Diplomarbeit, 2009
131 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2. Gang der Untersuchung
2. Determinanten der Rechnungslegung
2.1. Zusammenspiel der Determinanten
2.2. IFRS-Einführung in der EU als Untersuchungsszenario
2.3. Ausgewählte Institutionelle Rahmenbedingungen
2.3.1. Rechtssystem
2.3.2. Finanzierungsstruktur
2.3.3. Steuersystem
2.3.4. Wirtschaftsprüfung
2.3.5. Corporate Governance und Anlegerschutz
3. Earnings Quality
3.1. Theoretische Grundlagen
3.2. Rechnungswesenbasierte Maßgrößen
3.2.1. Qualität der Periodenabgrenzung
3.2.2. Volatilität und Glättung
3.2.3. Bilanzpolitik
3.2.4. Beständigkeit und Prognosefähigkeit
3.3. Kapitalmarktorientierte Maßgrößen
3.3.1. Zeitnähe
3.3.2. Bedingte Vorsicht
3.3.3. Wertrelevanz
4. Empirische Untersuchung
4.1. Hypothesenbildung
4.2. Datenbasis
4.3. Deskriptive Analyse
4.4. Auswahl der Regressionsmodelle und Untersuchungsdesign
4.5. Auswertung der Ergebnisse
4.5.1. Vergleich der Tendenzen der Earnings Quality in Deutschland und Großbritannien
4.5.2. Effekt der IFRS-Einführung in Deutschland
4.5.3. Effekt der IFRS-Einführung in Großbritannien
4.5.4. Analyse der freiwilligen IFRS-Anwender in Deutschland
4.6. Robustheit der Ergebnisse
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu untersuchen, ob die Einführung der IFRS in der Europäischen Union zu einer Konvergenz der Rechnungslegungspraxis geführt hat. Hierbei wird analysiert, inwieweit sich die "Earnings Quality" in Deutschland und Großbritannien verändert hat, wobei die USA als Kontrollgruppe fungieren.
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
Die internationale Accounting-Forschung erlebt einen Umbruch. Es ist eine weltweite Konvergenz der Rechnungslegungsstandards zu beobachten, dabei steht das International Accounting Standards Board (IASB) wie keine andere Institution für diese Entwicklung: „Given the increasingly global markets for capital, the desire for comparable information leads naturally to the mission of the IASB, which is: To develop, in the public interest, a single set of high quality global accounting standards that are accepted worldwide.”
Die Forschung bzgl. der Unterschiede zwischen nationalen Standards verliert zunehmend an Bedeutung. Durch die Konvergenz der Standards eröffnet sich allerdings die interessante Frage, ob die Bilanzierungspraxis ebenfalls konvergiert. Ohne Konvergenz in der Praxis wäre die internationale Harmonisierung der Rechnungslegungssysteme nicht zielführend, somit würde die fortschreitende Einführung der International Financial Reporting Standard (IFRS) in großen Teilen der Welt und das „Convergence Project“ der Standardsetter IASB und Financial Accounting Standards Board (FASB) in Frage gestellt.
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob die IFRS-Einführung in der Europäischen Union (EU) eine Konvergenz der Rechnungslegungspraxis in den Mitgliedsstaaten bewirkt hat. Hierfür wird der Effekt der IFRS-Einführung in Deutschland und Großbritannien untersucht, wobei die United States of America (USA) als Kontrollgruppe dienen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der weltweiten Konvergenz von Rechnungslegungsstandards ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Effekt der IFRS-Einführung auf die Rechnungslegungspraxis in Deutschland und Großbritannien zu untersuchen.
2. Determinanten der Rechnungslegung: Es wird das Zusammenspiel zwischen institutionellen Rahmenbedingungen und Rechnungslegungsstandards beleuchtet sowie die Relevanz der IFRS-Einführung in der EU diskutiert.
3. Earnings Quality: Dieses Kapitel erarbeitet das Konzept der "Earnings Quality" als zentralen Analysemaßstab und erläutert sowohl rechnungslegungsbasierte als auch kapitalmarktorientierte Maßgrößen.
4. Empirische Untersuchung: Hier werden die aufgestellten Hypothesen unter Verwendung verschiedener statistischer Modelle und Evaluationsmethoden empirisch überprüft und die Ergebnisse analysiert.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse zur Konvergenz der Rechnungslegungspraxis und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung weltweiter Vergleichbarkeit.
IFRS, Earnings Quality, Rechnungslegung, Konvergenz, Bilanzierungspraxis, Deutschland, Großbritannien, USA, institutionelle Rahmenbedingungen, Abschluss, Kapitalmarkt, Ergebnisqualität, Bilanzpolitik, Harmonisierung, empirische Analyse.
Die Arbeit untersucht, ob die verpflichtende Einführung der IFRS in der Europäischen Union zu einer tatsächlichen Konvergenz der Rechnungslegungspraxis in den Mitgliedsstaaten geführt hat.
Die zentralen Themen sind der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die Rechnungslegung, die Messung von Ergebnisqualität ("Earnings Quality") und der Vergleich von IFRS-Anwendern in verschiedenen nationalen Umfeldern.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob die IFRS-Harmonisierung der Standards auch eine Harmonisierung der tatsächlichen Bilanzierungspraxis bewirkt hat, untersucht am Beispiel von Deutschland und Großbritannien im Vergleich zu den USA.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Ansatz, basierend auf empirischen Modellen zur "Earnings Quality", wie den Querschnittsvergleich, den Vorher-Nachher-Vergleich sowie den Differenz-von-Differenzen-Ansatz.
Der Hauptteil befasst sich theoretisch mit dem Konzept der "Earnings Quality" und den institutionellen Determinanten, gefolgt von einer detaillierten empirischen Analyse von Unternehmensdaten zur Überprüfung von Hypothesen über die Qualität der IFRS-Anwendung.
Schlüsselwörter sind insbesondere IFRS, Earnings Quality, Konvergenz, Bilanzierungspraxis und Rechnungslegung.
Die USA dienen als Kontrollgruppe, da sie nicht von der EU-weiten IFRS-Einführung betroffen waren und somit als Referenz für die globale Entwicklung der Rechnungslegung dienen können, ohne durch IFRS-bedingte Effekte verzerrt zu sein.
Bilanzpolitik dient als Indikator für die Ergebnisqualität; eine ausgeprägte Bilanzpolitik wird im Rahmen der Untersuchung als Zeichen für eine niedrigere "Earnings Quality" gewertet.
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