Bachelorarbeit, 2023
33 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Hysterie Diskurs im 19. Jahrhundert
2.1 Charakteristikum der weiblichen Psyche
2.2 Heteronormative Sicht der weiblichen Psyche
3. Effi und Jane als hysterische Frauen
3.1 Schreibstil und Sprache
3.1.1 Erzählinstanz
3.1.2 Grammatik
3.1.3 Sprache
3.1.4 Stil
3.2 Geschlechterkonstellation im 19. Jahrhundert
3.2.1 Die Gesellschaft
3.2.2 Das Eheleben
3.2.3 Effi und Jane
3.3 Die räumliche Hysterie
3.3.1 Die Hysterie in der Psyche
3.3.2 Die Hysterie und der Raum
4. Fazit
5. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht und analysiert die Darstellung der Hysterie sowie den Einfluss des patriarchalischen Gesellschaftssystems und des Raums auf die weibliche Psyche der Protagonistinnen in Theodor Fontanes "Effi Briest" und Charlotte Perkins Gilmans "The Yellow Wallpaper".
1. Einleitung
„Schön und poetisch. Das sind so Vorstellungen. Die Wirklichkeit ist anders, und oft ist es gut, dass es statt Licht und Schimmer ein Dunkel gibt.“
Das Thema dieser Arbeit ist die Analyse der Darstellung der Hysterie in Theodor Fontanes Effi Briest und in Charlotte Perkins Gilmans The Yellow Wallpaper. Die Hysterie, als ein Phänomen, das durch die patriarchalische Gesellschaft und den Einfluss des männlichen Geschlechts auf die weibliche Psyche der Protagonistinnen verursacht wird, wird in dieser Analyse behandelt. Es wird untersucht, ob die Reaktionen der Protagonistinnen in den Werken von Fontane und Gilman als Überreaktionen zu betrachten sind, oder ob das Stereotyp der hysterischen Frau des 19. Jahrhunderts auch auf die zu untersuchenden Werke zutrifft.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob Hysterie in den Werken durch gesellschaftliche Umstände und das Patriarchat bedingt ist, und erläutert das methodische Vorgehen.
2. Hysterie Diskurs im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Hysterie-Bildes sowie die damals vorherrschenden medizinischen und gesellschaftlichen Ansichten zur weiblichen Psyche.
3. Effi und Jane als hysterische Frauen: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die stilistischen Mittel, die gesellschaftlichen Konstellationen und die räumlichen Einflüsse, welche die Hysterie der beiden Protagonistinnen formen und verstärken.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Hysterie der Protagonistinnen ein direktes Resultat der patriarchalischen Einschränkungen und ihrer sozialen Isolation ist.
5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Hysterie, Fontane, Gilman, Effi Briest, The Yellow Wallpaper, Patriarchat, weibliche Psyche, Literaturanalyse, Geschlechterrollen, Eheleben, Raum, Unterdrückung, viktorianische Moral, Literatur, 19. Jahrhundert
Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Darstellung von Hysterie bei den Protagonistinnen in "Effi Briest" und "The Yellow Wallpaper" im Kontext der gesellschaftlichen Bedingungen des 19. Jahrhunderts.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Hysteriediskurs des 19. Jahrhunderts, der Rolle des Ehelebens, den Narrationsstrukturen und dem Einfluss des räumlichen Umfelds auf die psychische Gesundheit der Frauen.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, inwiefern die patriarchale Gesellschaft und der räumliche Kontext die Hysterie der Protagonistinnen provozieren oder verstärken.
Verwendet wird eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Schreibstil, die Sprache und die soziokulturellen Rahmenbedingungen der beiden Werke vergleichend betrachtet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine sprachliche Analyse, eine Untersuchung der Geschlechterrollen im zeitgenössischen Kontext sowie eine Analyse der räumlichen Aspekte der Hysterie.
Zentrale Begriffe sind Hysterie, Patriarchat, weibliche Psyche, gesellschaftliche Unterdrückung und Raum.
Während bei Effi stark gesellschaftliche Normen und der Druck des Ehemannes im Vordergrund stehen, zeigt Gilmans Werk eine stärkere Transformation durch die räumliche Isolation, die Jane dazu zwingt, ihre Hysterie in der Tapete zu spiegeln.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Hysterie der Protagonistinnen keine rein pathologische Störung ist, sondern ein Resultat der erzwungenen Anpassung an ein patriarchalisch geprägtes Umfeld.
Der Raum, sei es ein Kinderzimmer, ein Haus oder eine Tapete, fungiert als Spiegel oder Gefängnis für die Protagonistinnen und verdeutlicht ihren eingeschränkten Handlungsfreiraum.
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