Masterarbeit, 2023
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1. Bilderbücher
2.1.1. Definition
2.1.2. Funktion und didaktisches Potential von Bilderbüchern
2.1.3. Kriterien zur Auswahl von Bilderbüchern
2.2. Poesie
2.2.1. Lyrik
2.3. Literarisches Lernen
2.3.1. Definition
2.3.2. Aspekte literarischen Lernens
2.3.3. Methodik
2.4. Bilderbuchanalysemodelle
2.4.1. Narratoästhetisches Bilderbuchanalysemodell
2.4.2. Das sechsdimensionale Modell der Bilderbuchanalyse nach Michael Staiger
3. Analyseteil
3.1. Der Zauberlehrling
3.1.1. Paratextuelle und materielle Dimension
3.1.2. Verbale Dimension
3.1.3. Bildliche Dimension
3.1.4. Intermodale Dimension
3.1.5. Narrative Dimension
3.1.6. Kontextuelle Dimension
3.1.7. Potential des literarischen Lernens nach Spinner
3.2. Der Panther
3.2.1. Paratextuelle und materielle Dimension
3.2.2. Verbale Dimension
3.2.3. Bildliche Dimension
3.2.4. Intermodale Dimension
3.2.5. Narrative Dimension
3.2.6. Kontextuelle Dimension
3.2.7. Potential des literarischen Lernens nach Spinner
4. Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten des literarischen Lernens durch ausgewählte Bilderbücher der Reihe "Poesie für Kinder" des Kindermann Verlags zu untersuchen und zu analysieren, wie literarische Kompetenzen bei Kindern durch dieses Medium gefördert werden können.
3.1.3. Bildliche Dimension
Bei der bildlichen Dimension steht besonders die piktorale Zeichenebene des Bilderbuchs und die damit verbundene visuelle Gestaltung im Vordergrund. So lassen sich die Illustrationen der Künstlerin Sabine Wilharm zunächst dadurch kennzeichnen, dass ein skizzenhafter und comicähnlicher Zeichenstil verwendet wurde, wodurch eine für Kinder ansprechende künstlerische Gestaltung geboten wird. Durch diese Gestaltung treten außerdem bestimmte Objekte wesentlicher hervor und nehmen damit eine bedeutendere Position ein als andere Elemente, die dementsprechend in den Hintergrund rücken. Da das Bilderbuch aus zahlreichen Illustrationen besteht, wird die bildliche Dimensionierung anhand einiger exemplarisch ausgewählter Illustrationen erfolgen und diese eingehender betrachtet. Besonders auffällig gestaltet sich dabei die Verwendung von Doppelseiten, welche dazu beitragen, dass die Illustrationen sehr flächendeckend und dominant dargestellt werden können.
Als erstes Beispiel wird dabei die dritte illustrierte Doppelseite analysiert (vgl. Abb. 11). Bei dieser handelt es sich um eine ganzheitliche Darstellung, welche den verwinkelten Innenraum des Zauberhauses mit seinen Fenstern und Türen darstellt. Im Mittelpunkt der Darstellung ist der Zauberlehrling zu erkennen, welcher auf einem Hocker stehend über dem Zauberbuch gebeugt ist. Aus dem linken Fenster fliegend ist der Hexenmeister zu erkennen. Durch den Einsatz von kräftigen Farben, Farbverläufen und starken Umrisslinien werden Objekte wie der Zauberlehrling, der Hocker, das Zauberbuch sowie das Pult explizit hervorgehoben. Dadurch werden sie von den LeserInnen direkt wahrgenommen und rücken somit in den Blickpunkt der Betrachtung. Bei den restlichen Objekten hingegen wird ein blasser Farbverlauf verwendet, um diese weniger bedeutsam und weiter weg wirken zu lassen. Dies fällt besonders beim Farbverlauf der braunen Holzdecke auf, welche mit abnehmender Größe weniger sättigend und detailreich ist und somit als tiefer im Bild wahrgenommen wird. Die Verwendung dieses malerischen Stils kann auch als atmosphärische Perspektive beschrieben werden, welche mitunter dazu verwendet wird, um räumliche Tiefe im Bild zu erzeugen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Bilderbuchs als komplexes Erzählmedium und verankert es als zentrales Instrument für literarisches Lernen in der Primarstufe.
2. Theorieteil: Dieses Kapitel definiert Bilderbücher und Lyrik, erläutert die Aspekte literarischen Lernens und stellt Bilderbuchanalysemodelle vor.
3. Analyseteil: Der Analyseteil wendet die vorgestellten Analysemodelle auf die Bilderbücher "Der Zauberlehrling" und "Der Panther" an, um ihr Potential für literarisches Lernen zu evaluieren.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Tauglichkeit der gewählten Bilderbücher für literarisches Lernen und regt zu zukünftiger empirischer Forschung an.
Literarisches Lernen, Bilderbuch, Poesie für Kinder, Kinderliteratur, Multimodalität, Narratoästhetik, Michael Staiger, Kaspar Spinner, Lesekompetenz, Literarästhetik, Text-Bild-Verhältnis, Literaturdidaktik, Primarstufe, Adaption, Bildnarration.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Bilderbüchern, insbesondere aus der Reihe "Poesie für Kinder", als Lehrmittel zur Förderung von literarischem Lernen bei Kindern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Analyse von Bilderbüchern, die Bedeutung von Lyrik in der Kinderliteratur, die Aspekte literarischen Lernens nach Kaspar Spinner und die methodische Analyse nach Michael Staiger.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mittels ausgewählter Bilderbücher unterschiedliche Aspekte literarischen Lernens angeregt und in den Lernprozess integriert werden können.
Es wird eine systematische Analyse gemäß dem sechsdimensionalen Modell der Bilderbuchanalyse von Michael Staiger angewandt, ergänzt durch die theoretischen Aspekte literarischen Lernens nach Kaspar Spinner.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen und einen detaillierten Analyseteil, in dem die Werke "Der Zauberlehrling" und "Der Panther" hinsichtlich ihrer paratextuellen, verbalen, bildlichen, intermodalen, narrativen und kontextuellen Ebenen untersucht werden.
Die Bilderbücher zeichnen sich durch ihre multimodale Erzählweise aus, die Lyrik mit komplexen Illustrationen verbindet und somit eine mehrdimensionale Auseinandersetzung und Interpretation ermöglicht.
Sie ist entscheidend, da sie untersucht, wie Bild und Text interagieren, sich ergänzen oder widersprechen, und somit wesentlich zur Sinnbildung durch die Lesenden beiträgt.
Der Prolog fungiert als Rahmenhandlung, die durch historische Details wie das Zoobesuchs-Ticket den Entstehungs- und Inspirationskontext des Gedichts von Rilke greifbar macht und die Perspektive auf das Tier verändert.
Diese Dimension verbindet die erzählte Geschichte (histoire) mit der Erzählweise (discours) und ermöglicht es, Themen wie Gefangenschaft und Hochmut auf die Lebenswelt der Kinder zu projizieren.
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