Doktorarbeit / Dissertation, 2009
193 Seiten, Note: magna cum laude
Die Dissertationsschrift analysiert den Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum von Schweizer Jugendlichen und untersucht dabei kantonale Unterschiede. Ziel ist es, die Prävalenz und die Entwicklung des Substanzkonsums in den verschiedenen Kantonen zu beschreiben und mögliche Erklärungsfaktoren für die beobachteten Unterschiede zu identifizieren. Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse von Daten der Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)-Studie.
Kapitel 2 beleuchtet den theoretischen und empirischen Hintergrund der Arbeit. Es werden Modelle des Gesundheitsverhaltens und des gesundheitlichen Risikoverhaltens vorgestellt, sowie relevante Konzepte wie Sozialisationstheorie, Substanzkonsum-Motive und Persönlichkeitspsychologische Konstrukte. Des Weiteren werden die Unterschiede der Schweizer Kantone in Bezug auf Fläche, Bevölkerung, Wirtschaftsfaktoren, Gesundheitspolitiken und Gesetze im Bereich des Substanzkonsums betrachtet. Der Forschungsstand zum Substanzkonsum von Jugendlichen wird ebenfalls zusammengefasst, wobei die Forschungslücke der Analyse kantonaler Unterschiede hervorgehoben wird.
Kapitel 3 beschreibt die methodische Vorgehensweise der Arbeit. Es werden die Forschungsfragen, die verwendeten Daten (HBSC-Studie), die Variablen der Kantone und die statistischen Auswertungsmethoden vorgestellt.
Kapitel 4 präsentiert die Ergebnisse der Analyse. Es werden die kantonalen Unterschiede im wöchentlichen Alkoholkonsum, im wöchentlichen Tabakkonsum und in der Cannabis-Lebenszeitprävalenz dargestellt. Die Ergebnisse werden nach Gesamtstichprobe, Geschlecht und Alter differenziert.
Kapitel 5 diskutiert die Ergebnisse der Arbeit. Es werden die Formen kantonaler Unterschiedlichkeit je nach Substanz, der Einfluss von Ausländeranteil und Bevölkerungsanteil mit geringer Bildung, das ländlich-städtische Spannungsfeld, die Arbeitslosenquote und die Scheidungsziffer als mögliche Erklärungsfaktoren betrachtet.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Substanzkonsum von Jugendlichen, kantonale Unterschiede, Alkohol, Tabak, Cannabis, Gesundheitsverhalten, Risikoverhalten, HBSC-Studie, sozioökonomische Faktoren, Familiäre Faktoren, Präventionsmaßnahmen, Gesundheitspolitik, Schweiz.
Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum sind weit verbreitet, wobei signifikante Unterschiede zwischen den 26 Schweizer Kantonen bestehen.
Ein hoher Bevölkerungsanteil mit geringer Bildung sowie ländliche Umgebungen begünstigen tendenziell den Alkoholkonsum bei jüngeren Jugendlichen.
Studien zeigen, dass eine hohe Bevölkerungsdichte (Urbanisierung) oft mit einer höheren Cannabis-Lebenszeitprävalenz korreliert.
Die „Health Behaviour in School-aged Children“-Studie ist eine internationale Untersuchung zum Gesundheitsverhalten von Schülern, die als Datenbasis für diese Dissertation diente.
Ja, die Analyse zeigt, dass der Ausländeranteil in einem Kanton ein signifikanter Erklärungsfaktor für die Varianz im Konsumverhalten ist.
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