Abschlussarbeit, 2023
59 Seiten, Note: 1,0
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen der Nutzung von sozialen Medien und dem Ernährungsverhalten junger Nutzer zu untersuchen. Dies erfolgt im Rahmen eines narrativen Reviews, das den aktuellen Forschungsstand zum Einfluss sozialer Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenfasst und analysiert.
Einleitung und Problemstellung
Soziale Medien gewinnen immer mehr an Bedeutung und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie werden von Menschen aller Altersklassen täglich genutzt und dienen dem Austausch und der Kommunikation mit Freunden, Bekannten, aber auch mit fremden Personen. Die Online-Portale Instagram, Facebook, Snapchat, YouTube, Twitter und TikTok zählen hierbei zu den Bekanntesten. Die Anzahl der Nutzer weltweit steigt jährlich immer weiter an. So nutzten im Jahr 2012 rund 1,48 Milliarden Menschen Social-Media-Plattformen, während die Anzahl der Nutzer von sozialen Netzwerken im Januar 2023 bei rund 4,76 Milliarden Menschen weltweit lag (We Are Social, & DataReportal, & Meltwater, 2023).
Instagram ist unter den 14-29-Jährigen das meistgenutzte soziale Netzwerk in Deutschland (ARD/ZDF-Onlinestudie, 2021). 74% der befragten Personen innerhalb dieser Altersspanne nutzen Instagram mindestens wöchentlich. Anhand dieser Zahlen wird die Stärke der Präsenz von sozialen Medien deutlich. Gerade junge Menschen nutzen die sozialen Medien am häufigsten, da in dieser Lebensphase eine Abkapslung vom Elternhaus einhergeht. Die Pubertät ist ein Lebensabschnitt voller Veränderungen. Die Jugendlichen durchlaufen eine Selbstfindungsphase und gerade hier ist eine Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen besonders wichtig, um sich selbst kennenzulernen. Soziale Medien bieten dabei völlig neue Wege sich auszudrücken und sich selbst auszuprobieren. Man kann sich jederzeit hinter Nicknamen verstecken und anonym bleiben. Als Folge dessen sinkt die Hemmschwelle für einen offenen und kreativen Austausch. Aus diesem Grund werden allen voran junge Menschen stark in ihrem Verhalten durch die Nutzung sozialer Medien beeinflusst.
Das Thema Essen gehört zu den am häufigsten geteilten Inhalten. Auf Instagram sind über 500 Millionen Beiträge mit dem #food zu finden. Posts zum Thema Ernährung und Essen sind in sozialen Medien allgegenwärtig und vor allem für die jüngere Generation normal. Durch diese ständige Überflutung an Informationen zum Thema wird das eigene Ernährungsverhalten überdacht, kritisch reflektiert und sogar an das der anderen User angepasst. Dies kann unter Umständen ein erhebliches Problem darstellen, da die sogenannten Influencer nur ihre perfekte Seite teilen und die unschönen Dinge herausfiltern. Influencer werden häufig von Unternehmen gebucht, um ihre Produkte zu vermarkten. Durch die hohe Reichweite der Influencer können viele Produkte verkauft werden und somit wird die Markenbekanntschaft gestärkt.
Trotzdem kann diese Form von Marketing auch einen positiven Einfluss auf die Social-Media-Nutzer nehmen. So gibt es beispielsweise immer mehr Influencer, welche gesunde und schnelle Rezepte teilen, die einfach nach zu kochen sind. Hierbei soll den Menschen eine Alternative geboten werden, welche aufgrund eines stressigen Alltags kaum Zeit zum Kochen finden und sonst eher zu schnellen und meist ungesunden Mahlzeiten greifen würden. Welchen Einfluss soziale Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehmen soll in dieser Arbeit näher erläutert werden.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel stellt die wachsende Bedeutung sozialer Medien und deren potenziellen Einfluss auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen dar.
2 Zielsetzung: Hierin wird das Hauptziel der Arbeit definiert, nämlich den Forschungsstand zum Einfluss sozialer Medien auf das Ernährungsverhalten junger Menschen im Rahmen eines narrativen Reviews zu beleuchten.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Das Kapitel erläutert grundlegende Begriffe, beschreibt ausgewählte soziale Medien sowie deren Marktanteile und Nutzungshäufigkeit in Deutschland und geht auf das Ernährungsverhalten der Zielgruppe und biometrische Daten ein.
