Diplomarbeit, 2009
82 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der kartografischen Repräsentation des Raums und untersucht die Wechselwirkung von Weltbild und Kartografie. Sie analysiert, wie Karten das Raumverständnis ihrer Epoche widerspiegeln, aber auch umgekehrt den Einfluss von Karten auf das Raumverständnis und das Weltbild haben. Die Arbeit verfolgt dabei den Medienbegriff von Marshall McLuhan, der Medien nicht nur als Informationsträger, sondern auch als Präger und Veränderer von Informationen betrachtet.
Die Einleitung stellt die Frage nach dem Blick auf die Welt und dem Wunsch nach einem panoptischen Blick auf die gesamte Erde. Sie zeigt die historische Entwicklung dieses Begehrens und die Rolle der Karte als Form der Raumrepräsentation.
Dieses Kapitel behandelt die Entwicklung der Karte vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Es untersucht die Mappae mundi als kartografische Repräsentationen des theologischen Raums und die Entstehung des mathematischen/geografischen Raums durch die Einführung von Projektionsverfahren und der Zentralperspektive.
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Rolle der Fotografie und satellitengestützter Kartografie in der Raumrepräsentation. Es analysiert die Zentralperspektive als Vorläufer der technischen Bilder, die Fotografie als Medium der Authentizität und den Einfluss des orbitalen Blicks auf das Raumverständnis.
Dieses Kapitel untersucht die Strukturähnlichkeiten von mappae mundi und Google Earth als symbolische Formen der Raumrepräsentation. Es analysiert die Hypertextualität, den enzyklopädischen Charakter, die Repräsentation des Zeitraums und die Rolle des Blicks in beiden Kartenformen.
Kartografie, Raumrepräsentation, Weltbild, theologischer Raum, mathematischer Raum, Perspektive, technische Bilder, Fotografie, Satellitengestützte Kartografie, Google Earth, Hypertextualität, Enzyklopädie, Zeit, Blick.
Nach Panofsky bedeutet dies, dass die Karte nicht nur ein Abbild der Realität ist, sondern ein geistiger Ausdruck, der das Weltbild und die Denkweisen einer Epoche repräsentiert.
Mittelalterliche Mappae mundi (wie die Ebstorfer Weltkarte) zielten nicht auf geografische Genauigkeit ab, sondern stellten den Menschen in einen heilsgeschichtlichen, theologischen Kontext.
Mit der Entdeckung der Zentralperspektive um 1425 wurde der Raum mathematisch berechenbar. Dies ermöglichte maßstabsgerechte Projektionen und eine exakte Lagebestimmung von Orten.
Der orbitale Blick (z. B. durch Satelliten) ist ein leibloser, automatisierter Blick aus der Vertikalen, der den Raum losgelöst vom fixierten Einzelstandpunkt des Betrachters darstellt.
Beide weisen Strukturähnlichkeiten wie Hypertextualität, einen enzyklopädischen Charakter und die Einbindung zeitlicher Faktoren auf, die über die rein statische Raumdarstellung der Neuzeit hinausgehen.
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