Bachelorarbeit, 2009
59 Seiten, Note: 2,0
1 GRUNDLAGEN, AUSGANGSBASIS UND ZIEL DER ARBEIT
1.1 Definition des Net Working Capital
1.2 Definitionen des Cashflows
1.3 Ziel und Zusammensetzung der Arbeit
1.4 Bedeutung des Net Working Capital Managements
1.4.1 Liquidität
1.4.2 Rentabilität
1.4.3 Shareholder Value
2 PLANUNG AUF BASIS DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
2.1 Grundlagen der GuV- Planung
2.2 Prognose der Deckungsbeiträge für einzelne Profit Center
2.3 Überführung der Teilpläne in einen Gesamtplan
2.4 Schwachstellen einer reinen GuV- Planung
3 INTEGRIERTE FINANZPLANUNG
3.1 Theoretische Grundlagen der integrierten Finanzplanung
3.1.1 Zusammenhang zwischen GuV und Bilanz
3.1.2 Eröffnungsbilanz und Liquiditätsstatus
3.1.3 Zusammenführung von Teilplänen
3.1.4 Planbilanz
3.1.5 (Plan-) Kapitalflussrechnung
3.1.5.1 Beschreibung der (Plan-) Kapitalflussrechnung
3.1.5.2 Bestandteile der (Plan-) Kapitalflussrechnung
3.1.5.3 Vorgehen bei der Erstellung
3.1.5.4 Analyse der (Plan- ) Kapitalflussrechnung
3.2 Wichtige Kennzahlen und Steuerungsgrößen
3.2.1 Nutzen von Kennzahlen für die integrierte Finanzplanung
3.2.2 Kreditorenlaufzeit
3.2.3 Debitorenlaufzeit
3.2.4 Lagerumschlagshäufigkeit und Lagerdauer
3.2.5 Cash to Cash Cycle
3.3 Modell zur integrierten Finanzplanung
3.3.1 Prämissen
3.3.2 Vorgehensbeschreibung
3.3.3 Fazit: Analyse anhand der (Plan-) Kapitalflussrechnung
3.4 Kritische Würdigung der integrierten Finanzplanung
4 ROLLING FORECAST
4.1 Grundlagen des Rolling Forecast
4.2 Adäquate Prognosezeiträume
4.3 Varianten von Prognoseverfahren
4.4 Notwendige Prognoseparameter
4.5 Ergebnis des Rolling Forecast
4.6 GAP- Analyse
4.7 Kritische Würdigung
5 MAßNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DES NET WORKING CAPITAL
5.1 Ziele des Net Working Capital Managements
5.2 Optimierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.3 Optimierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
5.4 Optimierung der Lagerbestände
6 RESÜMEE, FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Notwendigkeit einer integrierten Finanzplanung zur Optimierung des Net Working Capital und zur Sicherung der Liquidität darzustellen und konkrete Optimierungsmaßnahmen aufzuzeigen.
1.1 Definition des Net Working Capital
Das Net Working Capital bzw. Netto Umlaufvermögen ergibt sich aus der Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigem Fremdkapital (Laufzeit bis zu einem Jahr). In der Unternehmenspraxis hat sich durchgesetzt, dass die Net Working Capital Definition ausschließlich die Positionen des Umlaufvermögens umfasst, welche Kapital für die betriebliche Wertschöpfung binden.
Die Literatur definiert deshalb die Net Working Capital Positionen nur unzureichend. Die abweichende Definition der Praxis hängt damit zusammen, dass für die Unternehmenssteuerung lediglich einige, intern steuerbare, Positionen relevant sind. Dies sind Forderungen- bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Lagerbestände. Das Net Working Capital ist somit der Teil des Umlaufvermögens, welcher durch verzinsliches Kapital finanziert werden muss. Bilanzpositionen wie bspw. Steuer- Rückstellungen oder Verbindlichkeiten an Krankenkassen, sind nicht Teil des Wertschöpfungsprozesses und zu niedrig, um den Cashflow nachhaltig zu optimieren. Zudem sind diese Positionen von nicht beeinflussbaren externen Rahmenbedingungen abhängig und deshalb nicht intern steuerbar. Barbestände sowie Bankguthaben stellen bereits Liquide Mittel dar, weshalb sich eine Reduktion dieser Positionen nicht liquiditätssteigernd auswirkt.
