Bachelorarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Auferstehung der Toten als Hoffnung über den Tod hinaus
3. Grundbegriffe einer biblischen Anthropologie als Ausdruck der Ganzheitlichkeit des Menschen
3.1. Das Menschenbild des Alten Testamentes unter besonderer Berücksichtigung anthropologischer Grundtermini
3.2. Das neutestamentliche Menschenbild unter besonderer Berücksichtigung anthropologischer Grundbegriffe
4. Tod und Auferstehung aus biblischer Perspektive
4.1. Tod und Auferstehung nach dem Alten Testament
4.1.1. Das Verständnis des Todes als Hinabsteigen in die Scheol
4.1.2. Vom Scheolglauben zur Auferstehungshoffnung
4.2. Tod und Auferstehung nach dem Neuen Testament
4.2.1. Das biblische Todesverständnis vor dem Hintergrund des Christusereignisses
4.2.2. Der Glaube an die Auferstehung der Toten aus neutestamentlicher Sicht
5. Die Entwicklung des Todes- und Auferstehungsverständnisses aus dogmengeschichtlicher Sicht
5.1. Tod und Seelenunsterblichkeit in der griechischen Philosophie platonischer Provenienz
5.2. Die Lehre von der Auferstehung der Toten in der theologischen Lehrtradition des Altertums
5.2.1. Der Glaube an eine Auferstehung des ganzen Menschen bei den Apostolischen Vätern
5.2.2. Die Überbietung der Unsterblichkeitslehren bei den frühchristlichen Apologeten und antignostischen Theologen
5.2.3. Die „hierarchische“ Auferstehung und leiblich konstituierte Seele bei Tertullian
5.2.4. Das Verständnis einer Auferstehung als prozesshaftes Geschehen bei Klemens und Origenes von Alexandrien
5.2.5. Die Vorstellung von zwei Auferstehungen bei Augustinus
5.3. Der Hylemorphismus und die Bestimmung der Seele als Form des Auferstehungsleibes in der mittelalterlichen Scholastik bei Thomas von Aquin
6. Eschatologische Konzeptionen und Grundlinien des 20. Jahrhunderts
6.1. Die evangelische Ganztodtheorie des 20. Jahrhunderts
6.2. Die kritische Auseinandersetzung mit der Ganztodtheorie in der katholischen Theologie
6.3. Die „Endentscheidungshypothese“ – der theologische Denkentwurf des Ladislaus Boros
7. Die Theorie einer „Auferstehung im Tod“ als neue Konzeption der katholischen Dogmatik der Gegenwart
7.1. Die These der „Auferstehung im Tod“ als Antwort auf eine klassisch gewordene katholische Eschatologie
7.2. Die Auferstehung des einen und ganzen Menschen als Individuum
7.3. Die Vollendung des Gesamten am Ende der Zeit
7.4. Das Verständnis einer Auferstehung als prozesshaftes Geschehen
7.5. Die „Auferstehung im Tod“ aus christologischer Perspektive
7.5.1. Im Tod Jesu vollzieht sich das Auferstehungsgeschehen
7.5.2. Die Auferstehung Jesu Christi als Voraussetzung der Auferweckung des Menschen
7.5.3. Die universale Perspektive der Auferstehung Christi
7.6. Die eschatologische Neuinterpretation der Identität zwischen Erden- und Auferstehungsleib
7.7. Die Stellung der These einer „Auferstehung im Tod“ in der neueren katholischen Dogmatik
7.7.1. Kritik an der Konzeption der „Auferstehung im Tod“
7.7.2. Chancen und Leistungen der Theorie gegenüber dem traditionellen eschatologischen Denkmodell
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des christlichen Verständnisses von Tod und Auferstehung, wobei der Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Theorie der „Auferstehung im Tod“ liegt. Ziel ist es, diese moderne Konzeption theologiegeschichtlich einzuordnen, kritisch zu würdigen und ihre Vereinbarkeit mit der christlichen Tradition und dem biblischen Menschenbild zu prüfen.
Die „Auferstehung im Tod“ aus christologischer Perspektive
Im Rahmen der Konzeption der „Auferstehung im Tod“ gibt es ebenfalls eine Bezugnahme zur Christologie, wobei Greshake anhand drei einschlägiger Themen aufzeigt, dass seine Theorie mit den im Neuen Testament auftretenden Verkündigungsbotschaften sowie den grundgelegten christologischen Strukturen des Auferstehungsgeschehens in Einklang steht. Zur Begründung seiner These bezieht sich Greshake erneut auf historische Eckpunkte, sodass auch hier Anknüpfungspunkte zur Dogmengeschichte vorzufinden sind.
