Bachelorarbeit, 2008
59 Seiten, Note: 1,5
Einleitung
I Die religiöse Dimension in der populären Musik
1 populäre Musik- Terminologie
2 Die Geschichte von Pop und Religion
3 Erscheinungsformen populärer Musik und ihrer religiösen Dimension
3.1 Religiöse Elemente in der konsumorientierten, säkularen Popmusik
3.2 Religiöse Elemente in der okkulten bzw. satanistischen populären Musik
3.3 Meditative und esoterische Musikspiritualität im Kontext der „New Age-Bewegung“
3.4 Christliche Popmusik
4 Die religiösen Aspekte der populären Musik
4.1 Symbole und Geschichten- die textliche Ebene der populären Musik
4.2 Rhythmus und Ekstase- die musikalische Ebene der populären Musik
4.3 Kult innerhalb der populären Musikszene
4.4 Die transzendente Macht populärer Musik
5 Umgang mit Pop-Religiosität
6 Populäre Musik und Gnosis- ein Versuchsmodell
II Die Relevanz der populären Musik für den Religionsunterricht
1 Hinführung- Die Geschichte der religiösen Musik im Unterricht
2 Das Potenzial von Popmusik im Religionsunterricht heute
2.1 Orientierung an der Lebenswelt des Subjekts
2.2 Förderung der jugendlichen Sinnsuche, Identitätsfindung und Sozialisation
2.3 Moderne Symboldidaktik als Zugang zu den Schülern
2.4 Auffassung der Schüler
2.5 Videoclips
3 Methodische Erarbeitung
4 Kreative Weiterarbeit mit populärer Musik
5 Konkrete Beispiele für den Unterricht
5.1 „One of us“ von Joan Osborne
5.2 „Where is the love „ von den Black Eyed Peas
5.3 „Nicht von dieser Welt“ von Xavier Naidoo und „Armageddon“ von den Söhnen Mannheims
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die religiöse Dimension innerhalb der populären Musik und analysiert deren Potenzial für die religionspädagogische Praxis. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwiefern popkulturelle Ausdrucksformen als Medium für religiöse Erfahrungen dienen können und wie eine theologisch fundierte Auseinandersetzung im Unterricht gestaltet werden kann.
4.2 Rhythmus und Ekstase- die musikalische Ebene der populären Musik
Das folgende Kapitel beinhaltet nicht ohne Hintergedanken das Wort „Ekstase“ in der Überschrift. Denn im Folgenden wird die textliche Ebene verlassen, um sich der musikalischen zu widmen und hierbei nimmt der Begriff „Ekstase“ eine Schlüsselfunktion ein. Denn wenn es darum geht das religiöse Erbe innerhalb der Popmusik im Hinblick auf die musikalischen Strukturen zu sehen und den Zusammenhang zwischen religiösen und musikalischen Erfahrungen darzustellen, spielt er eine zentrale Rolle. In enger Verbindung mit dieser Terminologie stehen Begriffe wie „Rhythmus“ und „Bewegung“, welche sich auf die gesamtkörperliche Aktivität beziehen. Umsetzung findet diese in erster Linie auf Festen und Konzerte.
Rhythmik wird auch als „Ekstasemittel“ bezeichnet, da es die Körperbewegung stimuliert indem sie an Rhythmen, die von der Biologie vorgegeben sind, ansetzt. Denn auch im menschlichen Organismus selbst finden sich Rhythmen. Der Hauptrhythmus wird hierbei vom Herz-Kreislauf System bestimmt, doch selbst die kleinste Zelle trägt durch ihre Schwingungen zu einer komplexen Bewegung unseres Körpers bei die von unserem Nervensystem überwacht wird, damit unser innerer Rhythmus nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Der Rhythmus führt in der Regel zu einer starken Partizipation, äußerst selten bleibt es beim passiven Zuhören bzw. Zuschauen. Der Grad der Partizipation kann dabei vom Wippen mit dem Fuß, über das Klatschen bis hin zum Grölen und Tanzen durchaus variieren. Es ist weiterhin vor allem der Rhythmus, der die Musik dazu befähigt die Gefühle von Menschen aneinander anzugleichen, sie also in einen „Ein-klang“ zu bringen und ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Unterstützt wird die Rhythmik durch Harmonik, Melodik und Instrumentarium welche eine meditative bzw. ekstatische Wirkung haben. Die Wahl der Instrumente bestimmt weiterhin auch die Expressivität des Songs auf musikalischer Ebene.
Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema ein, begründet die Wortwahl „populäre Musik“ und skizziert die zweigeteilte Struktur der Untersuchung.
I Die religiöse Dimension in der populären Musik: Dieses Hauptkapitel untersucht die historischen Wurzeln sowie die verschiedenen Erscheinungsformen religiöser Anklänge in der Musikszene, von säkularer Popmusik bis hin zu okkulten Einflüssen.
II Die Relevanz der populären Musik für den Religionsunterricht: Der zweite Teil beleuchtet das didaktische Potenzial von Popmusik zur Identitätsfindung und Lebensweltorientierung im schulischen Kontext sowie methodische Zugänge zur Analyse.
Populäre Musik, Popmusik, Religion, Religionsunterricht, Religiosität, Spiritualität, Lebenswelt, Symboldidaktik, Ekstase, Identitätsfindung, Jugendkultur, Musikdidaktik, Theologie, Gnosis, Sakropop
Die Arbeit untersucht das Vorhandensein religiöser Dimensionen in der populären Musik und diskutiert, wie diese für den Religionsunterricht praktisch-theologisch nutzbar gemacht werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Musikgeschichte in Bezug auf Religion, der Analyse musikalischer und textlicher Strukturen, der Phänomenologie des Starkults und dem Einsatz von Medien wie Videoclips im Unterricht.
Ziel ist es, Lehrkräften Wege aufzuzeigen, wie sie an die Lebenswelt Jugendlicher anknüpfen können, indem sie die religiösen Aspekte der Popmusik im Unterricht kritisch und produktiv thematisieren.
Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen und musiksoziologischen Analyse, ergänzt durch hermeneutisch-phänomenologische Ansätze der Religionspädagogik.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der religiösen Präsenz in der Popmusik sowie einen praktischen Teil, der didaktische Methoden und konkrete Fallbeispiele zur Unterrichtsgestaltung vorstellt.
Zentrale Begriffe sind Populäre Musik, Religiosität, Lebenswelt, Identitätsfindung, Symboldidaktik und Praktische Theologie.
Populäre Musik wird als weiter gefasster Begriff verwendet, der industrielle Massenproduktion und Kommerzialisierung stärker inkludiert als die spezifisch jugendkulturell geprägte Popmusik.
Das Modell der Gnosis wird als besonders geeignet eingestuft, um Religion und Ästhetik zu verbinden, da es offener ist als andere Modelle und die individuelle Religiosität jenseits starrer Institutionen anerkennt.
Videoclips dienen als moderne visuelle Ergänzung zum Songtext. Sie helfen dabei, religiöse Dimensionen und moderne Themen wie Tod oder Identität anschaulich zu machen, erfordern aber eine methodische Vorbereitung.
Die Reaktionen sind meist positiv, sofern der Lehrer nicht als bloßer "Lockmittel-Anwender" auftritt, sondern die Musik ernst nimmt und einen respektvollen, dialogischen Austausch auf Augenhöhe fördert.
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