Diplomarbeit, 2003
148 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Zielsetzung der Arbeit
2 Die Empirischen Erhebungen
2.1 Formale Kriterien der publizierten Studien
2.2 Befragung zu den fehlenden Angaben in den Studien
2.3 Gesamtüberblick zu den Studien
2.4 Auswertung der Studien
2.4.1 Methodeneinsatz bei den Studien
2.4.2 Erhebungszeitpunkt der Studien
2.4.3 Auswahlkriterien und untersuchte Unternehmensbranchen
2.5 Zusammenfassung
3 Die Balanced Scorecard in den Unternehmen
3.1 Anwendungsstand des Balanced Scorecard-Konzeptes
3.1.1 Anwendungsstand der gesamten Branchen
3.1.2 Anwendungsstand nach Branchen
3.1.3 Zusammenfassung
3.2 Einführung der Balanced Scorecard in Unternehmen
3.2.1 Die Gründe für die Einführung
3.2.2 Einführungsgründe in den Unternehmen
3.2.3 Externe Berater
3.2.4 Voraussetzungen für die Anwendung der Balanced Scorecard
3.2.5 Einführungszeit einer Balanced Scorecard
3.2.6 Zusammenfassung
3.3 Vision und Strategie mit der Balanced Scorecard
3.3.1 Vision und Strategie in den Unternehmen
3.3.2 Zusammenfassung
3.4 Perspektiven der Balanced Scorecard
3.4.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive
3.4.2 Die Kundenperspektive
3.4.3 Die interne Prozessperspektive
3.4.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive
3.4.5 Die Perspektiven in den Unternehmen
3.4.6 Zusammenfassung
3.5 Ursache-Wirkungsbeziehungen
3.5.1 Ursache-Wirkungsbeziehungen in den Unternehmen
3.5.2 Zusammenfassung
3.6 Kennzahlen der Balanced Scorecard
3.6.1 Kennzahlen in den Unternehmen
3.6.2 Verbreitungsgrad der Kennzahlen
3.6.3 Anzahl der Kennzahlen in einer Balanced Scorecard
3.6.4 Anzahl der Kennzahlen in den Balanced Scorecard Perspektiven
3.6.5 Zusammenfassung
3.7 Unternehmensweite Ausdehnung der Balanced Scorecard
3.7.1 Herunterbrechen der Balanced Scorecard in den Unternehmen
3.7.2 Verknüpfung mit dem Anreiz- und Vergütungssystem in den Unternehmen
3.7.3 Zusammenfassung
4 Kritische Würdigung und Erkenntnisse
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Erfahrungen mit der Balanced Scorecard (BSC) in deutschen Unternehmen sowie im deutschsprachigen Ausland. Ziel ist es, anhand von 19 empirischen Studien den tatsächlichen Implementierungsstand, die Erfolgsfaktoren und die Herausforderungen bei der Anwendung des Managementkonzepts umfassend darzustellen und kritisch zu würdigen.
3.2.1 Die Gründe für die Einführung
Auslöser für die Erfindung der Balanced Scorecard durch ROBERT S. KAPLAN und DAVID P. NORTON war die Kritik an den klassischen Messgrößensystemen sowie die Unzufriedenheit mit den allein auf finanziellen Daten basierenden Steuerungskennzahlen bei 12 US-amerikanischen Großunternehmen. Das Ziel des damals durchgeführten Forschungsprojektes war es, die vorhandenen Kennzahlensysteme den gestiegenen Anforderungen der Unternehmen anzupassen. Es war zu erkennen, dass die auf Finanzkennzahlen fokussierten Führungssysteme (Performance Measurement Systeme) den betrieblichen Anforderungen immer weniger genügten, da sie wesentliche Aspekte außer acht ließen. Von KAPLAN und NORTON wurde sehr schnell erkannt, dass es nicht um die Lösung der Kritik an den klassischen finanziellen Kennzahlensystemen ging. Das eigentliche zu lösende Problem war die Problematik zwischen der Strategiefindung und der Strategieumsetzung. Der dritte Harvard Business Review Artikel von KAPLAN und NORTON: „Using the Balanced Scorecard as a Strategic Management System“ stellt diesen Aspekt in den Mittelpunkt. Das Balanced Scorecard-Konzept wird hier als der Managementprozess zur Strategieumsetzung beschrieben.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Problemstellung, den Aufbau und die Zielsetzung der Arbeit, welche den Einsatz der Balanced Scorecard in Unternehmen anhand empirischer Daten untersucht.
2 Die Empirischen Erhebungen: Hier werden die 19 verwendeten empirischen Studien vorgestellt, deren formale Kriterien und Erhebungsmethoden analysiert sowie eine systematische Gegenüberstellung durchgeführt.
3 Die Balanced Scorecard in den Unternehmen: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der den aktuellen Anwendungsstand, die Einführungsprozesse, die Strategieanbindung, die Perspektivenwahl, Kennzahlen und die unternehmensweite Ausdehnung des Konzepts detailliert untersucht.
4 Kritische Würdigung und Erkenntnisse: Das abschließende Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und würdigt den Erfolg sowie die Herausforderungen des Balanced Scorecard-Einsatzes kritisch.
Balanced Scorecard, Performance Measurement, Strategieumsetzung, Kennzahlen, Unternehmenssteuerung, Empirische Erhebung, Managementinstrument, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, Implementierung, Anreizsystem, Strategiefindung.
Die Diplomarbeit untersucht, wie deutsche Unternehmen die Balanced Scorecard als Instrument für Management und Strategieumsetzung einsetzen und welche Erfahrungen sie dabei gesammelt haben.
Zentrale Themen sind der Anwendungsstand, die Einführungsgründe, die methodische Gestaltung (Perspektiven und Kennzahlen), die Einbindung in Strategieprozesse sowie die Verknüpfung mit Anreizsystemen.
Ziel ist es, 19 verschiedene empirische Studien zur Balanced Scorecard zu analysieren, ihre Ergebnisse vergleichend gegenüberzustellen und den aktuellen Status des Konzepts in der Praxis zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und vergleichenden Gegenüberstellung von 19 empirischen Studien, ergänzt durch eine Befragung der Autoren der Studien zur Schließung von Datenlücken.
Im dritten Kapitel wird der Anwendungsstand des Konzepts analysiert, unterteilt in die Themenfelder Einführung, Strategieanbindung, Perspektiveneinteilung, Ursache-Wirkungsbeziehungen, Kennzahlenmanagement und unternehmensweite Ausdehnung.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Balanced Scorecard, Performance Measurement, Strategieumsetzung, Kennzahlensysteme und empirische Unternehmensanalyse aus.
Laut den Studienergebnissen werden externe Berater primär von Großunternehmen in Anspruch genommen, wobei sie insbesondere bei der Moderation und Methodenauswahl unterstützen, jedoch den Erfolg primär von der internen Beteiligung abhängig machen.
Die Arbeit zeigt, dass eine Koppelung mit Anreizsystemen zwar für die Verhaltenssteuerung als wichtig erachtet wird, in der Praxis jedoch oft nur zögerlich und meist nur für das Top-Management umgesetzt wird.
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