Diplomarbeit, 2009
137 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Gegenstand der vorliegenden Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Relevanz des gewählten Forschungsschwerpunkts
2 Zur Synchronisation
2.1 Begriffserklärung
2.2 Arten der Synchronität
2.2.1 Lippensynchronität
2.2.1.1 Quantitative Lippensynchronität
2.2.1.2 Qualitative Lippensynchronität
2.2.2 Charaktersynchronität
2.2.3 Inhaltliche Synchronität
2.2.3.1 Gestensynchronität
2.2.3.2 Nukleussynchronität
2.2.4 Hierarchie
2.3 Der Synchronisationsprozess
2.3.1 Erstellung des Synchrondialogs
2.3.2 Einteilen des Filmmaterials in takes
2.3.3 Aufnahme der Synchrondialoge
2.3.4 Serienspezifische Übertragungsprobleme
2.3.4.1 Anredeformen
2.3.4.2 Standardsätze und innerserielle Bezüge
2.3.4.3 Anspielungen auf die Eigenheiten und Beziehungen der Charaktere
3 Kulturtransfer in der Synchronisation
3.1 Definitionen und Abgrenzungen
3.1.1 Kultur
3.1.2 Kulturspezifik
3.1.3 Kulturtransfer
3.1.4 Kulturkompetenz
3.2 Kulturspezifik auf der Mattscheibe
3.3 Kulturelle Verstehensbarrieren im Fernsehalltag – Präsentation möglicher Übersetzungsprobleme
3.3.1 Sprachimmanente kulturspezifische Elemente
3.3.2 Außersprachliche kulturspezifische Elemente
3.3.2.1 Realia
3.3.2.2 Nonverbale Elemente
3.4 Der Übersetzungsprozess
3.4.1 Allgemeine paratextuelle Vorüberlegungen
3.4.1.1 Skopos
3.4.1.2 Adressatenanalyse
3.4.1.3 Pragmatische Aspekte
3.4.2 Vorüberlegungen zum Umgang mit Kulturspezifika
3.4.2.1 Zur Funktion von Kulturspezifika im Filmdialog
3.4.2.2 Präsuppositionen
3.4.2.3 Konnotationen
3.4.2.4 Mediumspezifische Gesichtspunkte
3.4.3 Übersetzungsstrategien für Realia
3.4.3.1 Ausgangssprachlich orientierte Übersetzungsverfahren
3.4.3.1.1 Zitatwort
3.4.3.1.2 Zitatwort mit Hinzufügung
3.4.3.1.3 Lehnbildung
3.4.3.2 Zielsprachlich orientierte Übersetzungsverfahren
3.4.3.2.1 Generalisierung
3.4.3.2.2 Analogiebildung
3.4.3.2.3 Paraphrase
3.4.3.3 Offizielle Entsprechung
3.4.3.4 Auslassung
3.4.4 Übersetzungsstrategien für nonverbale Elemente
3.5 Anforderungen an den Synchronautor in der Rolle des Kulturmittlers
4 Translationswissenschaftlich orientierte Analyse der TV-Serie Sex and the City
4.1 Korpusanalyse – Die Serie
4.1.1 Hintergrund und Entstehungsgeschichte
4.1.2 Die Hauptcharaktere
4.1.2.1 Carrie Bradshaw
4.1.2.2 Miranda Hobbes
4.1.2.3 Samantha Jones
4.1.2.4 Charlotte York
4.1.3 Die Handlung
4.1.3.1 Staffel 1
4.1.3.2 Staffel 2
4.1.3.3 Staffel 3
4.1.3.4 Staffel 4
4.1.3.5 Staffel 5
4.1.3.6 Staffel 6
4.1.4 Übersetzungsrelevante Besonderheiten
4.1.4.1 Paratextuelle Vorüberlegungen zur Synchronisation von Sex and the City
4.1.4.2 Sprachliche Besonderheiten
4.2 Analyse der Übersetzungsprobleme im Hinblick auf Kulturspezifika
4.2.1 Übersetzungsprobleme und angewandte Lösungsstrategien
4.2.1.1 Urbane Topographie – Straßen, Stadtviertel, Regionen
4.2.1.2 Geschichtliches – Berühmte Politiker, Gedenktage, Schauplätze
4.2.1.3 Gesellschaftsordnung – Justizwesen, Polizei, Behörden
4.2.1.4 Politik – Parteien, Ministerien, Amtssitz
4.2.1.5 Gesellschaftliche Verhältnisse – Gesellschaftsschichten
4.2.1.6 Alltagskultur I – Maßeinheiten
4.2.1.7 Alltagskultur II – Markennamen, Geschäfte, Handelsketten
4.2.1.8 Alltagskultur III - Beziehungen
4.2.1.9 Religion – Kirchen, Konfessionen, Rituale
4.2.1.10 Bildung – Fakultäten, Universitäten
4.2.1.11 Medien – Fernsehkanäle und –sendungen
4.2.1.12 Sport
4.2.1.13 Kulturelles Angebot – Werke aus Literatur und Musik
4.2.1.14 Bekannte Persönlichkeiten
4.2.1.15 Nonverbale kulturspezifische Elemente
5 Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, die Herausforderungen bei der Synchronisation der US-amerikanischen TV-Serie Sex and the City zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf dem Umgang mit kulturspezifischen Elementen in der deutschen Synchronfassung liegt. Dabei wird analysiert, welche Übersetzungsstrategien angewandt werden, um die kulturelle Distanz zwischen Ausgangs- und Zielkultur zu überbrücken und die für die Serie essenzielle Kohärenz sowie den Unterhaltungswert zu bewahren.
