Bachelorarbeit, 2022
99 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Grundlagen des Feedbacks – Begriffserklärungen
2.1.1 Das Feedback und seine Funktion
2.1.2 Die Feedbackgestaltung
2.1.2.1 Formale Facetten der Feedbackgestaltung
2.1.2.2 Inhaltliche Facetten der Feedbackgestaltung
2.1.2.3 Empirische Befunde zu den Auswirkungen verschiedener Feedbackformen
2.1.3 Die Rolle von Persönlichkeitsvariablen im Zusammenhang mit Feedback und Leistung
2.1.3.1 Die Selbstwirksamkeitserwartung
2.1.3.2 Die Leistungsmotivation
2.2 Die Feedback-Interventions-Theorie nach Kluger und DeNisi (1996)
2.2.1 Grundlegende Annahmen der Feedback-Interventions-Theorie
2.2.2 Die Aufmerksamkeitsebenen und ihre Auswirkungen auf die Bearbeitung der Aufgabe
2.2.2.1 Die Aufgaben-Motivationsebene
2.2.2.2 Die Aufgaben-Lernebene
2.2.2.3 Die Meta-Aufgabenebene
2.2.3 Der Einfluss verschiedener Feedback-Interventionen auf die Leistung
2.2.3.1 Korrektives Feedback und Leistung
2.2.3.2 Normatives Feedback und Leistung
2.2.4 Der Einfluss situativer Faktoren auf die Wirkung von Feedback
2.3 Überblick über die vorliegende Studie
2.4 Hypothesen im Überblick
3 Methode
3.1 Geplante Stichprobe und Versuchsplanung
3.2 Versuchsablauf
3.3 Die Knobel- und Geduldsspielaufgabe „Türme von Hanoi“
3.4 Manipulation der unabhängigen Variable: Die Art der Feedback-Intervention
3.5 Fragebogenverfahren
3.5.1 Messung der Selbstaufmerksamkeit mit der SSAS von Govern & Marsch (2001)
3.5.2 Messung der Selbstwirksamkeitserwartung mit der ASKU von Beierlein et al. (2012)
3.5.3 Messung der Leistungsmotivation mit der AMS-K von Engeser (2005)
4 Ergebnisse
4.1 Vorbereitende Datenanalyse
4.2 Stichprobenbeschreibung
4.3 Deskriptive Befunde der Selbstberichtsdaten
4.4 Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen
4.5 Weiterführende Analysen und Befunde
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Kernbefunde
5.2 Interpretation und Schlussfolgerung der Ergebnisse
5.3 Limitation und Ausblick
5.4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen unterschiedlicher Feedback-Interventionen – konkret korrektives und normatives Feedback – auf die Leistungsfähigkeit von Individuen bei der Bearbeitung komplexer Aufgaben. Dabei wird die theoretische Grundlage durch die Feedback-Interventions-Theorie (FIT) nach Kluger und DeNisi (1996) gebildet, wobei zusätzlich der Einfluss von Persönlichkeitsvariablen wie der Selbstwirksamkeitserwartung und der Leistungsmotivation analysiert wird, um ein tieferes Verständnis für die Wirkmuster von Feedback zu entwickeln.
2.2.1 Grundlegende Annahmen der Feedback-Interventions-Theorie
Basierend auf den heterogenen Forschungsergebnissen bezüglich des Zusammenhanges von Feedback und Leistung sowie der Annahme von Ammons (1956), dass Feedback generell die Leistung steigern würde, erkannten Kluger und DeNisi (1996) den Forschungsbedarf und entwickelten die FIT, die es erlaubt, unterschiedliche bestehende Theorien und Modelle zu integrieren und miteinander zu verknüpfen. Das Ziel ihrer Arbeit war es, einen Erklärungsansatz für die Inkonsistenz von Feedbackeffekten zu formulieren (Kluger & DeNisi, 1996, S. 254).
Im Folgenden werden die fünf zentralen Grundannahmen der FIT nach Kluger und DeNisi (1996) jeweils genauer erklärt. Zu berücksichtigen ist, dass jede Annahme auf der vorherigen basiert und alle fünf Grundannahmen voneinander abhängig sind.
