Examensarbeit, 2008
88 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Eingrenzung des didaktischen Bereichs der Unterrichtseinheiten
1.2. Legitimation des Konzepts durch die fachspezifischen Bereiche
1.3. Lehrerfunktionen
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Vorstellungsbildung und Deutschunterricht
2.2. Handlungs- und produktionsorientierter sowie kreativer Umgang mit Lyrik – Visualisierende Methoden
2.3. Lyrik der Neuen Subjektivität
2.4. Determinierung der visualisierenden Methoden
3. Didaktische Konzeption
3.1. Legitimation der didaktischen und methodischen Schwerpunktsetzung
3.2. Didaktisch-fachmethodische Überlegungen
3.2.1. Vom Bild zum Text: Produktionsorientierter Einsatz des Bildes im Rahmen des antizipierenden Verfahrens
3.2.2. Vom Text zum Bild: Produktions- und handlungsorientierte Visualisierung von Textinhalten und –strukturen
3.2.3. Vom Bild zum Text: Kreativer Schreibauftrag zu einem Bild
4. Durchführung und Auswertung der Erarbeitung lyrischer Texte der Neuen Subjektivität anhand visualisierender Methoden
4.1. Vom Bild zum Text: Produktionsorientierter Einsatz des Bildes im Rahmen des antizipierenden Verfahrens
4.2. Vom Text zum Bild: Produktions- und handlungsorientierte Visualisierung von Textinhalten und –strukturen
4.3. Vom Bild zum Text: Kreativer Schreibauftrag zu einem Bild
5. Evaluation
5.1. Mündliche Evaluation im direkten Anschluss an die Unterrichtseinheiten
5.2. Evaluation durch die Lernenden mit Hilfe des Programms GrafStat
5.3. Evaluation durch die Lehrende
6. Konklusion
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schwierigkeiten von Schülern bei der Entwicklung mentaler Modelle zu literarischen Texten durch ein fachmethodisch begründetes Förderkonzept zu beheben. Es wird untersucht, ob visualisierende Methoden die Imaginationsfähigkeit sowie die Motivation bei der Arbeit mit Lyrik der Neuen Subjektivität nachhaltig steigern können.
1. Einleitung
„Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“
Die von Kant konstatierte Gegebenheit, dass Begriffe ohne Inhalt so unausgefüllt blieben wie Bilder ohne Begriffe aussagelos, lässt sich nicht selten auf den Schulalltag des Deutschunterrichts übertragen. Zum einen wird die ohnehin insgesamt sehr dürftige Bebilderung von Schulbüchern oft nur unzureichend von den Lehrpersonen als Erkenntnisquelle ernst genommen, zum anderen fällt es den Schülern oft schwer Begriffe bzw. Texte mit Inhalt, mit Vorstellungen zu füllen.
Letzteres trifft insbesondere auf den diesjährigen Grundkurs Deutsch (G6) der Jahrgangsstufe 11 des Cusanus-Gymnasiums der Stadt Erkelenz zu. Im Verlauf des ersten Halbjahres zeigten sich enorme Schwierigkeiten bei den Schülern die für die Erschließung literarischer Texte notwendigen „mentale[n] Modelle“ zu entwickeln, was sich vorwiegend in schriftlichen Hausarbeiten und Klausuren widerspiegelte, während die sonstige Mitarbeit von Schülern mit defizitären Klausurnoten überwiegend besser war und ist. Diese Diskrepanz zwischen mündlicher und schriftlicher Leistung lässt sich folgendermaßen erklären: Beim gemeinsamen Erstellen einer Hypothese zur Textaussage im Unterrichtsgespräch oder auch bei der Erarbeitung eines literarischen Textes in Partner oder Gruppenarbeit fallen Probleme bei der Vorstellungsbildung nicht auf, da hier die Lernenden mit einem ausgeprägteren Vorstellungsdenken ein mögliches Bild vorgeben, das von denjenigen mit Schwächen bei der Imagination übernommen wird und abschließend von dem Großteil des Kurses in einer als insgesamt leistungsstark zu bezeichnenden mündlicher Mitarbeit präsentiert und diskutiert wird.
1. Einleitung: Problematisierung der mangelnden Vorstellungsbildung bei Schülern des Grundkurses und Begründung des gewählten Förderkonzepts.
2. Theoretischer Hintergrund: Erörterung der Begriffe Vorstellungsbildung und Imagination sowie Legitimation des visualisierenden, handlungs- und produktionsorientierten Arbeitens mit Lyrik.
3. Didaktische Konzeption: Darlegung der fachdidaktischen Begründung und planerischen Strukturierung der drei Unterrichtseinheiten.
4. Durchführung und Auswertung der Erarbeitung lyrischer Texte der Neuen Subjektivität anhand visualisierender Methoden: Reflexion der konkreten Unterrichtspraxis und der erstellten Schülerprodukte.
5. Evaluation: Darstellung der Evaluation durch Schüler und Lehrende sowie der erlangten Erkenntnisse über den Lernerfolg.
6. Konklusion: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit bezüglich der Minderung der Abwehrhaltung gegenüber Lyrik.
Vorstellungsbildung, Imagination, Lyrik, Neue Subjektivität, Deutschunterricht, visualisierende Methoden, handlungsorientierter Unterricht, produktionsorientierter Unterricht, mentale Modelle, Schüleraktivierung, Textanalyse, Interpretationskompetenz, Literaturdidaktik, kreatives Schreiben, Evaluation.
Es geht um die Förderung der Vorstellungsbildung bei Schülern einer 11. Jahrgangsstufe im Fach Deutsch durch den gezielten Einsatz visueller und produktionsorientierter Methoden bei der Arbeit mit Lyrik.
Die zentralen Felder sind die Imaginationsfähigkeit von Schülern, die spezifischen Anforderungen der Lyrik der Neuen Subjektivität und die didaktische Verknüpfung von Bild und Text zur Erleichterung des Textverständnisses.
Das Ziel ist es, den Schülern durch den Einsatz von Bildern den Zugang zu schwierigen, bildarmen Texten der Neuen Subjektivität zu erleichtern und ihre Fähigkeit zur Entwicklung eigener mentaler Vorstellungen zu schulen.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die auf einer Lerngruppenanalyse basiert, ein Förderkonzept entwickelt und dieses durch eine begleitende Evaluation (unter anderem mit der Software GrafStat) auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte didaktische Konzeption dreier Unterrichtseinheiten sowie die Auswertung und Reflexion der tatsächlichen Durchführung in der Schulklasse.
Vorstellungsbildung, Imagination, Neue Subjektivität, produktionsorientierter Unterricht, Visualisierung, Textrezeption und Didaktik.
Diese Lyrik stellt besondere Anforderungen an die Imaginationsfähigkeit, da sie oft als sachlich, ungeschönt und bildlos wahrgenommen wird, was die Schüler zunächst als befremdlich empfinden.
Die Bilder dienen als „Einstiegshilfe“ oder „Motivationsanker“, die den Schülern helfen sollen, eine Stimmung oder Situation besser zu erfassen, bevor sie in eine analytische, textreferentielle Arbeit übergehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

