Diplomarbeit, 2009
58 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung
2 Die Gewinn- und Verlustrechnung als Bestandteil des Jahresabschlusses deutscher Kreditinstitute
2.1 Rechtliche Grundlagen des Jahresabschlusses
2.1.1 Bestandteile des Jahresabschlusses
2.1.2 Vorschriften für den Jahresabschluss
2.2 Aufbau der Gewinn- und Verlustrechnung
2.2.1 Gliederung
2.2.2 Darstellungsformen der GuV
3 Entwicklung der Teilbereiche der Gewinn- und Verlustrechnung
3.1 Entwicklung des Teilbetriebsergebnisses
3.1.1 Entwicklung des Zinsüberschusses
3.1.1.1 Bedeutung des Zinsüberschusses für Kreditinstitute
3.1.1.2 Betrachtung der Entwicklung im Drei-Säulen-Modell
3.1.2 Entwicklung des Provisionsüberschusses
3.1.2.1 Bedeutung der Provisionserträge für Kreditinstitute
3.1.2.2 Betrachtung der Entwicklung im Drei-Säulen-Modell
3.1.3 Entwicklung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen
3.1.3.1 Personalaufwand
3.1.3.2 Sonstige Verwaltungsaufwendungen
3.2 Entwicklung des Betriebsergebnisses vor Bewertung
3.2.1 Nettoergebnis aus Finanzgeschäften
3.2.2 Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen
3.3 Entwicklung des Betriebsergebnisses
3.4 Entwicklung des Jahreserfolgs
4 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Ursachen für die Ertragsentwicklung deutscher Kreditinstitute im Zeitraum von 1999 bis 2008. Der Fokus liegt dabei auf einem Vergleich innerhalb der deutschen Drei-Säulen-Struktur (Großbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken), um zu analysieren, ob sich die Ertragslage in diesem Zeitraum tatsächlich signifikant verschlechtert hat und welche Faktoren diese Entwicklung maßgeblich beeinflusst haben.
3.1.1.1 Bedeutung des Zinsüberschusses für Kreditinstitute
Der Zinsüberschuss ist die wichtigste Ertragsquelle der Banken. Bei Sparkassen und Kreditgenossenschaften ist der Anteil des Zinsüberschusses am operativen Geschäft im Vergleich zu den Großbanken stärker ausgeprägt. Dies resultiert vor allem aus der stärkeren geschäftspolitischen Ausrichtung der Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf das private und gewerbliche Massengeschäft, vorwiegend im Mittelstand.
Während der Anteil der Erträge aus Zinsgeschäften bei den Großbanken einer starken Schwankung unterliegt, ist bei den Sparkassen und Kreditgenossenschaften eine Konstanz hinsichtlich der Bedeutung des Zinsüberschusses zu erkennen. So liegt der Durchschnitt des Anteils der Zinsüberschüsse am operativen Geschäft bei den Großbanken in den Jahren 1999 bis 2007 bei 56,6%. Eine Ausnahme bildet das Jahr 2008, in dem ein exorbitanter Anstieg auf 123,9% zu verzeichnen war. Hauptgrund für diese Entwicklung war das negative Nettoergebnis aus Finanzgeschäften, vor allem aus dem Eigenhandel der großen Institute und der damit erkennbar geringere operative Ertrag bei den Großbanken im vergangenen Jahr. Bei den Sparkassen lag der Durchschnitt im Betrachtungszeitraum bei 79,2%, bei den Genossenschaftsbanken bei 74,3% und unterstreicht damit den wichtigen Einfluss des Zinsergebnisses auf die Jahresergebnisse. Der langfristige Trend zeigt sich bei beiden Bankengruppen jedoch moderat rückläufig. Die Ursache für diese Entwicklung ist hauptsächlich in der weiterhin unter Druck stehenden Zinsmarge zu sehen. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken reduzieren ihre starke Fokussierung auf das Zinsgeschäft zu Gunsten des dienstleistungsgeprägten Provisionsgeschäftes.
1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung: Einführung in die Ertragskrise deutscher Banken, Erläuterung der Drei-Säulen-Struktur und Definition der Forschungsziele.
2 Die Gewinn- und Verlustrechnung als Bestandteil des Jahresabschlusses deutscher Kreditinstitute: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen für das Rechnungswesen von Banken und Erläuterung des Aufbaus der GuV.
3 Entwicklung der Teilbereiche der Gewinn- und Verlustrechnung: Detaillierte Analyse der Ertrags- und Aufwandskomponenten, insbesondere Zins- und Provisionsgeschäft sowie Verwaltungsaufwand und Bewertungsergebnis.
4 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Ertragssituation unter Berücksichtigung der Finanzkrise und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen durch Regulierung und Wettbewerb.
Ertragsentwicklung, Kreditinstitute, Großbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Gewinn- und Verlustrechnung, Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Verwaltungsaufwand, Bilanzsumme, Drei-Säulen-Modell, Finanzkrise, Bankbetriebslehre, Jahresabschluss, Risikovorsorge.
Die Arbeit analysiert die Ertragsentwicklung deutscher Banken im Zeitraum 1999 bis 2008 und vergleicht dabei die spezifischen Ergebnisse der drei Säulen des deutschen Bankensystems.
Im Fokus stehen die Erfolgsquellen Zins- und Provisionsgeschäft, die Entwicklung der Kostenstruktur sowie die Auswirkungen von Finanzmarktverwerfungen auf das Bewertungsergebnis.
Das Ziel ist es, Ursachen für die Ertragsentwicklung zu identifizieren und zu prüfen, ob die Ertragslage über den untersuchten Zeitraum tatsächlich eine negative Tendenz aufweist.
Es wird eine empirische Analyse auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank durchgeführt, wobei absolute Werte und relative Kennzahlen zur Vergleichbarkeit der Bankengruppen herangezogen werden.
Der Hauptteil gliedert sich nach den Bestandteilen der GuV: Es werden Zins- und Provisionsüberschüsse, Verwaltungsaufwendungen, das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften sowie das Bewertungsergebnis detailliert betrachtet.
Wesentliche Begriffe sind Drei-Säulen-Modell, Cost-Income-Ratio, Risikovorsorge, Zinsmarge und Eigenhandel.
Die Insolvenz führte im Jahr 2008 zu massiven Abschreibungen auf Wertpapiere und negativen Ergebnissen im Eigenhandel, was das Betriebsergebnis der Großbanken stark belastete.
Während Großbanken stärker im volatilen Investmentbanking und Eigenhandel tätig sind, fokussieren sich Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf das traditionelle, stabilere Massengeschäft mit dem Mittelstand.
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