Diplomarbeit, 2009
89 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. LERNFORMEN
2.1 FORMALES LERNEN
2.2 NONFORMALES LERNEN
2.3 INFORMELLES LERNEN
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3. PARADIGMEN INFORMELLEN LERNENS
3.1 ZUR KOMPETENZDISKUSSION
3.2 IMPLIZITES LERNEN
3.3 ERFAHRUNGSLERNEN
3.4 SELBSTORGANISIERTES LERNEN
3.5 ALLTAGSLERNEN
3.6 LERNEN AM ARBEITSPLATZ
3.7 ZUSAMMENFASSUNG
4. MODELLE DER BERUFSAUSBILDUNG
4.1 DAS DUALE SYSTEM DER BERUFSAUSBILDUNG
4.2 ALTERNATIVEN ZUM DUALEN SYSTEM
4.3 FOKUS: KAUFMÄNNISCHE AUSBILDUNGSBERUFE
4.4 ZUSAMMENFASSUNG
5. INFORMELLES LERNEN IM AUSBILDUNGSBETRIEB
5.1 BEDEUTUNG
5.2 FÖRDERUNG
5.3 ZERTIFIZIERUNG
5.4 NACHHALTIGKEIT
5.5 ZUSAMMENFASSUNG
6. INFORMELLES LERNEN IN DER BERUFSSCHULE
6.1 BEDEUTUNG
6.2 FÖRDERUNG
6.3 ZERTIFIZIERUNG
6.4 NACHHALTIGKEIT
6.5 ZUSAMMENFASSUNG
7. FORMELLES UND INFORMELLES LERNEN IM DUALEN SYSTEM
7.1 WIE MUSS INFORMELLES LERNEN IM BETRIEB AUSSEHEN UM POSITIVE AUSWIRKUNGEN AUF DIE BERUFSSCHULE ZU HABEN?
7.2 WIE MUSS LERNEN IN DER BERUFSSCHULE AUSSEHEN UM POSITIVE AUSWIRKUNGEN AUF DAS INFORMELLE LERNEN IM BETRIEB ZU HABEN?
7.3 ZUSAMMENFASSUNG
8. ABSCHLUSS
Die Arbeit analysiert die Wechselwirkungen zwischen formellem und informellem Lernen in der deutschen kaufmännischen Berufsausbildung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie diese beiden Lernformen im dualen System sinnvoll miteinander verknüpft und durch Ausbildungsbetriebe sowie Berufsschulen gezielt gefördert werden können.
Handlungsspielraum
Auszubildende brauchen für Ihre Entwicklung Freiräume um mit Methoden, Vorgängen, Arbeitsweisen und Ideen experimentieren zu können. Nur so können sie ihre Kenntnisse, Vorstellungen und Kompetenzen erproben und erweitern und im Anschluss daran gegebenenfalls verändern (vgl. Rauschenbach, Düx, Sass 2007). Um dies zu gewährleisten müssen die „Freiheitsgrade in der Arbeit, d. h. die unterschiedlichen Möglichkeiten kompetent zu handeln“ (Jensen-Kamph, Dehnbostel 2007, S. 150) möglichst ausgeprägt sein. Der Auszubildende muss „eigene Erfahrungen machen und eigene Wissenskonstruktionen und Interpretationen vornehmen können!“ (ebd., S. 151). Wichtig sind hierbei Irritationen, Krisen, Widersprüche und Probleme, die die Arbeit aufwirft, denn nur das führt zu Reflexion (vgl. Brüggemann, Rohs 2007, S. 277; vgl. 3.1) und unterstützt somit den informellen Kenntniserwerb in optimalem Maße.
1. EINLEITUNG: Darstellung der hohen Bedeutung informellen Lernens als Grundform menschlichen Lernens und Motivation für die Untersuchung im Kontext der kaufmännischen Berufsausbildung.
2. LERNFORMEN: Definition und analytische Abgrenzung von formalem, nonformalem und informellem Lernen zur Klärung der theoretischen Basis.
3. PARADIGMEN INFORMELLEN LERNENS: Untersuchung verschiedener Lernarten wie Erfahrungslernen, implizites Lernen und Lernen am Arbeitsplatz in Bezug auf Kompetenzentwicklung.
4. MODELLE DER BERUFSAUSBILDUNG: Analyse des dualen Systems der Berufsausbildung im Vergleich zu anderen internationalen Modellen und Fokus auf kaufmännische Berufe.
5. INFORMELLES LERNEN IM AUSBILDUNGSBETRIEB: Erläuterung der Bedeutung, Förderung und Zertifizierung informeller Lernprozesse aus betrieblicher Perspektive.
6. INFORMELLES LERNEN IN DER BERUFSSCHULE: Betrachtung der Berufsschule als bisher vernachlässigter Lernort für informelle Prozesse und Möglichkeiten der pädagogischen Unterstützung.
7. FORMELLES UND INFORMELLES LERNEN IM DUALEN SYSTEM: Zusammenführung der Ergebnisse zur Integration beider Lernformen und Vorstellung konkreter Verknüpfungsprojekte.
8. ABSCHLUSS: Resümee über die Notwendigkeit der komplementären Gestaltung von formellem und informellem Lernen zur Bewältigung zukünftiger Anforderungen der Arbeitswelt.
Informelles Lernen, Formelles Lernen, Duales System, Kaufmännische Berufsausbildung, Kompetenzentwicklung, Handlungskompetenz, Erfahrungslernen, Berufsschule, Ausbildungsbetrieb, Zertifizierung, Nachhaltigkeit, Reflexion, Arbeitsplatz, Selbstorganisiertes Lernen, Berufspädagogik.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle und Förderung des informellen Lernens innerhalb der deutschen kaufmännischen Berufsausbildung und wie dieses mit dem formellen Lernen im dualen System verknüpft werden kann.
Im Fokus stehen die Abgrenzung von Lernformen, die Kompetenzentwicklung, die Analyse des dualen Systems sowie praktische Strategien zur Verzahnung betrieblicher und schulischer Lernprozesse.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie informelles Lernen im dualen System identifiziert, gefördert und nachhaltig mit formellen Strukturen verbunden werden kann, um eine neue Ausbildungskultur zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf der globalen Methode der Textrecherche und wertet einschlägige Fachliteratur sowie Studien aus dem Bereich der Berufsbildungsforschung aus.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Lernparadigmen, die Analyse der Ausbildungsmodelle sowie die detaillierte Untersuchung der Potenziale von Ausbildungsbetrieb und Berufsschule als Lernorte.
Die wichtigsten Schlagworte sind informelles Lernen, duales System, Handlungskompetenz, Berufsbildung und Kompetenzentwicklung.
GALA-Lernaufgaben sind strukturierte Anforderungen, die das Lernen im Betrieb erfahrungsbezogen aufbereiten und somit einen produktionsnahen Kompetenzerwerb ermöglichen.
Die Arbeit beschreibt das Pilotprojekt "Lehrerlernen", bei dem Berufsschullehrer Praktika in Betrieben absolvieren, um tiefere Einblicke in die betriebliche Realität ihrer Auszubildenden zu erhalten.
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