Masterarbeit, 2023
206 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Forschungsmethodik und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen und Überleitung zur Empirie
2.1. Was bedeuten Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung allgemein und im Immobilienkontext?
2.2. Nachhaltige Materialien am Bau – ein Überblick
2.3. Statistiken der deutschen Baubranche
2.4. Politische Rahmenbedingungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
2.4.1. EU-Klimaschutzverordnung und EU-Klimaschutzgesetz
2.4.2. European Green Deal - Klimaneutralität bis 2050
2.4.3. Environmental, Social, Governance (ESG)
2.4.4. Sustainable Development Goals
2.4.5. Europäische Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
2.5. Nachhaltigkeitszertifikate für Gebäude
2.6. Nationale Fördermöglichkeiten für Neubauten und Sanierungen
2.7. Überleitung zur Empirie
3. Forschungsdesign
3.1. Begründung der qualitativ induktiven Forschungsmethodik
3.2. Deduktive (a priori) Kategorienbildung als Grundlage
3.3. Datenerhebung mittels Experteninterviews
3.4. Vorbereitung und Durchführung der Experteninterviews
3.5. Experten als Interviewpartner für die empirische Forschung
3.6. Transkription der Experteninterviews
3.7. Datenauswertung der qualitativen Forschung
3.7.1. F4 als Auswertungsinstrument der qualitativen Forschung
3.7.2. Kategorienbildung am Material
3.7.3. Gütekriterien bei der qualitativen Forschung
4. Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen
4.1. Quantitative Darstellung des Kategoriensystems
4.2. Qualitative Darstellung des Kategoriensystems
4.3. Kategorienbasierte Auswertung entlang der Haupt- und Subkategorien
4.3.1. Hauptkategorie 1: Dekarbonisierung
4.3.2. Hauptkategorie 2: Kostenproblematik
4.3.3. Hauptkategorie 3: Nachhaltigkeitsaspekte
4.3.4. Hauptkategorie 4: Staatliche Fördermöglichkeiten
4.4. Handlungsempfehlungen
4.4.1. Handlungsempfehlungen für den Staat:
4.4.2. Handlungsempfehlungen für die Bürger:
4.4.3. Handlungsempfehlungen für die Bauträger und Projektentwickler:
4.5. Conjoint-Analyse
5. Fazit
5.1. Kritische Würdigung
5.2. Ausblick
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die Hemmnisse bei der Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten und Dekarbonisierungsmaßnahmen im deutschen Projektentwicklungsgeschäft der Immobilienwirtschaft. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer empirischen Analyse konkrete Handlungsempfehlungen für den Staat, Bürger sowie Bauträger und Projektentwickler abzuleiten.
2.1. Was bedeuten Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung allgemein und im Immobilienkontext?
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Verschriftlicht wurde dieser erstmals 1713 von Hans Carl von Carlowitz in seinem Buch „Sylvicultura Oeconomica – Die naturmäßige Anweisung zur wilden Baumzucht“. Es sollte nur so viel Holz geschlagen werden, wie auch nachwachsen kann, um die Waldfläche konstant zu halten. Dieses Prinzip wurde dann erstmals 1972 bei der ersten internationalen Umweltschutzkonferenz auf das internationale Vorgehen zum Umweltschutz übertragen. Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bezeichnet die Art und Weise, wie wir die aktuellen Bedürfnisse befriedigen, ohne die Chancen und Ressourcen künftiger Generationen zu beeinträchtigen.
Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - wirtschaftliche Effizienz, soziale Gerechtigkeit und ökologische Tragfähigkeit - in gleichem Maße berücksichtigen. Um die weltweiten Ressourcen langfristig zu bewahren, sollte die Nachhaltigkeit als grundlegendes Prinzip bei allen politischen Entscheidungen dienen. Verankert wurden diese Ansätze 1992 in Rio de Janeiro, wo die damalige UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung stattfand. Zu finden sind diese unter der sogenannten „Agenda 21“ - welche global anerkannt wurde. Um nachhaltig zu handeln, sollen diese als Leitfaden aller politischer Entscheidungen dienen. Doch nicht nur die Politik soll dabei ihren Beitrag leisten. Auch die heutigen lebenden Generationen werden dazu in die Pflicht genommen, die Ressourcen der Folgegenerationen zu sichern.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Nachhaltigkeit im Projektentwicklungsgeschäft ein und definiert Forschungsfrage sowie Zielsetzung.
2. Theoretische Grundlagen und Überleitung zur Empirie: Hier werden zentrale Begriffe definiert, der politische Rahmen erläutert und der Stand der Technik zu Materialien und Zertifikaten dargelegt.
3. Forschungsdesign: Dieses Kapitel begründet die gewählte qualitative Forschungsmethodik mittels Experteninterviews und erläutert den Prozess der Datenauswertung.
4. Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen: Hier erfolgt die Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse, gefolgt von konkreten Empfehlungen für verschiedene Akteure und einem Exkurs zur Conjoint-Analyse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ergebnisse kritisch und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Projektentwicklung, Immobilienbranche, Klimaschutz, CO2-Emissionen, Energieeffizienz, ESG-Kriterien, Experteninterviews, Qualitätssicherung, Baupraktiken, Förderprogramme, Kostendruck, Bauträger, Materialanalyse
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Hemmnisse bei der Einbindung von Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung in der deutschen Projektentwicklung von Immobilien.
Schwerpunkte liegen auf den ökonomischen Herausforderungen (Kosten), den politischen Rahmenbedingungen, ökologischen Dimensionen und der praktischen Umsetzbarkeit aus Sicht von Branchenexperten.
Das Ziel ist die Identifizierung von Hemmnissen in der Praxis sowie das Ableiten von Handlungsempfehlungen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.
Es handelt sich um eine qualitative induktive Forschung, die auf 14 Experteninterviews mit Akteuren der Baubranche basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung, die detaillierte Beschreibung des Forschungsdesigns sowie die qualitative und quantitative Auswertung der Expertengespräche.
Die Verknüpfung von theoretischem Wissen über Klimaschutzziele mit den realen Erfahrungen und Sorgen der in der Immobilienbranche tätigen Experten.
Die meisten befragten Bauträger sehen in den hohen Kosten für nachhaltiges Bauen ein massives Hemmnis, besonders in Zeiten von Inflation und Zinsanstiegen.
Die Experten kritisieren oft die Komplexität der Förderungen und wünschen sich verlässlichere, unkompliziertere staatliche Rahmenbedingungen statt rein bürokratischer Hürden.
Ja, es werden unter anderem Hanf, Lehm und Carbonbeton als nachhaltige Alternativen diskutiert und deren Vor- und Nachteile durch Experten beleuchtet.
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