Masterarbeit, 2022
58 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Uncontrolled Manifold Hypothese
2.2 Synergien
2.3 Elementarvariablen: Gute und schlechte Varianz
3 Empirische Fragestellung
4 Methode
4.1 Systematische Literaturanalyse
4.2 Suchstrategie
4.2.1 Datenbank und Suchtermini
4.2.2 Ein- und Ausschlusskriterien
4.3 Qualitätsbewertung
4.4 Ergebnisse der Datenerhebung
4.4.1 Auswahl der Studien
4.4.2 Charakteristik der eingeschlossenen Studien
4.4.3 Risiko von Verzerrung und Studienqualität
5 Erkenntnisse der Einzelstudien
6 Allgemeine Schlussfolgerungen der untersuchten Studien
6.1 Die Relation zwischen Pathologie und Synergien
6.2 Herausforderungen und die Stabilisierung des Schwerpunktes
6.3 Die Auswirkungen von Interventionen auf Synergieeffekte
6.4 Die Relation vom Alter und Synergien
7 Diskussion
8 Limitation
9 Schlusswort
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, mittels einer systematischen Literaturanalyse den aktuellen Kenntnisstand über die Anwendung der Uncontrolled Manifold (UCM) Analyse zur Untersuchung menschlicher Gangkoordination zu bündeln, insbesondere um die Rolle von motorischen Synergien und deren Varianzkomponenten bei verschiedenen Bedingungen, Pathologien und Altersgruppen offenzulegen.
2.1 Uncontrolled Manifold Hypothese
Wie dem Zitat das diese Arbeit entriert zu entnehmen ist, führen mehrere Ansätze für dieselbe motorische Aufgabe immer zu geringfügig voneinander abweichenden Bewegungsmustern, betreffend der Kinematik, der Kinetik sowie der Muster der Muskelaktivierung.
Das macht die menschliche Koordination schwer zu erfassen, da es selbst für das Ausführen von einfachen Bewegungsaufgaben unzählige, leicht voneinander abweichende Varianten gibt, von denen gewiss jeder Mensch eine andere durchführen würde. Die Tatsache, dass jeder aufeinander folgende Versuch zur Lösung einer motorischen Aufgabe sowie jede Wiederholung einer Bewegungshandlung einzigartige und nicht wiederholbare neuronale und motorische Muster beinhalten, wurde von N.A. Bernstein 1967 erstmals als repetition without repetition bezeichnet.
Einer der naheliegenden Ursprünge der motorischen Variabilität ist die motorische Redundanz. Das Handlungssystem enthält mehr Elemente, als zur Lösung einer bestimmten Aufgabe erforderlich sind. Das heißt, dass eine motorische Aufgabe kein einzelnes, spezifisches motorisches Muster vorgibt, sondern dass das zentrale Nervensystem mit einem Entscheidungsproblem konfrontiert wird: Das sogenannte Problem der Freiheitsgrade (DOF-Problem), aus mehr als einer Möglichkeit zur Problemlösung auswählen zu müssen. Und selbst wenn stets die beste Variante ausgewählt wird, so gibt es doch Variationen in den Details der Ausführung: Eben eine Wiederholung ohne eine Wiederholung (vgl. Latash et al., 2002, S. 26).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Problem der motorischen Redundanz ein und definiert das Ziel der Arbeit, den aktuellen Forschungsstand zu UCM-Analysen bei der Gangkoordination systematisch aufzuarbeiten.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die UCM-Hypothese, den Begriff der motorischen Synergie sowie die Differenzierung zwischen „guter“ und „schlechter“ Variabilität zur Stabilisierung von Leistungsvariablen.
3 Empirische Fragestellung: Hier werden die zentralen Forschungsfragen formuliert, die untersuchen, wie die UCM-Analyse die menschliche Koordination beim Gehen unter verschiedenen Gegebenheiten erhellt.
4 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das systematische Vorgehen der Literaturrecherche über PubMed, die festgelegten Auswahlkriterien sowie die Instrumente zur Qualitätsbewertung der einbezogenen Studien.
5 Erkenntnisse der Einzelstudien: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der 18 identifizierten Studien chronologisch und thematisch fokussiert hinsichtlich der identifizierten Synergien und Varianzkomponenten zusammengefasst.
6 Allgemeine Schlussfolgerungen der untersuchten Studien: Die Ergebnisse der Einzelstudien werden hier in übergeordnete Kategorien gebündelt, um Erkenntnisse zu Pathologien, Herausforderungen, Interventionen und dem Einfluss des Alters synthetisch darzustellen.
7 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Erkenntnisse sowie die methodische Qualität der Arbeit und diskutiert die klinische Relevanz der UCM-Methode im Kontext der motorischen Kontrolle.
8 Limitation: Hier werden Einschränkungen hinsichtlich der Stichprobengröße, der Auswahl der Datenbanken und der spezifischen Fokussierung auf die unteren Extremitäten kritisch dargelegt.
9 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert den Mehrwert der UCM-Forschung für das Verständnis der Gangvariabilität und identifiziert Potenzial für zukünftige therapeutische Anwendungen.
UCM-Analyse, Uncontrolled Manifold, Motorische Synergien, Gangkoordination, Systematische Literaturanalyse, Motorische Redundanz, VarUCM, VarORT, Biomechanik, Gangvariabilität, Neuromotorik, Motorische Flexibilität, Körperschwerpunkt, Klinische Forschung, Stabilisierung
Die Arbeit untersucht den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Anwendung der Uncontrolled Manifold (UCM) Analyse bei der Erforschung der menschlichen Gangkoordination.
Zentrale Themen sind die menschliche motorische Redundanz, die Definition und Messung von motorischen Synergien sowie deren Anpassung bei pathologischen Bedingungen, Altersunterschieden und externen Belastungen.
Das Ziel ist es, in einer systematischen Literaturanalyse zu zeigen, was die UCM-Analyse über die menschliche Koordination der unteren Gliedmaßen beim Gehen offenbaren kann, insbesondere hinsichtlich der Stabilität und Flexibilität.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse (Review), die nach den PRISMA-Standards durchgeführt wurde, inklusive einer Qualitätsbewertung der Studien durch NHLBI-Instrumente.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine methodische Darstellung der Rechercherouten und eine kategorisierte Auswertung der 18 inkludierten Studien zu Themen wie Pathologie, Alter und spezifischen Herausforderungen beim Gang.
UCM-Analyse, Synergien, Gangkoordination, VarUCM, VarORT, motorische Redundanz und Systematische Literaturanalyse.
Die Arbeit zeigt, dass Schlaganfallpatienten in der Lage sind, ihre veränderte Gelenkkinematik synergetisch zu nutzen, um trotz neurologischer Defizite den Körperschwerpunkt stabil zu halten.
Studien deuten auf eine altersunabhängige Fähigkeit hin, Synergien zu nutzen, wobei einige Untersuchungen bei älteren Personen einen schwächeren Synergieindex fanden, was möglicherweise auf zentralnervöse Veränderungen hinweist.
Die Analyse der Literatur ergab, dass Ermüdung zwar die motorische Leistung beeinflussen kann, die UCMRatio jedoch nicht in allen untersuchten Szenarien signifikant verändert wurde, was auf die Robustheit der zugrundeliegenden koordinativen Mechanismen hindeutet.
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