Diplomarbeit, 2009
107 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 EINFÜHRUNG IN DEN UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND
2.1 Forschungsstand
2.2 Strukturen, Arenen und Akteure der deutschen Schulpolitik
2.2.1 Arenen und Strukturen
2.2.2 Akteure
2.3 Die grundlegenden Positionen von CDU und SPD in der Schulpolitik
2.4 Parteiprogramme
2.5 PISA 2000 – Ziele und Ergebnisse der Studie
2.6 Handlungsempfehlungen nach PISA
3 THEORETISCHER HINTERGRUND
3.1 Wirkungsverständnis von PISA
3.2 Modelle parteilichen Verhaltens
3.3 Annäherung oder Auseinanderentwicklung der schulpolitische Profile
4 FORSCHUNGSPRAKTISCHE VORGEHENSWEISE
4.1 Begriffsdefinition und Kurzbeschreibung
4.2 Die Methode der Inhaltsanalyse
4.3 Codierverfahren
4.4 Entwicklung des Kategoriensystems
4.5 Datenerhebung und Datenerfassung
5 DATENAUSWERTUNG – PRÄSENTATION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
5.1 Veränderungen im schulpolitischen Gestaltungswillen der Parteien
5.2 Handlungsempfehlungen und Parteiprogrammatik
5.3 Annäherung oder Auseinanderentwicklung der Parteiprofile nach PISA?
5.3.1 Einzelanalyse
5.3.2 Globalbetrachtung
5.3.3 Analyse der schulpolitischen Schwerpunktsetzungen der Parteien nach PISA
5.3.4 Zusammenfassung der Konvergenz- bzw. Divergenzbefunde
6 FAZIT
6.1 Einordnung der Ergebnisse
6.2 Kritische Würdigung
6.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der schulpolitischen Programmatik der deutschen Volksparteien Union und SPD infolge der ersten PISA-Studie von 2000, um festzustellen, ob eine programmatische Annäherung oder Divergenz der Parteiprofile stattgefunden hat.
3.2 Modelle parteilichen Verhaltens
Im Rahmen der Ausführungen zur Wirkungsweise von PISA auf die schulpolitischen Profile der Parteien, wurde bereits angesprochen, dass Parteien als rational handelnde Akteure ihre Einfluss- und Wirkungsmöglichkeiten, insbesondere im Vergleich zu anderen Parteien, zu optimieren trachten (vgl. Rucht/Volkens 1998: 312). In diesem Abschnitt werden nun drei theoretische Modelle parteilichen Verhaltens dargelegt. Ziel ist es, dadurch ein besseres Verständnis für mögliche Verhaltensweisen der Parteien nach PISA 2000 zu gewinnen, um darauf aufbauend Hypothesen zu potentiellen Annäherungen oder Auseinanderentwicklungen im schulpolitischen Gestaltungswillen von Union und SPD zu entwickeln.
Es existiert keine allgemeine Theorie der Präferenzen und des Verhaltens von Parteien bzw. der sie repräsentierenden und führenden Individuen. Jedoch liegen in der Literatur einige theoretische Modelle zum (kompetitiven) Verhalten von Parteien vor, welche davon ausgehen, dass politische Parteien ein begrenztes und eindeutig definiertes Set an Zielen haben (vgl. Müller/Strom 1999: 5).
Bei diesen in der Rational-Choice-Literatur entwickelten Theorien parteilichen Verhaltens, kann zwischen dem (1) Office-seeking, (2) Policy-seeking, und (3) Vote-seeking Modell unterschieden werden (vgl. Strom 1990: 566). Diese drei Handlungsperspektiven werden im Folgenden in knapper Form dargestellt:
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik PISA, Darstellung der Forschungsfragen und des Untersuchungsdesigns.
2 EINFÜHRUNG IN DEN UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND: Aufbereitung des Forschungsstandes und theoretische Verortung der PISA-Studie als politisches Ereignis.
3 THEORETISCHER HINTERGRUND: Herleitung der Konvergenz- und Divergenzhypothesen basierend auf Modellen parteilichen Verhaltens.
4 FORSCHUNGSPRAKTISCHE VORGEHENSWEISE: Erläuterung der Inhaltsanalyse als Methode zur Untersuchung der Landtagswahlprogramme.
5 DATENAUSWERTUNG – PRÄSENTATION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse zur Veränderung der Parteiprogramme.
6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfragen.
PISA 2000, Schulpolitik, Parteiprogrammatik, Inhaltsanalyse, CDU, SPD, Volksparteien, Bildungsreform, Konvergenz, Divergenz, Landtagswahlprogramme, Bildungsqualität, Frühförderung, Ganztagsschulen, Politische Steuerung.
Die Arbeit analysiert, wie die Parteien CDU und SPD auf die Ergebnisse der ersten PISA-Studie von 2000 programmatisch reagiert haben und ob sich ihre schulpolitischen Profile dadurch angenähert oder voneinander entfernt haben.
Im Zentrum stehen die schulpolitische Programmatik, Themen wie Ganztagsschulen, Bildungsstandards, Frühförderung und die Lehrerprofessionalisierung sowie die Frage der parteipolitischen Differenzierung.
Ziel ist es zu untersuchen, ob PISA 2000 einen inhaltlich-programmatischen Wandel in der Schulpolitik der Volksparteien ausgelöst hat und ob die Parteien auf die durch PISA identifizierten Mängel mit konvergenten oder divergenten Strategien antworteten.
Die Arbeit nutzt die Methode der Inhaltsanalyse, um insgesamt 64 Landtagswahlprogramme von CDU und SPD zu untersuchen, die vor und nach der PISA-Studie veröffentlicht wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Vorgehensweise und die empirische Datenauswertung, in der die Veränderungen der Parteiprogramme detailliert auf Basis der Hauptkategorien ausgewertet werden.
Die zentralen Konzepte sind der "PISA-Schock", politisches Lernen, Responsivität der Parteien, Konvergenz- und Divergenzhypothesen sowie die Programm- und Profilfunktion politischer Parteien.
Beide Parteien haben der frühkindlichen Bildung nach PISA eine stark erhöhte Priorität eingeräumt, wobei dieses Thema zuvor in ihren Wahlprogrammen kaum eine Rolle spielte.
Obwohl sich die Parteien in vielen fachlichen Punkten (z.B. Sprachförderung) annäherten, blieben die ideologischen Differenzen hinsichtlich des gegliederten (CDU) versus integrierten (SPD) Schulsystems als fundamentale Konfliktlinie bestehen.
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