Die erste Annahme besagt, dass das Verhalten einer Person durch den Vergleich eines erhaltenen Feedbacks mit den persönlichen Zielen des Feedbackempfängers reguliert wird (Kluger & DeNisi, 1996, S. 259). Kluger und DeNisi (1996) betrachten das Verhalten als zielgerichtet, wobei das Feedback Informationen über den aktuellen Zustand bezüglich der Zielerreichung beinhaltet (S. 259). Um die eigene Leistung bewerten zu können, wird das erhaltene Feedback mit dem persönlichen Ziel verglichen. Entspricht das Feedback nicht dem persönlichen Ziel, spricht man von einer Feedback-Ziel-Diskrepanz (Kluger & DeNisi, 1996, S. 259). Fällt das Feedback dabei schlechter beziehungsweise besser aus als das persönliche Ziel, handelt es sich um eine negative beziehungsweise positive Feedback-Ziel-Diskrepanz. In der Folge wird eine Reduktion der wahrgenommenen Diskrepanz zwischen Feedback und Ziel vorgenommen. Kluger und DeNisi (1996) unterscheiden dabei vier verschiedene Handlungsmöglichkeiten, die jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf die Leistung haben können.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Feedback für den beruflichen Erfolg und die Mitarbeiterentwicklung und führt in die theoretische Problematik widersprüchlicher Forschungsergebnisse ein, die das Ziel der vorliegenden Arbeit begründet.
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Übersicht über Feedbackdefinitionen, die Feedback-Interventions-Theorie (FIT) und die Einflüsse von Persönlichkeitsvariablen auf die Leistung sowie die Ableitung der Hypothesen.
3 Methode: Hier werden die Versuchsplanung, die Stichprobengewinnung, das experimentelle Design mit dem Spiel „Türme von Hanoi“ sowie die psychometrischen Messinstrumente zur Erfassung der Probandenvariablen detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Das Ergebniskapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten, inklusive der deskriptiven Statistiken, der Überprüfung der Hypothesen mittels t-Tests und ANOVA sowie der weiterführenden Analyse von Interaktionseffekten.
5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die erzielten Ergebnisse im Kontext der theoretischen Annahmen, reflektiert methodische Limitationen der Studie und gibt Impulse für zukünftige Forschungsansätze innerhalb der Feedback-Theorie.
Feedback, FIT, Feedback-Interventions-Theorie, Leistung, Türme von Hanoi, Selbstwirksamkeit, Leistungsmotivation, Selbstaufmerksamkeit, korrektives Feedback, normatives Feedback, Aufmerksamkeitssteuerung, Experiment, Verhaltensregulation, Motivation, psychologisches Konstrukt.
Die Bachelorarbeit erforscht die Wirksamkeit verschiedener Feedback-Interventionen auf die Leistungssteigerung von Personen, basierend auf der Feedback-Interventions-Theorie von Kluger und DeNisi.
Neben der Feedback-Theorie stehen die Mechanismen der menschlichen Aufmerksamkeit, die Rolle der Selbstwirksamkeit und der Leistungsmotivation sowie die experimentelle Anwendung am spielbasierten Beispiel „Türme von Hanoi“ im Zentrum.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie normatives und korrektives Feedback die Leistung bei einer Knobelaufgabe beeinflussen und ob diese Effekte durch die Aufmerksamkeitsfokussierung und Persönlichkeitsvariablen moderiert werden.
Es wurde ein experimentelles Studiendesign durchgeführt, bei dem die Teilnehmenden randomisiert Feedback-Bedingungen zugeteilt wurden, kombiniert mit quantitativen Befragungen mittels standardisierter Fragebögen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Feedback-Prozesse, die methodische Umsetzung des Experiments, die statistische Auswertung der erhobenen Leistungsdaten und eine kritische Diskussion der Ergebnisse vorgenommen.
Die wichtigsten Begriffe sind Feedback-Intervention, Feedback-Interventions-Theorie (FIT), Leistung, Selbstwirksamkeit, Leistungsmotivation und Aufmerksamkeitsfokussierung.
„Türme von Hanoi“ dient als mathematisches Knobel- und Geduldsspiel, das hohe kognitive Anforderungen stellt und somit sehr gut geeignet ist, komplexe Problemlösefähigkeiten und die Wirkung von Feedback darauf innerhalb einer kontrollierten Laborsituation zu messen.
Die Studie untersuchte mittels ANOVAs, ob das Geschlecht einen Moderatoreffekt auf die Leistung in Bezug auf die Feedback-Art hat, wobei spezifische Interaktionsmuster zwischen Feedback-Intervention und Geschlecht aufgedeckt wurden.
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