Bachelorarbeit, 2020
32 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Prinzip Inklusion im sozialtheoretischen Kontext
2.1 Aktuelle sozialwissenschaftliche Diskurse
2.2 Recht auf Inklusion und ihre gesellschaftliche Relevanz
3. Prinzip Inklusion im theologischen Kontext
3.1 Allgemeines
3.2 Die Vulnerabilität des Menschen
3.3 Die Prophetie von Vulnerabilität
3.4 Behinderung als Schwächung von Gottes Schöpfung?
4. Untersuchung der Heilsgeschichten von Jesus im neuen Testament
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Handeln von Jesus Christus im Neuen Testament im Hinblick auf die Konzepte von Inklusion und Exklusion, um daraus Anstöße für aktuelle gesellschaftliche Diskurse über Partizipation und Diversität abzuleiten.
Die Vulnerabilität des Menschen
Wenn die Möglichkeit zur gleichen Teilhabe für alle in den Blick genommen wird, so stellt sich Heike Springhart zufolge zunächst die Frage nach einem Menschenbild, welches Identität und Differenz gemeinsam denken lässt. Als anthropologisches Merkmal soll hierzu die Vulnerabilität des Menschen in den Blick genommen werden, und zwar „als ontologische und situative Vulnerabilität“. Diese Begriffsdifferenzierung erlaubt die Vulnerabilität als für alle gültige conditio humana zusammen mit je individuell-situativen Verwundbarkeits- und Erfüllungsbedingungen zu betrachten (Tod wie auch Liebe), an dessen Ausrichtung sich Inklusion vollziehen lässt. Insofern bezeichnet die Autorin Vulnerabilität auch als „Leitkategorie [...] [um] Vielfalt wertzuschätzen und die geteilte Menschlichkeit zu betonen“.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Inklusionsthematik ein und erläutert die Zielsetzung, Jesu Handeln im Neuen Testament als Basis für aktuelle gesellschaftliche und theologische Diskurse zu nutzen.
2 Prinzip Inklusion im sozialtheoretischen Kontext: Dieses Kapitel erörtert sozialwissenschaftliche Ansätze, darunter die Systemtheorie Luhmanns und die Anerkennungstheorie Honneths, sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention.
3. Prinzip Inklusion im theologischen Kontext: Hier werden theologische Fundamente wie die Gottebenbildlichkeit und die Vulnerabilität des Menschen als Voraussetzungen für ein inklusives Miteinander in Kirche und Gesellschaft dargelegt.
4. Untersuchung der Heilsgeschichten von Jesus im neuen Testament: Das Kapitel analysiert verschiedene Heilungsgeschichten Jesu, wie die Blindenheilung oder die Begegnung mit Ausgestoßenen, hinsichtlich ihres inklusiven Gehalts.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, eine integrative Gemeinschaft im Geiste Jesu zu leben, die Barrieren abbaut und jeden Menschen in seiner Würde anerkennt.
Inklusion, Exklusion, Jesus Christus, Neues Testament, Vulnerabilität, Teilhabe, Diversität, Anerkennung, Menschenrechte, UN-Behindertenrechtskonvention, christliche Ethik, Heilsgeschichte, Diakonie, Soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde
Die Arbeit analysiert das Handeln Jesu im Neuen Testament anhand von Inklusions- und Exklusionskriterien, um Impulse für aktuelle gesellschaftliche Debatten über Teilhabe und Diversität zu gewinnen.
Zu den zentralen Themen gehören die sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Inklusion, die rechtliche Situation durch die UN-BRK, die theologische Anthropologie unter Einbeziehung der Vulnerabilität sowie die exegetische Untersuchung der Heilungsgeschichten.
Das Ziel ist es, durch die theologisch begründete Praxis Jesu aufzuzeigen, wie eine Gesellschaft und eine Kirche gestaltet werden können, die in ihrer Vielfalt niemanden ausgrenzen.
Die Arbeit verknüpft sozialtheoretische und juristische Diskurse mit einer theologischen, exegetischen Perspektive auf neutestamentliche Texte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung sozialwissenschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit theologischen Kernkonzepten und spezifischen Bibelstellen.
Die zentralen Begriffe umfassen Inklusion, Exklusion, Vulnerabilität, Menschenwürde, Teilhabe, Diversität und christliche diakonische Anthropologie.
Die UN-BRK dient als rechtliche Grundlage, die einen Paradigmenwechsel hin zu einem Menschenrechtsprinzip einleitet, welches die Theologie dazu anregt, biblische Grundlagen zeitgemäß auf die Autonomie und Partizipation behinderter Menschen zu beziehen.
Vulnerabilität wird als conditio humana verstanden, die alle Menschen verbindet. Dies entlastet davon, dass alle Menschen das Gleiche leisten müssen, und ermöglicht einen wertschätzenden Umgang mit Diversität, anstatt Behinderung nur als Defizit zu betrachten.
Das gemeinsame Mahl Jesu mit Marginalisierten wie Sündern, Zöllnern oder Aussätzigen symbolisiert die bedingungslose Akzeptanz und die Vision einer integrativen Gemeinschaft, die bestehende Reinheitsgebote und soziale Grenzen durchbricht.
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