Bachelorarbeit, 2023
45 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Forschungsleitende Fragen
1.2. Stellenwert des Themas und persönlicher Zugang
1.3. Methodik
2. Gesellschaftliche Kontextualisierung von Sexarbeit
2.1. Geschichtliche und rechtliche Aspekte von Sexarbeit
2.2. Zwischen patriarchaler Ausbeutung und Selbstbestimmten Handlungsmöglichkeiten - Diskurse zu Sexarbeit im Feminismus
2.2.1. Contra Prostitution
2.2.2. Pro Sexarbeit
3. Die Queer Theory
3.1. Entstehung der Queer Theory
3.2. Theorie von Foucault
3.3. Theorie und Relevanz von Judith Butler
3.4. Theorie von Rubin
4. Einführung in die Gender- und Queere Anthropologie
4.1. Die Anthropologie und ihr Interesse an Gender:
4.2. Die Anthropologie und das Interesse an Sexualität
4.3. New Queer Anthropology und Critical Queer Studies
5. Analyse der Sexarbeit durch die Perspektive der New Queer Anthropology
5.1. Ist Sexarbeit queer?
5.2. Mehrfachdiskriminierung und Stigmatisierung in der (queeren) Sexarbeit
5.3. Zu den subversiven Potentialen der (queeren) Sexarbeit
6. Conclusio
Die Arbeit untersucht Sexarbeit aus der Perspektive der queeren Anthropologie, um das Thema jenseits heteronormativer Diskurse zu beleuchten, Subversionspotenziale aufzuzeigen und die Heterogenität von Sexarbeitenden intersektional zu analysieren.
Much of what sex workers do can be described in terms of mimetic play, an overt assumption of the feminine role in order to exploit it. When sex workers perform femininity, we purposefully engage in an endless repetition of heteronormative gender codes for economic gain. Using femininity as an economic tool is a means of exposing its constructedness and reconfiguring its meanings. While some feminists argue that sex workers reinforce sexist norms, I would say that the act of making men pay is, in fact, quite subversive (Pendleton 1997, 78).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung ein, Sexarbeit als heteronormatives Tabu zu hinterfragen und stattdessen eine queere sowie queer-anthropologische Perspektive einzunehmen.
2. Gesellschaftliche Kontextualisierung von Sexarbeit: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über Sexarbeit sowie eine Analyse der feministischen Diskurse zwischen der Forderung nach Abschaffung und der Anerkennung als Arbeit.
3. Die Queer Theory: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Queer Theory dargelegt, insbesondere unter Bezugnahme auf Foucault, Butler und Rubin, um die Konstruktion von Geschlecht und Sexualität zu dekonstruieren.
4. Einführung in die Gender- und Queere Anthropologie: Dieses Kapitel verortet das Interesse der Anthropologie an Gender und Sexualität in der Geschichte und führt in die Strömungen der New Queer Anthropology und Critical Queer Studies ein.
5. Analyse der Sexarbeit durch die Perspektive der New Queer Anthropology: Hauptteil der Arbeit, in dem Sexarbeit unter anderem als mögliches "queeres" Feld und hinsichtlich intersektionaler Diskriminierungsformen sowie subversiver Potenziale untersucht wird.
6. Conclusio: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass Sexarbeit weder rein als Opferrolle noch als durchgehend emanzipatorisch zu betrachten ist, sondern eine differenzierte, intersektionale Betrachtung erfordert.
Sexarbeit, Queer Theory, Queere Anthropologie, Heteronormativität, Gender, Sexualität, Intersektionalität, Stigmatisierung, Subversion, New Queer Anthropology, Empowerment, Machtverhältnisse, Körperarbeit, Erotic Labour, Diskursanalyse
Die Arbeit analysiert das Thema Sexarbeit aus dem Blickwinkel der queeren Anthropologie und untersucht diese nicht als einseitiges, heteronormatives Phänomen, sondern als ein komplexes Feld, das sowohl Stigmatisierung als auch Möglichkeiten zur Subversion bietet.
Die Arbeit verknüpft Ansätze aus der Queer Theory mit kultur- und sozialanthropologischen Perspektiven, um Sexarbeit hinsichtlich ihrer sozialen, historischen und rechtlichen Kontextualisierung sowie ihrer Einbettung in Machtstrukturen zu hinterfragen.
Das Ziel ist es, Sexarbeit als heterogenes Feld zwischen Stigmatisierung und Selbstbestimmung mit Hilfe der queeren Anthropologie zu analysieren und danach zu fragen, welche Aspekte der Mehrfachdiskriminierung sowie welche Potenziale sich daraus ergeben.
Die Arbeit basiert als theoretische Bachelorarbeit auf einer fundierten Auswertung und Analyse von Literaturquellen, um interdisziplinäre Theorien miteinander in Verbindung zu setzen und einen queer-anthropologischen Ansatz zu formulieren.
Der Hauptteil befasst sich theoretisch mit der Queer Theory (Foucault, Butler, Rubin), der Entwicklung der queeren Anthropologie sowie mit der konkreten Analyse von Sexarbeit als mögliches "queeres" Phänomen, ihrer Stigmatisierung und ihrem subversiven Potenzial.
Zentrale Begriffe sind Sexarbeit, Queer Theory, queere Anthropologie, Heteronormativität, Gender, Intersektionalität, Stigmatisierung und subversives Potenzial.
Sie dient als theoretisches Instrumentarium, um über tradierte, rein sex-zentrierte Analysen hinauszugehen und Sexarbeit als intersektionales Feld zu begreifen, das eng mit globalen Machtverhältnissen und Wissensweisen verwoben ist.
Im Gegensatz zu radikalfeministischen Ansätzen, die Sexarbeit pauschal als patriarchale Ausbeutung ablehnen, versucht die Arbeit, durch die queere Anthropologie eine differenziertere Sicht auf die Handlungsspielräume und dekonstruktiven Potenziale von Sexarbeitenden zu werfen, ohne die problematischen Machtungleichheiten zu ignorieren.
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