Bachelorarbeit, 2009
72 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Einzelhandels
2.1 Definition des Begriffs
2.2 Relevante Betriebstypen bei der Internationalisierung
2.3 Die größten Handelskonzerne
3 Die Internationalisierung des Einzelhandels
3.1 Begriff der Internationalisierung
3.2 Arten globaler Unternehmen
3.3 Motive der Internationalisierung
3.3.1 Push-Motive
3.3.2 Pull-Motive
3.4 Risiken / Barrieren der Internationalisierung
3.5 Markteintrittsformen
3.5.1 Mergers & Acquisitions
3.5.2 Filialgründung
3.5.3 Joint Venture
3.5.4 Franchising
3.6 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Internationalisierung
3.6.1 Länderselektionskriterien
3.6.2 Global Retail Development Index
3.6.3 Timing des Markteintritts
4 Wachstumsmarkt Russland
4.1 Analyse des Landes
4.1.1 Die Wirtschaft
4.1.2 Der russische Einzelhandelsmarkt
4.1.2.1 Regionale Unterschiede und Wettbewerb
4.1.2.2 Der russische Lebensmitteleinzelhandel
4.1.2.3 Moderne Formate
4.1.3 Russlands Konsumenten
4.2 Westliche Handelskonzerne in Russland
4.3 Die Auswirkungen der Krise
4.4 Chancen für ausländische Einzelhandelsunternehmen
4.4.1 Die Vorteile des russischen Marktes
4.4.2 Die Wirtschaftskrise als Chance
4.5 Risiken für ausländische Einzelhandelsunternehmen
5 Fazit
Ziel der Bachelorarbeit ist es, die Chancen und Risiken einer Internationalisierung von Handelsunternehmen mit speziellem Fokus auf den russischen Markt unter Berücksichtigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu analysieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
3.6.3 Timing des Markteintritts
Bei der Erschließung neuer Märkte spielt der optimale Eintrittszeitpunkt eine ebenso wichtige Rolle wie die Wahl der Betriebsform. Durch ein gutes Timing kann ein Handelsunternehmen zusätzliche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen sich internationalisierenden Handelsunternehmen schaffen. Wird die Zeit als strategischer Faktor gesehen können grundsätzlich zwei unterschiedliche Markteintrittsstrategien verfolgt werden. Die „First-to-Market“-Strategie und die Folgestrategie. Bei der ersten Strategie erfolgt der Markteintritt in ausländische Märkte als Pionier, d.h. das Handelsunternehmen ist eines der ersten vor Ort und kann frühzeitig von der Entwicklung des Landes profitieren und marktspezifisches Wissen sammeln.
Durch den frühzeitigen Aufbau der eigenen Marktposition können zusätzlich Markteintrittsbarrieren für Nachfolgeunternehmen aufgebaut werden. Die Pionierstrategie bietet allerdings nicht nur Vorteile, sondern birgt auch hohe Risiken. Um den Auslandsmarkt zu erschließen haben Pionierunternehmen oftmals sehr hohe Kosten zu tragen. Zudem gibt es keine Garantie, ob das Betriebsformat und Konzept von den lokalen Konsumenten akzeptiert wird. Die zweite Variante beschreibt die Folgestrategie bei der Handelsunternehmen in einer zweiten Welle den Pionieren folgen. Diese Unternehmen können von den Pionierunternehmen lernen und deren Fehler zu Beginn vermeiden. Zum Beispiel lassen sich akzeptierte Betriebstypen und erfolgreiche Konzepte abgucken und imitieren. Dadurch hat das Folgeunternehmen ein geringeres Markteintrittsrisiko. Der Nachteil dieser Strategie liegt allerdings in den aufgebauten Markteintrittsbarrieren des Pioniers.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung im Einzelhandel und Festlegung des Ziels sowie des Aufbaus der Bachelorarbeit.
2 Grundlagen des Einzelhandels: Erläuterung der Begrifflichkeiten, Vorstellung relevanter Betriebstypen und Überblick über die größten Handelskonzerne.
3 Die Internationalisierung des Einzelhandels: Untersuchung der Motive, Risiken, Markteintrittsformen sowie der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Expansion.
4 Wachstumsmarkt Russland: Detaillierte Analyse der russischen Wirtschaft, des Einzelhandelsmarktes, der Konsumenten, der Krisenauswirkungen und der Chancen sowie Risiken.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Internationalisierungsergebnisse im Kontext des russischen Marktes.
Einzelhandel, Internationalisierung, Markteintritt, Russland, Expansion, Wirtschaftskrise, Wachstumsmarkt, Global Retail Development Index, Konsumenten, Handelskonzerne, Filialgründung, Joint Venture, Franchising, Akquisitionen, Marktanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken, die Handelsunternehmen bei einer Internationalisierung in den russischen Markt begegnen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Einzelhandels, den Internationalisierungsstrategien, der Analyse des russischen Marktes sowie den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise.
Das Ziel ist es, auf Basis einer umfassenden Marktanalyse des russischen Einzelhandels zu klären, welche Faktoren für einen erfolgreichen Markteintritt entscheidend sind und wie Unternehmen mit den spezifischen Risiken umgehen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Untersuchung von Branchendaten, die Auswertung von Indizes wie dem Global Retail Development Index sowie eine fundierte wirtschaftliche Analyse des Landes Russland.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, strategische Aspekte der Internationalisierung und eine detaillierte praktische Analyse der Marktsituation in Russland, inklusive Fallbeispielen zu westlichen Handelskonzernen.
Zentrale Begriffe sind Einzelhandel, Internationalisierung, Russland, Markteintrittsformen, Wachstumschancen und das Risikomanagement in Krisenzeiten.
Russland bietet trotz der Krise ein erhebliches Nachholpotenzial, eine wachsende kaufkräftige Mittelschicht und im Vergleich zu westeuropäischen Märkten eine geringe Unternehmenskonzentration, was den Wettbewerb überschaubarer macht.
Moderne Formate wie Hypermärkte und Supermärkte verzeichnen rasant hohe Wachstumsraten, da sie den russischen Konsumenten Qualität, Service und eine Sortimentsvielfalt bieten, die im traditionellen, unorganisierten Handel bisher fehlten.
Diese Konzerne setzen auf langfristige Strategien, passen ihre Logistik- und Distributionswege an die geografischen Gegebenheiten an und nutzen teilweise opportunistische Chancen wie Akquisitionen, um ihre Marktposition trotz bürokratischer und infrastruktureller Hürden auszubauen.
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