Bachelorarbeit, 2021
43 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Informationen zum Autoren
3. Zusammenfassung des Dramas
4. Charakteranalyse
4.1 Johanne
4.2 Regine
4.3 Frau Alving
5. Macht und Diskurs nach Michel Foucault
5.1 Macht
5.2 Diskurs
6. Produktion von Macht und Diskurs im Rahmen des Dramas
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht Henrik Ibsens Familiendrama "Gespenster" unter Anwendung der macht- und diskurstheoretischen Ansätze von Michel Foucault, um die Konstruktion von Machtverhältnissen, Moralvorstellungen und Geschlechterrollen innerhalb der Figurenkonstellation zu analysieren.
Die Stigmatisierung der Frau im Diskurs
Des Weiteren wird erneut auf den Aspekt der Bevormundung Regines druch eingegangen: so versucht Manders Frau Alving von einer Rückkehr Regines zu Engstrand zu überzeugen.Anhand der Aussage „Jeg har taget Regine til mig, og hos mig blir hun.“ (Ibsen 1881:21) wird dieser Ansicht jedoch widersprochen.
Von besonderer Relevanz ist hier der finalistische Charakter der Aussage: Frau Alving befürwortet weder die Rückkehr Regines zu Engstrand wird aber impliziert, dass die Anstellung Regines im Asyl als einzig richtige Option erachtet.
Osvalds erstes Auftreten ist von Implikationen des Vergangenen gekennzeichnet: so stellt Manders eine überraschende Ähnlichkeit zum verstorbenen Kammerherren – Osvalds Vater – fest,während Frau Alving dieser Ansicht ausdrücklich widerspricht. Somit wird also ihr Bestreben, Osvald vom Vater zu entfremden, illustriert.
Osvalds Schilderungen bezüglich des Lebens in Paris fungieren erneut als Illustration des für das Drama zentralen Aspekt der Moralität. So verstößt das Konzept des Zusammenlebens außerhalb ehelicher Verhältnisse gegen das von Manders postulierte Konzept der Moralität. Der Ausruf „Det er altså om ulovlige forhold, De taler!“ (Ibsen 1881:25) – und im Besonderen die Verwendung des Adjektives ulovlig betont an dieser Stelle, dass außereheliche Beziehungen als Verstoß gegen bestehende soziale Konventionen, und somit als unmoralisch ausgelegt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Familiendrama "Gespenster" ein und erläutert die Relevanz von Moralität und Geschlechterrollen sowie die Forschungs- und Hypothesenbildung der Arbeit.
2. Informationen zum Autoren: Hier wird der Werdegang von Henrik Ibsen skizziert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf seiner Abkehr von der Theatertradition und seinem Beitrag zur Strömung der Moderne liegt.
3. Zusammenfassung des Dramas: Dieses Kapitel liefert eine inhaltliche Übersicht des Dramas von 1881, inklusive der zentralen Themen, des zeitlichen Rahmens und der maßgeblichen Figurenkonstellation.
4. Charakteranalyse: Dieser Abschnitt widmet sich der detaillierten Untersuchung der Figuren Johanne, Regine und Frau Alving im Hinblick auf deren Rolle, Status und Interaktionen.
5. Macht und Diskurs nach Michel Foucault: Kapitel fünf erläutert die theoretischen Grundlagen der Machtanalytik und des Diskursbegriffs nach Foucault, welche die methodische Basis der Analyse bilden.
6. Produktion von Macht und Diskurs im Rahmen des Dramas: Hier erfolgt die konkrete Anwendung der foucaultschen Theorie auf die Handlung von "Gespenster", um die Konstruktion von Moral und Geschlechterrollen zu durchleuchten.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die Übertragbarkeit der theoretischen Konzepte auf das Drama sowie zukünftigen Forschungsbedarf.
Henrik Ibsen, Gespenster, Michel Foucault, Macht, Diskurs, Moralität, Geschlechterrollen, Frauenfiguren, Dramenanalyse, Sozialkritik, Wissen, Widerstand, Subjektivierung, Identität, Macht-Wissen-Komplex.
Die Bachelorarbeit untersucht das 1881 erschienene Familiendrama "Gespenster" von Henrik Ibsen aus einer macht- und diskurstheoretischen Perspektive.
Die zentralen Themenfelder umfassen Moralvorstellungen, die Rolle der Geschlechter, gesellschaftliche Normen, Machtstrukturen und deren Einfluss auf die Konstruktion individueller Identitäten.
Die Arbeit analysiert, wie im Rahmen des Dramas Machtverhältnisse und Geschlechterrollen durch die Produktion und Aushandlung von moralischen Diskursen konstituiert werden.
Es handelt sich um eine Dramenanalyse, bei der die erhobenen Aspekte unter Anwendung der Macht- und Diskursbegriffe von Michel Foucault interpretiert werden.
Im Hauptteil werden zunächst die Charaktere analysiert, gefolgt von einer theoretischen Einführung in Foucaults Konzepte, um schließlich die Produktion von Macht und Diskurs innerhalb des Dramas kritisch zu untersuchen.
Wesentliche Begriffe sind Ibsen, Macht, Diskurs, Moralität, Geschlechterrollen, Subjektivierung und Foucault.
Manders fungiert als Repräsentant einer christlich-moralischen Pflichtethik, die im starken Kontrast zum individuellen Streben von Frau Alving steht und die soziale Ausgrenzung bestimmter Figuren fördert.
Frau Alving nutzt den Diskurs und das Erlangen von Wissen, etwa über die Untreue ihres Ehemannes, als Instrument, um ihre Position innerhalb der bourgeoiden Familienstruktur zu hinterfragen und sich von traditionellen Normen zu befreien.
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