Abschlussarbeit, 2023
35 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1. Fragestellung / Zielsetzung
1.2. Methode
2 Fallbeispiel Frau Schmidt
3 Theoretische Grundlagen
3.1. Begriffserklärung Kunde/Klient
3.2. Relevante Berufsgruppen in der Hauskrankenpflege
3.2.1. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen
3.2.2. Pflegefachassistenten und Pflegeassistenten
3.2.3. Heimhilfen
3.2.4. Besuchsdienst
3.3. Gesetzliche und Ethische Rahmenbedingungen
3.4. Der Einfluss der Politik auf die Hauskrankenpflege
4 Grundlagen der Delegation
4.1. Definition und Bedeutung der Delegation in der Hauskrankenpflege
4.2. Aufgabenzuteilung und Delegation im Vergleich
4.3. Die Rechenschaftspflicht
4.4. Delegation und Leadership
4.4.1. Gründe für Delegation
4.4.2. Vorteile für die Führungskraft und die Mitarbeiter*innen
4.4.3. Delegationshindernisse
5 Der Delegationsprozess
5.1. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Delegation
5.2. Nicht - delegierbare Aufgaben
5.3. Kriterien für eine erfolgreiche Delegation
5.3.1. Kriterium 1: Die richtige Aufgabe
5.3.2. Kriterium 2: Die richtigen Bedingungen
5.3.3. Kriterium 3: Die richtige Person
5.3.4. Kriterium 4: Die richtige Anleitung und Kommunikation
5.3.5. Kriterium 5: Die richtige Beaufsichtigung
5.3.6. Zwischenfazit des/der Autor*in
6. Rechtliche Aspekte der Delegation
6.1. Zivilrechtliche Konsequenzen
6.2. Strafrechtliche Konsequenzen
6.3. Arbeitsrechtliche Konsequenzen
6.4. Haftung der Organisation und Einzelperson
6.5. Rechtliche Aspekte der pflegerischen Kernkompetenz gemäß §14
7 Schlussfolgerung und Zusammenfassung
8 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die notwendigen Faktoren für eine juristisch sichere und effiziente Delegation pflegerischer Aufgaben im Setting der mobilen Pflege, mit dem Ziel, daraus praxisorientierte Empfehlungen für Pflegefachkräfte abzuleiten.
4.2. Aufgabenzuteilung und Delegation im Vergleich
Die Aufgabenzuteilung bezeichnet den Prozess, bei dem Verantwortung und Rechenschaftspflicht einer bestimmten Tätigkeit von einer Person auf eine andere übertragen werden, sofern diese über vergleichbare Kompetenzen und formale Qualifikationen verfügt. Zu beachten ist, dass die Aufgabenzuteilung nur zwischen ausgewählten Pflegefachkräften erfolgen darf, welche über vergleichbare spezifische Fähigkeiten, Kenntnisse und Urteilsvermögen verfügen, um die Aufgabe zu bewältigen. Im Kontext der beruflichen Verantwortung wäre es unzulässig, einer frisch ausgebildeten Pflegefachkraft (DGKP), welche noch nicht ausreichend eingearbeitet ist und über eine begrenzte Erfahrung verfügt, eine Aufgabe zuzuweisen, welcher sie womöglich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewachsen ist.
In einer solchen Situation besteht die Möglichkeit, dass die Pflegefachkraft die Übernahme der Aufgabe ablehnt, wenn sie berechtigte Bedenken hinsichtlich ihrer fachlichen Kompetenz hat, oder Zweifel an der korrekten Ausführung der zugewiesenen Tätigkeit. Sollte die Pflegefachkraft dennoch die ihr übertragenen Aufgabe ohne die erforderliche Qualifikation übernehmen und dabei fehlerhaft handeln, würde man von einem Übernahmeverschulden sprechen. Pflegeassistenten kommen für eine Aufgabenzuteilung nicht in Frage, da sie keine vergleichbaren Kompetenzen aufweisen.