Im Hinblick auf das im Neuen Testament bezeugte Christusereignis verstehen viele Theologen die Formulierung der „Auferstehung am dritten Tag“ nicht mehr unter einem chronologisch-zeitlichen Aspekt, sondern vielmehr als eine soteriologisch-heilsgeschichtliche Aussage. Der dritte Tag drückt dabei insbesondere das übernatürliche Handeln Gottes aus. Dabei ist es Greshake wichtig zu betonen, dass er nicht die Vorstellung eines „leeren Grabes“ leugnet, sondern dieser eine ebenso wichtige symbolische Bedeutung zuschreibt. Demnach kann das „leere Grab“ als ein von Gott gesetztes Zeichen verstanden werden, welches ebenfalls in der damaligen Zeit als ein notwendiges Signal gedeutet werden musste, um die am Kreuz realisierte Auferstehung Jesu Christi darzustellen. Dennoch steht Greshake der im Neuen Testament zugrundeliegenden These des „dritten Tages“ kritisch gegenüber, da die neutestamentlichen Aussagen keine Argumente liefern, welche besagen, dass Jesus Christus nicht unmittelbar, sondern erst am dritten Tag auferstanden sei und folglich bis dahin lediglich als leibfreie Seele existiert habe.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Vorgehens bei der Untersuchung dogmatischer Wandlungsprozesse.
2. Die Auferstehung der Toten als Hoffnung über den Tod hinaus: Darstellung der Entwicklung des Auferstehungsglaubens im Judentum und frühen Christentum unter Berücksichtigung anthropologischer Spannungen.
3. Grundbegriffe einer biblischen Anthropologie als Ausdruck der Ganzheitlichkeit des Menschen: Analyse des alttestamentlichen und neutestamentlichen Menschenbildes, das den Menschen primär als unteilbare Einheit von Leib und Geist begreift.
4. Tod und Auferstehung aus biblischer Perspektive: Untersuchung des biblischen Todesverständnisses, das den Tod als Feind definiert, dessen Macht durch das Christusereignis gebrochen wurde.
5. Die Entwicklung des Todes- und Auferstehungsverständnisses aus dogmengeschichtlicher Sicht: Historischer Aufriss der Seelenlehren und Auferstehungsverständnisse von der Antike über Patristik und Scholastik bis Augustinus.
6. Eschatologische Konzeptionen und Grundlinien des 20. Jahrhunderts: Diskussion moderner Ansätze wie der Ganztodtheorie und der Endentscheidungshypothese als Reaktionen auf klassische Eschatologien.
7. Die Theorie einer „Auferstehung im Tod“ als neue Konzeption der katholischen Dogmatik der Gegenwart: Zentrale Auseinandersetzung mit der Theorie von Gisbert Greshake, ihren christologischen Grundlagen sowie der Kritik und den Chancen dieses Modells.
8. Fazit: Zusammenfassendes Resümee der Ergebnisse und ein Ausblick auf die Bedeutung zukünftiger eschatologischer Forschung.
Auferstehung im Tod, Eschatologie, katholische Dogmatik, Gisbert Greshake, Leib-Seele-Einheit, biblische Anthropologie, Ganztodtheorie, Endentscheidungshypothese, Auferstehungsleib, Individualgeschichte, Universalgeschichte, christologische Vermittlung, Dogmengeschichte, Thomas von Aquin, Unsterblichkeit der Seele.
Die Arbeit befasst sich mit der theologischen Untersuchung der „Auferstehung im Tod“. Sie analysiert, wie sich das christliche Verständnis von Tod und Auferstehung im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat, um ein zeitgemäßes Denkmodell zu entwickeln.
Die zentralen Themen sind neben der biblischen Anthropologie und dogmengeschichtlichen Entwicklung vor allem die Auseinandersetzung mit modernen eschatologischen Theorien wie der Ganztodtheorie und die daraus resultierende Positionierung des Greshake'schen Denkmodells.
Das primäre Ziel ist es, die These einer „Auferstehung im Tod“ als fundierte Antwort auf die Schwachstellen traditioneller eschatologischer Modelle darzustellen, die oft einen problematischen Dualismus von Leib und Seele unterstellen.
Es handelt sich um eine dogmen- und theologiegeschichtliche Analyse. Die Autorin arbeitet primär hermeneutisch, indem sie biblische Quellen, patristische Schriften, scholastische Lehren (Thomas von Aquin) und moderne dogmatische Ansätze kritisch zueinander in Beziehung setzt.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Herleitung der „Auferstehung im Tod“. Dies beinhaltet sowohl die biblische Grundlage, die dogmengeschichtliche Tradition, die Kritik an anderen modernen Theorien des 20. Jahrhunderts als auch die detaillierte Darstellung und Diskussion der Position von Gisbert Greshake.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Auferstehungskonzeption, Ganzheitlichkeit des Menschen, Eschatologie, theologisches Denkmodell, dogmatische Weiterentwicklung und das Verhältnis von Natur und Gnade.
Im Gegensatz zum traditionellen Verständnis, das oft eine zeitliche Lücke zwischen Tod und der Auferstehung am Jüngsten Tag ("Wartezustand") sieht, postuliert die „Auferstehung im Tod“, dass die Auferstehung des gesamten Menschen bereits unmittelbar im Sterbeprozess durch Gottes Gnade erfolgt.
Die Arbeit reflektiert ausführlich die Kritik von Theologen wie Joseph Ratzinger, die u.a. die mangelnde Materialität des Auferstehungsleibes und pastorale Schwierigkeiten bemängeln, ordnet diese jedoch in einen diskursiven Gesamtzusammenhang ein, um die Leistungen des Modells hervorzuheben.
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