Masterarbeit, 2009
134 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Zielstellung und Methodik
3 Naturschutzförderung in der Europäischen Union
3.1 Allgemeine Fördergrundsätze und Mehrebenenpolitik
3.2 Förderinstrumente der Europäischen Union
3.2.1 Struktur- und Kohäsionsfonds
3.2.2 Europäischer Fischereifonds
3.2.3 LIFE
3.3 Zusammenfassung und Bewertung
4 Der Fonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)
4.1 Europäische Ebene
4.1.1 Einordnung in die Gemeinsame Agrarpolitik
4.1.2 Die ELER-Programmperiode 2007-2013
4.1.2.1 Überblick
4.1.2.2 Strategische Leitlinien der Gemeinschaft
4.1.2.3 Schwerpunkt 2: Verbesserung von Umwelt und Landschaft
4.1.2.4 Waldumweltmaßnahmen
4.1.2.5 Waldnaturschutz in anderen ELER-Fördertiteln
4.2 Nationale Ebene
4.2.1 Überblick
4.2.1.1 Nationaler Strategieplan
4.2.1.2 Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz
4.2.1.3 Nationale Rahmenregelung
4.2.2 Schwerpunkt 2: Verbesserung von Umwelt und Landschaft
4.2.3 Waldumweltmaßnahmen
4.2.4 Waldnaturschutz in anderen ELER-Fördertiteln
4.3 Länderebene
4.3.1 Überblick
4.3.2 Schwerpunkt 2: Verbesserung von Umwelt und Landschaft
4.3.3 Waldumweltmaßnahmen
4.3.4 Waldnaturschutz in anderen ELER-Fördertiteln
4.4 Zusammenfassung und Bewertung
5 Operationalisierung der Fördermöglichkeiten von Waldumweltmaßnahmen für die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen
5.1 NABU-Stiftung Nationales Naturerbe
5.2 Waldumweltmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern
5.2.1 Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum
5.2.1.1 Überblick
5.2.1.2 Schwerpunkt 2: Verbesserung von Umwelt und Landschaft
5.2.1.3 Waldumweltmaßnahmen
5.2.1.4 Waldnaturschutz in anderen ELER-Fördertiteln
5.2.2 Operationalisierung für die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe
5.2.2.1 Förderrichtlinie des Landes und Antragstellung
5.2.2.2 Potenziale für die NABU-Stiftung
5.3 Waldumweltmaßnahmen in Niedersachsen
5.3.1 Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum
5.3.1.1 Überblick
5.3.1.2 Schwerpunkt 2: Verbesserung von Umwelt und Landschaft
5.3.1.3 Waldumweltmaßnahmen
5.3.1.4 Waldnaturschutz in anderen ELER-Fördertiteln
5.3.2 Operationalisierung für die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe
5.3.2.1 Förderrichtlinie des Landes und Antragstellung
5.3.2.2 Potenziale für die NABU-Stiftung
5.3.2.3 Prozessschutz am Heerter See
5.4 Zusammenfassung und Bewertung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Förderung von Naturschutzvorhaben im Wald, insbesondere durch den Fördertitel "Waldumweltmaßnahmen" aus dem ELER-Fonds, und analysiert deren praktische Anwendbarkeit für die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
1 Einleitung
Die Europäische Union steht in Bezug auf Naturschutz vor gewaltigen Herausforderungen. Mit der Schaffung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 (RL 92/43/EWG), welches Vogelschutz- (SPA) und Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH; RL 79/409/EWG bzw. RL 92/43/EWG) integriert, den Verpflichtungen aus der Wasserrahmenrichtlinie (RL 2000/60/EG) und den Vorgaben der EU Biodiversitätsstrategie haben sich die Mitgliedsstaaten große Aufgaben vorgenommen. Die Bewältigung dieser Aufgaben kann nicht rein ordnungspolitisch, also über Ge- und Verbote, erfolgen. Nur in Kombination mit marktwirtschaftlichen Instrumenten und freiwilligen Vereinbarungen mit den betroffenen Akteuren besteht Aussicht auf Erfolg.
Ein zentraler Baustein zur Umsetzung von Naturschutz in der Fläche sind seit 1992 Agrarumweltmaßnahmen, bei denen finanzielle Einbußen infolge freiwilliger Naturschutzverpflichtungen der Landnutzer durch Zuschüsse kompensiert werden. Für die Forstwirtschaft als zweitgrößte Landnutzungsform existierte jedoch bis zur letzten Förderperiode kein entsprechender Fördertatbestand. In Anerkenntnis der hohen Bedeutung von Wäldern hinsichtlich der Erhaltungsziele von Natura 2000, für die Verwirklichung der Biodiversitätsstrategie, ihres Beitrags zum Klimaschutz und als Element zur Umsetzung der Forststrategie wurde für die aktuelle Förderperiode 2007-2013 mit Waldumweltmaßnahmen ein äquivalenter Fördertitel geschaffen.
