, 2009
36 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
1.1 Rahmenbedingungen und Problematisierung
1.2 Anbindung an die Lehrerfunktionen
1.3 Zielsetzungen
2 Theoretische Grundlagen
3 Die Fördermaßnahmen
3.1 Analyse der Lerngruppe
3.2 Die Planung der Fördermaßnahme
3.3 Die Durchführung
3.3.1 Kommunizieren mit anderen: Teambildung
3.3.2 Vermittlung von Kommunikationsmodellen
3.3.3 Die SuS als Kommunikationsdetektive: Beobachtung von Gesprächsverhalten
3.3.4 Das Bildbeschreibungsspiel und das Taxispiel
3.3.5 Umformulierungstraining: Von der Du-Botschaft zur Ich-Botschaft
3.3.6 Analyse von komplexen Kommunikationssituationen
3.3.7 Argumentieren und Überzeugen: Die Fünfsatzübung
3.3.8 Kommunizieren vor anderen: Präsentieren
3.3.9 Feedback: Kontrollinstrument erfolgreichen kommunikativen Handelns
4 Auswertung und Evaluation
4.1 Ergebnisse der Evaluation
4.2 Reflexion der Fördermaßnahme(n)
5 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept zur Verbesserung der Kommunikationskompetenz und des Gesprächsverhaltens von Schülern der Jahrgangsstufe 10 zu entwickeln, um bestehende Defizite im schulischen Alltag zu reduzieren und soziale Lernprozesse zu fördern.
3.3.5 Umformulierungstraining: Von der Du-Botschaft zur Ich-Botschaft
In Anlehnung an Schulz von Thun hat eine Aussage mehrere Seiten. So kann der Satz einer Mutter zu ihrer Tochter „Und zieh dir eine Jacke über…“ folgendermaßen analysiert werden: Der Sachinhalt dieser Aussage besagt, dass es draußen kalt ist. Der Appell ist der Befehl, eine Jacke überzuziehen. Für die Beziehungsebene bedeutet die Aussage, dass die Tochter die richtige Entscheidung nicht treffen kann. Untersucht man die Aussage unter dem Aspekt der Selbstoffenbarung, wird deutlich, dass die Mutter um die Gesundheit ihrer Tochter besorgt ist. Es wird also schnell klar, dass eine Vielzahl von Faktoren bei der Analyse zwischenmenschlicher Kommunikation eine wichtige Rolle spielt. Ähnlich verhält es sich bei der Gegenüberstellung von sogenannten Du- und Ich-Botschaften.
Die Du-Botschaft impliziert häufig eine Anschuldigung und gibt dem Empfänger das Gefühl, sich rechtfertigen oder sogar wehren zu müssen. Oftmals enthalten diese Aussagen „k.o.-Worte“ wie beispielsweise „immer“, „nie“ oder „sowieso“, die eine erfolgreiche Kommunikation beeinträchtigen. Bei der Verwendung von Du-Botschaften entstehen häufig Missverständnisse, die durch eine gezielte Umformulierung in Ich-Botschaften vermieden werden können. Ich-Aussagen haben den Vorteil, dass persönliche Gefühle und Empfindungen vermittelt werden, um dem Gesprächspartner Bedürfnisse, Wünsche oder Interessen zu signalisieren. Der Gesprächspartner bekommt Einblick in die Empfindungswelt des anderen und wird nicht zu einer Handlung aufgefordert, sondern kann selbst entscheiden, ob er etwas tun möchte oder nicht.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage und die Notwendigkeit eines Kommunikationstrainings in einer heterogenen 10. Klasse.
2 Theoretische Grundlagen: Bietet einen Überblick über kommunikationswissenschaftliche Modelle, wie das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun.
3 Die Fördermaßnahmen: Stellt das konkrete Trainingskonzept vor, inklusive Analyse der Lerngruppe und praktischer Übungen wie Teambildung, Fünfsatzübung und Feedback-Methoden.
4 Auswertung und Evaluation: Analysiert den Erfolg der Maßnahme anhand quantitativer und qualitativer Daten aus Schüler- und Lehrerbefragungen.
5 Ausblick: Reflektiert die Ergebnisse und diskutiert Möglichkeiten für eine langfristige und fächerübergreifende Implementierung des Konzepts.
Kommunikationskompetenz, Gesprächsverhalten, Sozialtraining, Schule, Deutschunterricht, Didaktik, Kommunikationstraining, Evaluation, Feedback, Ich-Botschaften, Gruppenarbeit, Unterrichtsqualität, Schülernähe, Sekundarstufe I, soziale Kompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Durchführung eines Kommunikationstrainings zur Verbesserung der Gesprächskultur in einer 10. Klasse.
Die Schwerpunkte liegen auf aktiver Gesprächsbeobachtung, dem Erlernen von Kommunikationsmodellen, Argumentationsstrategien und einer konstruktiven Feedback-Kultur.
Das Ziel ist es, durch gezielte Fördermaßnahmen das kommunikative Verhalten der Schüler zu verbessern, um eine konstruktivere Lernatmosphäre zu schaffen.
Die Arbeit nutzt einen Mix aus teilnehmender Beobachtung, einer Trainingssequenz im Unterricht und einer abschließenden Evaluation mittels Fragebögen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Lerngruppe, die detaillierte Vorstellung der Trainingsbausteine und die Auswertung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kommunikationskompetenz, Ich-Botschaften, Feedback-Methoden und die Evaluation von Unterrichtsprozessen.
Es hilft, Kritik so zu verpacken, dass der Empfänger nicht in eine Abwehrhaltung geht, sondern motiviert bleibt und sich wertgeschätzt fühlt.
Sie dient als strategisches Werkzeug, um Schülern zu helfen, ihre Anliegen strukturiert zu formulieren und andere durch fundierte Argumentation zu überzeugen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