1 GRUNDLAGEN, AUSGANGSBASIS UND ZIEL DER ARBEIT: Einführung in die Begrifflichkeiten und die strategische Bedeutung des Net Working Capital Managements für ein Unternehmen.
2 PLANUNG AUF BASIS DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG: Erläuterung der traditionellen Planungsmethodik mittels GuV und der damit verbundenen Schwachstellen bei der Liquiditätssteuerung.
3 INTEGRIERTE FINANZPLANUNG: Darstellung des Modells zur integrierten Planung, das Bilanz, GuV und Kapitalflussrechnung verknüpft, um Liquiditätsbedarfe präzise zu ermitteln.
4 ROLLING FORECAST: Erläuterung moderner Prognoseverfahren zur Anpassung an ständige Veränderungen im Planungsumfeld.
5 MAßNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DES NET WORKING CAPITAL: Konkrete praktische Ansätze zur Optimierung von Verbindlichkeiten, Forderungen und Lagerbeständen.
6 RESÜMEE, FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die steigende Bedeutung des NWC-Managements im globalen Wettbewerb.
Net Working Capital, Finanzplanung, Liquiditätssicherung, Kapitalflussrechnung, GuV-Planung, Operativer Cashflow, Forderungsmanagement, Kreditorenlaufzeit, Debitorenlaufzeit, Cash to Cash Cycle, Lagerbestände, Rolling Forecast, Gap-Analyse, Rentabilität, Shareholder Value
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Net Working Capital durch eine integrierte Finanzplanung und den Einsatz spezifischer Steuerungs- und Optimierungsmaßnahmen.
Die zentralen Felder umfassen die Liquiditätssteuerung, das Forderungsmanagement, die Bestandsoptimierung sowie die methodische Verknüpfung von GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung.
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit einer integrierten Finanzplanung zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit zu belegen und praktikable Strategien zur Kapitalfreisetzung im Unternehmen aufzuzeigen.
Es wird ein theoretisches Modell zur integrierten Finanzplanung entwickelt und anhand eines Praxisbeispiels in den einzelnen Rechenschritten (GuV, Bilanz, Cashflow) erläutert.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen der integrierten Finanzplanung, deren kritische Würdigung, die Einführung eines Rolling Forecasts sowie die Darstellung konkreter Maßnahmen zur Bestands- und Forderungsoptimierung.
Wichtige Begriffe sind Net Working Capital, integrierte Finanzplanung, Cash to Cash Cycle, Kapitalflussrechnung und Bestandsoptimierung.
Die GuV-Planung basiert auf Erfolgsgrößen, nicht auf Zahlungsströmen. Sie vernachlässigt die Abhängigkeiten zu den Bestandskonten der Bilanz, wodurch Liquiditätsengpässe trotz positiven Ergebnisses entstehen können.
Die integrierte Finanzplanung verknüpft GuV, Bilanz und Kapitalflussrechnung, wodurch der zusätzliche Liquiditätsbedarf bei Umsatzveränderungen und die Bindungsdauer von Kapital direkt ablesbar werden.
Sie dient als Bindeglied zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz und ist ein ideales Instrument zur Ermittlung des operativen Cashflows sowie zur Liquiditätssicherung.
Im Gegensatz zu starren Modellen berücksichtigt der Rolling Forecast fortlaufend aktuelle Veränderungen der Einflussfaktoren und ermöglicht so eine wesentlich zeitnähere Reaktion auf Planabweichungen.
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