Deutschland betrachtet sich gerne als Vorreiter im Bereich Umweltschutz und hat sich im Jahr 2008 als Gastgeber der 9. Vertragsstaatenkonferenz des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity: CBD) mit dem Themenschwerpunkt Wälder auch durch die Zusage von 500 Mio € zusätzlicher Mittel für den internationalen Waldschutz hervorgetan. Im heimischen Wald hingegen sind die Hausaufgaben nicht gemacht: Eine aktuelle Studie zur Zukunft des Waldes in Deutschland (BRÜGGEMANN et al. 2009) fordert eine neue Waldpolitik, um für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewappnet zu sein (WALDZUKÜNFTE 2009). Besonders im Hinblick auf den Naturschutz im Wald bescheinigt auch der BUND (2009) der deutschen Forstwirtschaft erhebliche Defizite.
Die Umsetzung des neu geschaffenen Fördertitels Waldumweltmaßnahmen könnte also in Deutschland eine Chance sein. Private Waldbesitzer wie die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe stehen bereit, die genannten Ziele und darüber hinausgehende Naturschutzvorhaben in ihren Wäldern mit Hilfe der Förderung zu verwirklichen.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Herausforderungen für den Naturschutz in der EU und die Rolle von Waldumweltmaßnahmen im Vergleich zu etablierten Agrarumweltmaßnahmen.
2 Zielstellung und Methodik: Dieses Kapitel erläutert die Ziele der Arbeit, die Analyse der Fördersysteme auf verschiedenen Ebenen sowie das methodische Vorgehen bei der Auswertung von Primärquellen.
3 Naturschutzförderung in der Europäischen Union: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Förderpraxis der EU, einschließlich Strukturfonds, Fischereifonds und LIFE, und bewertet deren Bedeutung für den Naturschutz.
4 Der Fonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER): Hier wird das ELER-System detailliert auf europäischer, nationaler und Länderebene unter besonderer Berücksichtigung von Waldumweltmaßnahmen beschrieben.
5 Operationalisierung der Fördermöglichkeiten von Waldumweltmaßnahmen für die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen: Dieses Kapitel analysiert die konkrete Umsetzung in den beiden Ländern, prüft das Potenzial für die NABU-Stiftung und stellt ein praktisches Fallbeispiel dar.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet das geringe Gewicht der Waldumweltmaßnahmen und gibt einen Ausblick auf notwendige Verbesserungen für künftige Förderperioden.
EU-Förderung, Gemeinsame Agrarpolitik, GAP, ELER, Waldumweltmaßnahme, Waldnaturschutz, Vertragsnaturschutz, Natura 2000, Biodiversität, NABU-Stiftung, Forstwirtschaft, Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum, EPLR, Kofinanzierung, Deutschland.
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten zur Finanzierung von Naturschutzvorhaben im Wald durch EU-Fördermittel, speziell unter dem Fördertitel "Waldumweltmaßnahmen" des ELER-Fonds.
Zentrale Themen sind das EU-Fördersystem, die Einordnung des ELER-Fonds in die Gemeinsame Agrarpolitik, die nationalen Rahmenregelungen und die Umsetzung in den Bundesländern.
Ziel ist es, das System der ELER-Förderung transparent zu machen und dessen Anwendbarkeit für private Waldbesitzer, insbesondere die NABU-Stiftung, in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zu prüfen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfängliche Auswertung von Primärquellen, darunter EU-Verordnungen, Richtlinien, nationale Strategiepläne und landesspezifische Förderprogramme, ergänzt durch Experteninterviews.
Der Hauptteil analysiert die Förderinstrumente der EU, die Struktur des ELER-Fonds sowie die detaillierte Umsetzung und die operativen Fördermöglichkeiten in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie EU-Förderung, ELER, Waldumweltmaßnahme, Vertragsnaturschutz, Biodiversität und Forstwirtschaft.
Der Autor bewertet die aktuelle Situation als unbefriedigend, da die Mittel nur gering sind, die Antragstellung kompliziert ist und die Fördersätze für viele private Waldbesitzer wirtschaftlich nicht attraktiv erscheinen.
Hürden sind unter anderem beihilferechtliche Unklarheiten bei der unentgeltlichen Übertragung von Flächen, hohe Transaktionskosten und in einigen Ländern das Fehlen funktionsfähiger Förderrichtlinien oder Antragsverfahren.
Der Prozessschutz am Heerter See dient als konkretes Fallbeispiel, an dem die praktische Anwendbarkeit der N4-Maßnahme (Ausweisung von Flächen zum Schutz der natürlichen Dynamik) unter den geltenden Bedingungen erprobt wird.
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