Bei der Delegation hingegen übernimmt die Pflegekraft weiterhin die Verantwortung für die Durchführung der Aufgabe, muss aber sicherstellen, dass die Pflegeassistenz über die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt und die Arbeit überwachen und unterstützen, falls erforderlich. (Kelly-Heidenthal & Marthaler, 2008).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der mobilen Pflege sowie die Notwendigkeit von Delegation als pflegerische Kernkompetenz zur Entlastung des Personals und Sicherstellung der Versorgungsqualität.
2 Fallbeispiel Frau Schmidt: Dieses Kapitel präsentiert ein praxisnahes Beispiel einer pflegebedürftigen Person, das die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen illustriert und als roter Faden durch die theoretischen Ausführungen dient.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe definiert und die verschiedenen relevanten Berufsgruppen sowie die politischen, ethischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen der Hauskrankenpflege erläutert.
4 Grundlagen der Delegation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Delegation, stellt ihn der Aufgabenzuteilung gegenüber und erörtert die Bedeutung der Rechenschaftspflicht sowie den engen Zusammenhang zwischen Delegation und Leadership.
5 Der Delegationsprozess: Der Prozess wird detailliert anhand spezifischer Kriterien beschrieben, von der richtigen Aufgabenauswahl über die Eignungsprüfung des Personals bis hin zur Anleitung und Beaufsichtigung.
6. Rechtliche Aspekte der Delegation: Hier werden die zivil-, straf- und arbeitsrechtlichen Konsequenzen einer (fehlerhaften) Delegation sowie die Haftungsregeln für Organisationen und Einzelpersonen analysiert.
7 Schlussfolgerung und Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Faktoren für eine rechtssichere Delegationspraxis zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Kommunikation und Verantwortung.
8 Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung aller in der Arbeit verwendeten Quellen und gesetzlichen Grundlagen.
Delegation, mobile Pflege, Hauskrankenpflege, GuKG, Pflegefachkraft, Pflegeassistenz, Rechenschaftspflicht, Haftungsrecht, Qualitätssicherung, interdisziplinäres Team, Führungskompetenz, Delegation, Professionalität, Patientensicherheit, Sozialbetreuungsberufe.
Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Delegation als Kernkompetenz und deren Bedeutung für eine qualitativ hochwertige, rechtssichere Versorgung von Klienten in der Hauskrankenpflege.
Die zentralen Themen sind der rechtliche Rahmen der Berufsausübung, die Abgrenzung von Kompetenzen zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen, die Kriterien für eine gelungene Delegation und die Haftungsfragen.
Das Ziel ist, Faktoren zu identifizieren, die eine juristisch sichere und erfolgreiche Delegation im Setting der mobilen Pflege ermöglichen, um daraus Empfehlungen für die Praxis abzuleiten.
Die Arbeit verwendet eine strukturierte, literaturbasierte Analyse, verknüpft mit einem begleitenden Fallbeispiel, um theoretische Konzepte in einen anwendbaren Kontext der Praxis zu übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Definitionen der Delegation, den spezifischen Delegationsprozess mit seinen Qualitätskriterien sowie eine eingehende Analyse der rechtlichen Haftungsfolgen.
Kernbegriffe wie Delegation, Patientensicherheit, rechtliche Haftung, GuKG, Pflegefachkraft und interdisziplinäre Zusammenarbeit stehen im Mittelpunkt der Analyse.
Sie ist entscheidend für die Haftung: Während bei der Aufgabenzuteilung die Verantwortung mit der Kompetenz übergeht, behält bei der Delegation die delegierende Person die Gesamtverantwortung für das Ergebnis.
Bei nachgewiesenem Versäumnis in der Auswahl oder Überwachung des Personals (z.B. Übernahmefahrlässigkeit) kann die delegierende Pflegekraft zivil- und strafrechtlich haftbar gemacht werden.
Das Beispiel dient der Veranschaulichung; es zeigt konkret auf, wie Aufgaben an Pflegeassistenten oder Heimhilfen delegiert werden und wo die Grenzen der Eigenverantwortung der einzelnen Berufsgruppen liegen.
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