2.2.1.2 Qualitative Lippensynchronität
Qualitative Lippensynchronität entsteht, wenn im Synchrondialog auf eine zumindest ungefähre Entsprechung der durch die Aussprache bestimmter Laute bedingte Lippenbewegungen und –positionen geachtet wird. Als Problemlaute gelten die Labiale, die mit den Lippen gebildet werden, da diese besonders deutlich sichtbar sind. Dazu gehören die Bilabiale /b/, /p/ und /m/ und die Labiodentale /f/ und /v/ (Fodor 1976: 24ff.). Auch stark gerundete Vokale /o:/, /y:/ und /u:/ sowie die im Englischen häufig vorkommenden stark gespreizten Vokale /e:/ und /i:/ sind schwierig zu synchronisieren. Im Gegensatz dazu sind bei den Konsonanten d, t, k, g, s, r und x keine spezifischen Lippenstellungen sichtbar und somit stellen sie keine Hürde für die Synchronisation dar (vgl. Maier 1997: 97).
Die auffälligen Bilabiale und Labiodentale sollten möglichst in der deutschen Fassung rekonstruiert werden.
Daher kommt es also, dass I’m sorry standardgemäß zu tut mir Leid und bye nie zu tschüss wird“ (Schubert 2001: 128).
[B]itch […] wird man in den meisten Synchronfassungen nicht als Schlampe, sondern aufgrund seines Bilabials am Wortbeginn als Miststück finden“ (Schubert 2001: 171).
Oft muss auch auf eine „nur“ sinngemäße Übersetzung zurückgegriffen werden, um Lippensynchronität zu erhalten, wie folgendes Beispiel anschaulich zeigt:
Zur Grübelaufgabe wurde für Regisseurin Marianne Groß-Riedel, 2004 für zwei Regiearbeiten mit dem Deutschen Synchronpreis ausgezeichnet, z.B. der recht einfache Satz "She is an infant!". Die direkte Übersetzung "sie ist doch noch so klein!" passte nicht. Das einzige, was in diesem Fall funktionierte, war: "Sie ist erst vier!" (Pahlke-Grygier)
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Gegenstand der Untersuchung, den Aufbau der Arbeit und die Relevanz des Themas im Kontext der deutschen Synchronisationskultur.
2 Zur Synchronisation: Hier werden definitorische Grundlagen, Arten der Synchronität sowie der technische und übersetzerische Prozess der Synchronisation inklusive spezifischer Herausforderungen bei Serien dargestellt.
3 Kulturtransfer in der Synchronisation: Dieses Kapitel liefert die kulturtheoretische Basis und definiert zentrale Konzepte wie Kultur, Kulturspezifik und Kulturkompetenz im audiovisuellen Kontext sowie verschiedene Übersetzungsstrategien.
4 Translationswissenschaftlich orientierte Analyse der TV-Serie Sex and the City: Der praktische Teil analysiert anhand von Korpusbeispielen aus der Serie, wie mit spezifischen Kulturspezifika bei der Synchronisation umgegangen wurde.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die unterstreicht, dass die Entscheidung für eine Übersetzungsstrategie stets eine Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung von Kontext und Vorwissen des Zielpublikums bleibt.
Synchronisation, Kulturtransfer, Kulturspezifika, Sex and the City, Übersetzungsstrategien, Lippensynchronität, Realia, audiovisuelle Übersetzung, Kulturkompetenz, Charaktersynchronität, Lokalkolorit, Filmdialog, Synchronautor, Sprachmittlung, interkulturelle Kommunikation.
Die Arbeit untersucht den Umgang mit kulturspezifischen Elementen bei der Synchronisation von Fernsehserien, am Beispiel der US-amerikanischen Serie Sex and the City.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Synchronisation, der Kulturtransfer im audiovisuellen Kontext und die praktische Anwendung von Übersetzungsstrategien bei kulturbedingten Herausforderungen.
Ziel ist es zu klären, welche Übersetzungsverfahren bei der Synchronisation verwendet werden, um kulturspezifische Elemente zu übertragen, und wie diese Entscheidungen im Kontext von Lippensynchronität und Zuschauerverständnis zu bewerten sind.
Es handelt sich um eine translationswissenschaftlich orientierte Korpusanalyse, bei der Dialogbeispiele aus 54 Folgen der Serie kontrastiv analysiert und bewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Voruntersuchung der Synchronisationsbegriffe und einen praktischen Analyseteil, der verschiedene Kategorien von Kulturspezifika (wie Realia, Sport, Bildung oder Alltagskultur) an konkreten Beispielen untersucht.
Die wichtigsten Begriffe sind Synchronisation, Kulturspezifika, Kulturtransfer, Lippensynchronität und Übersetzungsstrategien.
Die Lippensynchronität ist eine der zentralen technischen Restriktionen; der übersetzte Text muss in das Zeitfenster passen, das durch die Mundbewegungen der Schauspieler im Bild vorgegeben ist, was den kreativen Spielraum bei der Wortwahl einschränkt.
Autoren müssen abwägen: Während oft versucht wird, das Lokalkolorit durch Zitatwörter (Originalbegriffe) zu erhalten, muss in anderen Fällen generalisiert oder paraphrasiert werden, damit das Verständnis des deutschen Zielpublikums nicht gefährdet ist.
Dieser Begriff beschreibt Anspielungen, die nur von etwa fünf Prozent der Zuschauer verstanden werden; laut dem Synchronautor Dr. Dopheide darf man diese Details als authentisches Beiwerk stehen lassen, solange sie für das Verständnis der Haupthandlung nicht entscheidend sind.
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