Bachelorarbeit, 2008
38 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Anreizsysteme im Kontext der Wertorientierung
2.1 Begriffsabgrenzungen
2.1.1 Anreize
2.1.2 Anreizsysteme
2.2 Ziele und Aufgaben von Anreizsystemen
2.2.1 Motivationsfunktion
2.2.2 Selektionsfunktion
2.2.3 Koordinationsfunktion
2.3 Anforderungen an Anreizsysteme
2.3.1 Wirtschaftlichkeit
2.3.2 Flexibilität
2.3.3 Leistungsorientierung
2.3.4 Transparenz, Gerechtigkeit und Akzeptanz
2.3.5 Beeinflussbarkeit
2.3.6 Relevanz
2.3.7 Anreizkompatibilität
3 Arten der wertorientierten Anreizsysteme
3.1 Aktienkursorientierte Anreizinstrumente
3.1.1 Echte Eigenkapitalinstrumente
3.1.1.1 Belegschaftsaktien
3.1.1.2 Aktienoptionen
3.1.2 Virtuelle Eigenkapitalinstrumente
3.1.2.1 Virtuelle Aktien
3.1.2.2 Virtuelle Aktienoptionen
3.2 Kennzahlenorientierte Anreizsysteme
3.2.1 Direkte Entgeltzahlungen
3.2.2 Das Modell der Bonusbank
4 Praxislösungen zur Umsetzung
4.1 Bonus-Modell am Beispiel einer deutschen Fluglinie
4.2 Aktienoptionsprogramm am Beispiel eines österreichischen Anlagenbaukonzerns
4.3 Kombiniertes Anreizsystem
5 Praktische Implementierungsprobleme
6 Schlusswort
Die Arbeit untersucht die Gestaltung von Anreizsystemen im Kontext der wertorientierten Unternehmensführung. Das zentrale Ziel ist es, praktische Lösungsansätze aufzuzeigen, wie Mitarbeiter und Führungskräfte durch Anreizsysteme motiviert werden können, einen nachhaltigen Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes zu leisten.
3.1.1.2 Aktienoptionen
Aktienoptionsprogramme stellen für Mitarbeiter Kaufoptionen für Aktien des ausgebenden Unternehmens dar. Der Kaufpreis wird vorab im Rahmen des Optionsvertrages festgelegt. Die Mitarbeiter erhalten die Aktienoptionen entweder unentgeltlich oder durch Zahlung einer Optionsprämie. Diese Optionen stellen für Mitarbeiter ein Recht jedoch niemals eine Pflicht dar, Aktien zum festgelegten Preis zu erwerben. In der Praxis werden solche Kaufoptionen nur dann genutzt werden, wenn der aktuelle Aktienpreis zum Zeitpunkt der Optionsausübung über dem festgelegten Optionspreis liegt, um anschließend den Kursgewinn durch Verkauf der Aktien zu realisieren.
Im Gegensatz zu Belegschaftsaktien bieten Aktienoptionen den Vorteil einer asymmetrischen Chance-Risiko Verteilung, durch die dieses System auch zur Motivation risikoscheuer Beteiligter geeignet ist. Mitarbeiter können von Steigerungen des Aktienkurses prinzipiell unbegrenzt profitieren, ein Verlust ist jedoch auf eine eventuell bezahlte Optionsprämie beschränkt.
Doch auch Aktienoptionen bieten gewisse kritisch zu betrachtende Aspekte. Genannt sei hier die im Vergleich zur direkten Cash-Zahlung eher unsichere Gewinnrealisierungschance, da ein eventuell erzielbarer Gewinn von der zukünftigen Kursentwicklung der Aktien abhängt. Dies kann sich unter Umständen negativ auf die Motivationswirkung der Anreizempfänger auswirken. Weitere oft genannte Kritikpunkte sind die Verwässerung der Kapitalstruktur des Unternehmens durch die Eigentümerfunktion der Mitarbeiter sowie die durch Aktienoptionen begründeten versteckten Kosten für das Unternehmen.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Problemfeld der Anreizgestaltung zur wertorientierten Unternehmensführung und erläutert den weiteren Aufbau der Arbeit.
2 Anreizsysteme im Kontext der Wertorientierung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, Ziele und Anforderungen an Anreizsysteme, wobei insbesondere die Motivations-, Selektions- und Koordinationsfunktion hervorgehoben werden.
3 Arten der wertorientierten Anreizsysteme: Hier werden zwei Hauptkategorien, nämlich aktienkursorientierte und kennzahlenorientierte Systeme, theoretisch detailliert untersucht und die jeweiligen Instrumente vorgestellt.
4 Praxislösungen zur Umsetzung: Anhand von drei Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie verschiedene Anreizmodelle in der Realität angewendet und gestaltet werden.
5 Praktische Implementierungsprobleme: Dieses Kapitel kritisiert die Herausforderungen und potenziellen negativen Auswirkungen bei der Einführung von Anreizsystemen.
6 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung einer richtigen Ausgestaltung von Anreizsystemen als unterstützendes Instrument zur langfristigen Wertsteigerung.
Anreizsysteme, Wertorientierte Unternehmensführung, Mitarbeiterincentivierung, Aktienoptionen, Belegschaftsaktien, Bonusbank, Unternehmenserfolg, Leistungsorientierung, Motivationsfunktion, Selektionsfunktion, Koordinationsfunktion, Unternehmenswertsteigerung, Cash Value Added, Economic Value Added, Variable Vergütung
Die Arbeit behandelt die Gestaltung von Anreizsystemen, um das Verhalten von Mitarbeitern und Führungskräften gezielt an einer wertorientierten Unternehmensführung auszurichten.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Motivation, verschiedene Instrumente der wertorientierten Vergütung sowie die praktische Implementierung dieser Systeme.
Das Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie durch geeignete Anreizsysteme eine langfristige Steigerung des Unternehmenswertes unter Berücksichtigung von Shareholder-Interessen erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Konzepte und Modelle zur wertorientierten Vergütung kritisch zusammengetragen und anhand von Fallbeispielen illustriert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Anreizsysteme, eine detaillierte Differenzierung in aktienkurs- und kennzahlenorientierte Modelle sowie eine Analyse von Praxislösungen und Implementierungsproblemen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Anreizsysteme, Unternehmenswertsteigerung, Bonusbank, Aktienoptionen und wertorientierte Kennzahlen (wie EVA und CVA) gekennzeichnet.
Die Verzinsung dient dazu, die Manager in eine ähnliche Position wie die Investoren zu versetzen und sicherzustellen, dass die Belohnung für den Aufschub der Auszahlung angemessen kompensiert wird.
Der Aktienkurs kann durch externe Marktfaktoren verzerrt werden, die von den Mitarbeitern nicht beeinflusst werden können, was die Motivation mindern oder zu einer Leistungszurückhaltung führen kann.
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