4 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt die Forschungsfragen, die Untersuchungsobjekte und die Methode der Datenerhebung, welche hauptsächlich auf einer systematischen Literaturrecherche in der Datenbank Pubmed basiert.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse der analysierten Primärstudien werden vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen Lebensmittelwerbung in sozialen Medien, Essensbotschaften, "Gefällt-mir"-Angaben, Influencern und dem Konsum beworbener Produkte aufzeigen.
6 Diskussion: In diesem Kapitel werden die Forschungsfragen beantwortet, die Studienergebnisse kritisch betrachtet, die Methodik der eigenen Recherche reflektiert und Schlussfolgerungen für die Praxis sowie Anregungen für zukünftige Forschungen abgeleitet.
7 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, insbesondere den überwiegend negativen Einfluss ungesunder Lebensmittelwerbung in sozialen Medien auf das Ernährungsverhalten und die Lebensmittelkompetenz der Jugend.
Soziale Medien, Ernährungsverhalten, Jugendliche, Junge Erwachsene, Influencer, Lebensmittelmarketing, Essensbotschaften, Lebensmittelkompetenz, Gefällt-mir-Angaben, Übergewicht, Adipositas, Body-Mass-Index, Prävalenz, Studienreview.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sozialen Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, indem sie den aktuellen Forschungsstand zusammenfasst und analysiert.
Zentrale Themenfelder sind die Präsenz und Nutzung sozialer Medien, verschiedene Arten von Lebensmittelmarketing (insbesondere durch Influencer), die Wirkung von Essensbotschaften und "Gefällt-mir"-Angaben sowie der Einfluss auf die Lebensmittelkompetenz und biometrische Daten der Zielgruppe.
Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Ernährungsverhalten junger Nutzer herauszuarbeiten. Die Hauptforschungsfrage lautet: „Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Nutzung von sozialen Medien und dem Ernährungsverhalten der jungen User?“
Es wird ein narratives Review verwendet, das auf der Analyse und Interpretation bereits bestehender Forschungsliteratur, insbesondere ausgewählter Primärstudien, basiert.
Der Hauptteil behandelt den gegenwärtigen Kenntnisstand zu sozialen Medien und Ernährungsverhalten, die Methodik der Literatursuche sowie die Ergebnisse der analysierten Studien bezüglich des Einflusses von Lebensmittelwerbung, Essensbotschaften, "Gefällt-mir"-Angaben und Influencer-Beiträgen auf das Ernährungsverhalten.
Schlüsselwörter, die die Arbeit charakterisieren, sind: Soziale Medien, Ernährungsverhalten, Jugendliche, Junge Erwachsene, Influencer, Lebensmittelmarketing, Essensbotschaften, Lebensmittelkompetenz, Gefällt-mir-Angaben, Übergewicht, Adipositas.
Instagram ist das meistgenutzte soziale Netzwerk unter 14-29-Jährigen in Deutschland, wobei 74% dieser Altersspanne Instagram mindestens wöchentlich nutzen. Auch Facebook, Snapchat, YouTube, Twitter und TikTok sind relevant.
Studien zeigen, dass Anzeigen mit vielen "Gefällt-mir"-Angaben (Likes) positiver bewertet werden und zu einer höheren Wertschätzung und Erinnerung an die beworbenen Produkte führen. Der typische "Instagram-Rahmen" mit Likes kann dazu führen, dass ungesunde Lebensmittelwerbung nicht mehr als Marketing wahrgenommen wird.
Influencer werden häufig von Unternehmen beauftragt, Produkte zu bewerben, und können durch ihre hohe Reichweite und parasoziale Interaktion das Ernährungsverhalten ihrer Follower stark beeinflussen, was sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Konsum haben kann.
Überwiegend werden ungesunde Lebensmittel und Getränke beworben, die nicht zum Kerngeschäft gesunder Ernährung gehören. Dies führt zu einem erhöhten Konsum dieser Produkte und hat einen negativen Einfluss auf das Ernährungsverhalten junger Nutzer, während Werbung für gesunde Lebensmittel seltener wahrgenommen wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

