Magisterarbeit, 2008
461 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Diese Magisterarbeit befasst sich mit der Frage, wie Emotionalität in der interaktiven Schriftlichkeit, insbesondere in Internetforen, zum Ausdruck gebracht wird. Sie untersucht, welche schriftsprachlichen Mittel zu emotionalen Reaktionen und Eskalationen führen können und wie Nähe und Distanz in der schriftlichen Kommunikation im Internet simuliert werden.
Kapitel 2 gibt einen Überblick über verschiedene Arten schriftlicher Kommunikation im Internet und beleuchtet die Darstellung von Emotionen in diesem Kontext. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem schriftlichen Streit im Netz und der Analyse besonderer Darstellungsformen und Stilmittel in der interaktiven Schriftlichkeit.
Kapitel 3 beschreibt die Brigitte-Community und stellt die technischen Möglichkeiten und Besonderheiten der Plattform vor.
Kapitel 4 untersucht einen exemplarischen Forenthread aus der Brigitte-Community und analysiert die verschiedenen Episoden der Diskussion, insbesondere die Vielfalt der nähesprachlichen und technischen Mittel im Kontext der Emotionalität.
Interaktive Schriftlichkeit, Internetforen, Emotionalität, Nähe und Distanz, Streitkultur, Darstellungsformen, Stilmittel, Emoticons, Online-Gemeinschaften, Brigitte-Community, Forschungsergebnisse.
Dies geschieht durch Emoticons, Akronyme, Inflektive (z.B. *lach*), Onomatopoetika sowie durch grafische Mittel wie Iterationen (!!!!) und Großschreibung.
Oft führen fehlende nonverbale Signale zu Missverständnissen. Bestimmte schriftsprachliche Mittel können aggressiv wirken und so eine Eskalationsspirale in Foren in Gang setzen.
Nutzer verwenden eine 'nähesprachliche' Ausdrucksweise, die sich an der Mündlichkeit orientiert (z.B. Dialekt, elliptische Sätze), um trotz räumlicher Trennung Vertrautheit zu schaffen.
Sie dienen als soziale Räume, in denen sich Nutzer über private Themen austauschen. Die Arbeit analysiert dort exemplarisch, wie Menschen über Buchstaben tiefe Emotionen teilen.
Inflektive (auch Erikative genannt) sind Wortformen wie *seufz* oder *grübel*, die emotionale Zustände oder Handlungen beschreiben, die sonst nur nonverbal sichtbar wären.
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