Bachelorarbeit, 2022
70 Seiten, Note: 1,0
1. Zur Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation
2. Anforderungen an eine sozial-ökologischen Transformation
2.1 Einordnung relevanter Begriffe
2.2 Interdisziplinärer Rahmen für eine sozial-ökologische Transformation
2.3 Herausforderungen und Pfadabhängigkeiten
2.4 Strategische Prinzipien der Effizienz, Konsistenz und Suffizienz
3. Die Grenzen des Wachstums?
3.1 Wachstumskontroverse
3.2.1 Wirtschaftswachstum als Voraussetzung für eine nachhaltige Gesellschaft
3.2.2 Kritik am Paradigma des Wirtschaftswachstums
3.2 Der Zusammenhang zwischen Wohlstand und Wirtschaftswachstum
3.2.1 BIP als Wohlstandsindikator
3.2.2 Auswirkungen moderner Konsumverhältnisse auf subjektives Wohlbefinden
4. Alternative Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte
4.1 Das Konzept einer Green Economy
4.1.1 Handlungsfelder und Ziele
4.1.2 Transformationspotenziale der Effizienz
4.1.3 Transformationspotenziale der Konsistenz
4.2 Das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie
4.2.1 Handlungsfelder und Ziele
4.2.2 Gesellschaftliche und institutionelle Dimension
5. Paradigmenwechsel für eine zukunftsfähige Gesellschaft?
5.1 Analyse der Transformationspotenziale einer Green Economy
5.2 Analyse der Transformationspotenziale einer Gemeinwohl-Ökonomie
6. Fazit
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation westlicher Industriegesellschaften angesichts multipler Krisen. Das Ziel ist es, alternative Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte – konkret die "Green Economy" und die "Gemeinwohl-Ökonomie" – auf ihr Transformationspotenzial hin zu vergleichen, um einen Pfad aus der wachstumsgetriebenen Ressourcenkrise zu skizzieren.
3.2.1 BIP als Wohlstandsindikator
Die Einordnung des objektiven Wohlstands gelingt im ökonomischen Kontext einfacher: Das BIP eines Landes bzw. seine Wachstumsrate gibt Auskunft über den Gesamtwert aller produzierten Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres hergestellt wurden (Vgl. Jörg/Hauff, S. 18). Der Indikator BIP bewertet somit die ökonomische Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft und wird, vor allem auf sozialpolitischer Ebene, mit einer Steigerung des Wohlstandsniveaus verbunden (Vgl. ebd., S. 18). Gerade für Wirtschaft und Politik werden neben Inflationsrate, Zinsniveau, Arbeitslosenquote und Zahlungsbilanz das Wachstum des BIP als wesentliche Messgröße herangezogen und bietet somit eine zentrale Entscheidungsgrundlage (Vgl. ebd., S. 18). Um ein Verständnis von gesellschaftlichem Wohlstand zu vermitteln, ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem BIP als Wohlstandsindikator notwendig.
Wie Seidl und Zahrnt darlegen, besitzen längst nicht alle Kategorien, die einen positiven Beitrag auf die gemessene Wirtschaftsleistung ausüben und somit das BIP zum Wachsen bringen, auch eine förderliche Wirkung für die Wohlfahrt einer Gesellschaft. So wirken sich bspw. auch Zerstörungen wie Unfälle, Umweltkatastrophen und Krieg (z.B. durch Waffenexporte) steigernd auf das BIP aus. Dahingegen werden bspw. Luftverschmutzungen, die Zerstörung der Artenvielfalt, der Abbau von fossilen Energieträgern, Bodenversiegelung sowie der Verlust von Bodenfruchtbarkeit nicht in das BIP eingerechnet. Diese Entwicklungen verschlechtern die Lebensgrundlage von Gesellschaften drastisch und sind meist auf ökonomische Aktivitäten zurückzuführen (Vgl. Seidl/Zahrnt 2010b, S. 29). Weiterhin werden viele wohlfahrtssteigernde Tätigkeiten, die sich der ökonomischen Messbarkeit entziehen, wie bspw. Haus- und Care-Arbeit sowie Ehrenamt, nicht im BIP abgebildet (Vgl. Jackson 2012, S. 58). Diese offensichtlichen Mängel am BIP als Wohlstandsindikator legen die Vermutung nahe, dass eine tatsächliche Messung der Lebenszufriedenheit durch rein ökonomische Größen nicht ausreichend möglich ist (Vgl. Schmidt/aus dem Moore, S. 1; Ruckriegel, S. 130).
1. Zur Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation: Einleitende Darstellung der multiplen Krisen unserer Zeit und der Notwendigkeit einer fundamentalen transformation des Wirtschaftssystems.
2. Anforderungen an eine sozial-ökologischen Transformation: Definition zentraler Begriffe sowie Vorstellung des interdisziplinären Rahmens und der drei Basisstrategien Effizienz, Konsistenz und Suffizienz.
3. Die Grenzen des Wachstums?: Kritische Auseinandersetzung mit dem Wachstumsdogma und Erläuterung des Zusammenhangs zwischen BIP, Konsummustern und Wohlbefinden.
4. Alternative Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte: Detaillierte Beschreibung der Konzepte "Green Economy" inklusive ihrer zwei Säulen und der "Gemeinwohl-Ökonomie" mitsamt ihren ethischen Governance-Strukturen.
5. Paradigmenwechsel für eine zukunftsfähige Gesellschaft?: Vergleich und Analyse der Transformationspotenziale beider Konzepte hinsichtlich ökonomischer und gesellschaftlicher Dimensionen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ansätze und Appell für eine Symbiose der Konzepte, um strukturelle Pfadabhängigkeiten zu überwinden.
Sozial-ökologische Transformation, Green Economy, Gemeinwohl-Ökonomie, Wirtschaftswachstum, BIP, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Postkapitalismus, Konsumverhalten, Wohlstand, Klimakrise, Systemwandel, Gesellschaftsvertrag, Suffizienz, Dekarbonisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der sozial-ökologischen Transformation als zwingendes Erfordernis für eine zukunftsfähige Gesellschaft angesichts der ökologischen Krisen unserer Zeit.
Die zentralen Themenfelder sind die Grenzen des kapitalistischen Wirtschaftswachstums, die Rolle des BIP, nachhaltige Konsummuster sowie der Vergleich zweier alternativer Wirtschaftsmodelle.
Das Ziel ist es, aus einer Literaturanalyse herauszuleiten, welches Potenzial die "Green Economy" und die "Gemeinwohl-Ökonomie" für einen tiefergreifenden gesellschaftlichen Wandel bieten.
Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre Literaturanalyse, die theoretische Konzepte prüft und durch Fallbeispiele und Empirie unterfüttert.
Der Hauptteil gliedert sich in die kritische Hinterfragung des Wachstums, gefolgt von einer detaillierten konzeptionellen Analyse der Green Economy und der Gemeinwohl-Ökonomie.
Schlüsselbegriffe wie Entkopplung, Rebound-Effekt, Gemeinwohl-Bilanz, demokratische Allmende und Pfadabhängigkeiten bilden den theoretischen Kern.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Green Economy zwar wichtige technologische Innovationen fördert, jedoch durch ihr Festhalten am Wachstumsparadigma bei sozialen und tiefergreifenden strukturellen Herausforderungen an Grenzen stößt.
Sie strebt eine ethische Marktwirtschaft an, in der nicht Gewinnmaximierung, sondern das Gemeinwohl und die Förderung kooperativer Strukturen durch Instrumente wie die Gemeinwohl-Bilanz im Zentrum stehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

