Diplomarbeit, 2009
99 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Marktliberalisierung und Entstehung der deutschen Energiebörse EEX
2.1 Liberalisierung des Marktes und Veränderung des Marktumfeldes
2.1.1 Ausgangslage vor der Liberalisierung
2.1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise zur Liberalisierung
2.1.3 Veränderungen durch die Liberalisierung
2.2 Entstehung von Energiebörsen
2.2.1 Möglichkeiten des Energiehandels
2.2.2 Konkurrierende Börsenmodelle
2.2.3 Gründung der EEX
2.3 Funktion und Organisation der EEX
2.3.1 Rolle der EEX im börslichen Energiehandel
2.3.2 Organe der EEX
2.3.3 Elektronische Handelssysteme an der EEX
3. EEX-Marktteilnehmer und -instrumente
3.1 Marktteilnehmer der deutschen Energiebörse EEX
3.1.1 Primäre Marktteilnehmer
3.1.2 Sekundäre Marktteilnehmer
3.1.3 Zulassungsvoraussetzungen
3.2 Produkte der deutschen Energiebörse EEX
3.2.1 Handelsobjekte an Spot- und Terminmarkt
3.2.2 Handelsformen und Handelsphasen an Spot- und Terminmarkt
3.2.3 Preisbildungsmechanismen
3.3 Einsatzmöglichkeiten energiebörslicher Produkte
3.3.1 Handelsmotive
3.3.2 Einsatzmöglichkeiten von Spotmarktprodukten
3.3.3 Einsatzmöglichkeiten von Terminmarktprodukten
4. Kritische Würdigung des Energiemarktes und Lösungsansätze für Schwachstellen
4.1 Kritische Analyse des liberalisierten Energiemarktes
4.1.1 Zielerreichungsgrad der Liberalisierungsbestrebungen
4.1.2 Definition und Ausübungsmöglichkeiten von Marktmacht
4.1.3 Empirischer Nachweis für das Vorliegen von Marktmacht
4.2 Kritische Analyse der EEX als Strombörse im liberalisierten Markt
4.2.1 Erfüllungsgrad der Börsenfunktionen
4.2.2 Untersuchung des Preisbildungsmechanismus am Spotmarkt der EEX
4.2.3 Untersuchung der Liquidität an der EEX
4.3 Maßnahmen zur Steigerung des Wettbewerbs auf dem Energiemarkt
4.3.1 Eindämmung von Marktmacht durch umfassendes Market-Monitoring
4.3.2 Transparenzoffensive der EEX
4.3.3 Steigerung der Liquidität an der EEX
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den börslichen Energiehandel in Deutschland nach der Liberalisierung des Strommarktes 1998. Zentrale Forschungsfragen betreffen die Entstehung und Funktionsweise der European Energy Exchange (EEX), die Analyse der Marktteilnehmer und ihrer Instrumente sowie eine kritische Würdigung des liberalisierten Energiemarktes im Hinblick auf Wettbewerb, Marktmacht und Preisbildungsmechanismen.
3.1.2 Sekundäre Marktteilnehmer
Durch den börslichen Energiehandel werden neben den primären Marktakteuren auch neue Teilnehmergruppen angesprochen. Zu diesen sekundären Marktteilnehmern gehören Energiehändler, Aggregatoren, Intermediäre, Banken und Informationsdienstleister.
Über den Marktplatz Börse wird Akteuren ohne eigene Kraftwerkskapazitäten der Handel mit Energie zugänglich gemacht. Reine Händler kaufen und verkaufen Energie an der Börse mit der Zielsetzung, die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis zu maximieren. Durch die Volatilität der Strompreise lassen sich speziell im Handel mit Elektrizität hohe Gewinnmargen realisieren. Energiehändler führen ihre Geschäfte auf eigene Rechnung und in eigenem Namen aus. Demzufolge haften sie als direkter Vertragspartner in vollem Umfang gegenüber Abnehmern und Kunden. Neben der Chance, Gewinne einzustreichen, ist der Handel mit gewissen Risiken verbunden. Oftmals gehen reine Energiehändler offene Positionen ein. Sie kaufen also eine bestimmte Menge Energie an der Börse, ohne zu diesem Zeitpunkt bereits einen Abnehmer dafür zu haben. Findet sich anschließend tatsächlich kein Abnehmer, so kann der Gewinn nicht realisiert werden. Des Weiteren besteht die Gefahr ungünstiger Marktpreisentwicklungen.
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Liberalisierung des Strommarktes seit 1998 und führt in die Thematik der EEX als zentrale Handelsplattform ein.
2. Marktliberalisierung und Entstehung der deutschen Energiebörse EEX: Dieses Kapitel erläutert den Übergang vom Monopol zum wettbewerbsorientierten Markt, die Gründung der EEX sowie deren organisatorische Struktur.
3. EEX-Marktteilnehmer und -instrumente: Hier werden die verschiedenen Akteure (primär und sekundär) sowie die angebotenen Spot- und Terminmarktprodukte und deren Handelsmechanismen detailliert beschrieben.
4. Kritische Würdigung des Energiemarktes und Lösungsansätze für Schwachstellen: Dieser Abschnitt analysiert kritisch das Potenzial für Marktmacht und Preismanipulation und diskutiert Maßnahmen wie Market-Monitoring und Transparenzoffensiven.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Rolle der EEX im europäischen Kontext.
Energiehandel, EEX, Liberalisierung, Strombörse, Spotmarkt, Terminmarkt, Marktmacht, Preisbildung, Hedging, Spekulation, Markttransparenz, Liquidität, Clearing, Strommarkt, Energieversorgungsunternehmen.
Die Arbeit befasst sich mit dem börslichen Energiehandel in Deutschland, insbesondere mit der European Energy Exchange (EEX), und analysiert deren Rolle sowie Auswirkungen im Zuge der Marktliberalisierung.
Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Marktliberalisierung, die Funktionsweise der EEX, die Akteure am Markt, die verschiedenen Handelsinstrumente und eine kritische Auseinandersetzung mit Marktmacht und Wettbewerb.
Das Ziel ist eine detaillierte Beschreibung des börslichen Handels an der EEX und eine anschließende kritische Würdigung im Hinblick auf die Zielerreichung der Marktliberalisierung.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Marktdaten, Gutachten und empirischen Studien zur Preisbildung und Marktmacht am deutschen Strommarkt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der EEX-Strukturen, der Marktteilnehmer und Instrumente sowie die kritische Analyse des Energiemarktes und mögliche Lösungsansätze für dessen Schwachstellen.
Wichtige Begriffe sind Energiehandel, EEX, Marktliberalisierung, Marktmacht, Preisbildung, Hedging und Markttransparenz.
Die EEX bietet standardisierte, anonyme und durch ein Clearinghaus abgesicherte Produkte, während der außerbörsliche Handel (OTC) individuelle Verträge ermöglicht, jedoch oft weniger liquide ist und höhere Kreditrisiken birgt.
Kritiker bezweifeln, dass der Spotmarktpreis trotz des geringen Handelsvolumens einen repräsentativen Referenzwert für den gesamten deutschen Strommarkt darstellt, und vermuten Möglichkeiten zur Marktmachtausübung durch große Energiekonzerne.
Es wird die Einrichtung einer unabhängigen Marktüberwachungsstelle empfohlen, die über eine stärkere rechtliche Legitimation und bessere personelle sowie finanzielle Ausstattung als die aktuelle Handelsüberwachung verfügen soll.
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